Freitag, 14. Juni 2019

Die Tragik der trabenden Elche

Bange Minuten der Pose: Wahrscheinlich hat der Wärter die Krokodile vor der Fotografie gefüttert, wenn nicht sogar sediert.
Vor einem Jahr ballerte Russland gegen Saudi Arabien auf dem heimischen Rasen fünf Töpfe ins Netz. Es wäre äusserst obsolet, nun noch auf einen Weltmeister Gaudiarabien wetten zu wollen.

Donnerstag, 13. Juni 2019

Der mit den Spatzen tanzt

Die andere Tür würde zu den Leserinnen führen, aber da streckt natürlich keiner seine Nase herein, der selbst ein Leser ist.
Vasella sagte zu Ludwig, er solle doch mal in den Keller gehen, um sich eine Flasche Bartolomé zu genehmigen. Ludwig folgte.

Mittwoch, 12. Juni 2019

Der Assi von Assisi

Gerade als er stehen blieb, um zu sinnieren, ob man hier günstig und schön wohnen könnte, stürmte ein Typ auf ihn zu.
Arbon ist nicht für seine Fransen bekannt, aber wenn da mal etwas passiert, flattern die Wolken in den Himmel. Völlig sinnfrei, wir geben es zu, im Pluralis Majestatis der Sultane und Zarinnen.

Dienstag, 11. Juni 2019

Who's Who in Switzerland

Manchmal ist der Kontext für eine Einordnung primordial. Die Schweizer Bundesräte und das Who's Who sind längst passé.
Zitate kann man zuordnen, man muss aber nicht. Die Schweizer Bundesräte jedoch würden Urstände in Uri feiern, wenn sie könnten.

Montag, 10. Juni 2019

Für einen neuen Narrativ der Fiktion

Auch wenn man die einzelnen Musiker auf dem Bild nicht erkennt, ist dieses geklaute Künstlerfoto eines der geileren Werke.
Es gibt sehr viele olle Schlagwörter und Schlagworte, die in den neuen Billigmedien rasant Furore machen. Und nicht nur dort: Auch in höchsten intellektuellen und akademischen Sphären kommt man nicht um Modebegriffe herum, die manchmal noch Jahre später nachhallen. Meistens verwandeln sie sich im Lauf der Zeit in einen Witz, wie der "Clash of Civlisation" oder Trumps "Fake news". Vor einem Jahr war «der Narrativ» in aller Munde. Und ich plädiere dafür, wieder mehr echte Fiktion zuzulassen, auch im Journalismus. Naja, ein bisschen bei der Wahrheit muss man wohl bleiben.

Sonntag, 9. Juni 2019

Absinth ohne Strom, aber in Sonntagskleidern

Als er nach dem Polterabend an dieser Stelle erwachte, trank er zuerst einen Schluck aus der Feldflasche. Er erschrak.
In Schottenröcken kann man gut wandern. Wenn man aber Prinz Harry heisst, sollte man das nicht allein tun. Sonst blüht einem zu Pfingsten die ewige Leere. Im Täschli fand der einsame Prinz zum Glück einen Flachmann mit Schnaps. Dem Prinzen war es eine Lehre, dass er den Hochzeitstag schon beim ersten Mal vergessen hatte. Das Tatoo auf der Backe brachte er mit Laser wieder weg.

Samstag, 8. Juni 2019

Anfangen wie jeden Morgen

Roger Federer ist es nicht. Rita Furrer ebensowenig. Aber was ist es dann?! Aber ja, das Reporterforum, of course. Logo!
Er begann seinen Tag wie immer mit einer kleinen Näharbeit. Er redete sich ein, dass er ein Art Brut Künstler sei. Und das gute war, dass es immer etwas zu flicken gab. Der Rucksack, ein Geschenk seines Gottis zum 20. Geburtstag. Oder die Strumpfhose seiner 4-jährigen Tochter. Jeder andere hätte sie entsorgt, die Strumpfhose, da das Loch mit jedem Tag grösser wurde. Aber er hatte etwas zu tun. Und er war dankbar dafür. Manchmal dauerte so eine Näharbeit auch wochenlang. Aber dann war sie erledigt. Und das Loch in der Strumpfhose der Tochter konnte sich wieder neu entwickeln.