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| Der Postkartenfranz tritt nun als Sponsor von Gabentischen im Internet auf: Es geht um Silber am Alpenbrevet. |
Dienstag, 30. April 2019
Andermatt - Bastogne - Zureich
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6600 Bastnach, Belgien
Montag, 29. April 2019
Rutger, Tucker et Sébastien
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| Hier gab es ein rohes Ei, doch niemand weiss mehr, wo genau das war. Obwohl man es natürlich rekonstrieren könnte. |
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Sonntag, 28. April 2019
Ich möchte lieber ein Mündel sein
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| Unser Supervater findet es verblüffend, wie er oft erst als Vater vieles erlickt. Aha-Erlebnisse: Alles wird kopiert. |
Man hätte es sich ja schon vorher überlegen können. Oder
weglaufen. Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr. Es hat eine
Weile gedauert, bis ich es gecheckt habe. Aber wie die meisten Sprichwörter ist
halt auc„Vorbild und Führungsaufgabe Vatersein – schwierig, schwierig, jeden
Tag, livelong learning from the roots – just a test...“
h
dieses leider sehr wahr. Das Abenteuer Elternsein hat mich schleichend
eingeholt, vom Überschuss an Lebenslust ist zwar noch ein kleiner Rest da, aber
es fehlt die Zeit, um sie einzulösen. Denn das eigene Glück steht nicht mehr im
Zentrum. Am meisten stresst mich, dass jetzt alles so effizient sein muss.
Ich
habe mich nun auf die Dekade im Zeichen des Bienenfleisses eingestellt. Willkommen
in der Verantwortung, die man nirgends bestellen würde, wenn es die Kinder im
Katalog gäbe. Aber sie wird einfach mitgeliefert, beziehungsweise mehrfach,
gopf! Plötzlich ist man Vorbild, kann sich keinen Mist mehr erlauben. Und nicht
einmal mehr ungeniert herzhaft fluchen. Alles wird sofort abgeschaut und
kopiert. Immerhin gesünder ist das Leben geworden: Für Rauchpausen fehlt die
Zeit.
Der
Zusatzaufwand für die unmündigen Haushaltsmitglieder wäre ja noch zu leisten,
man kann sich das aufteilen, wo man praktischerweise schon zu zweit
verantworltich ist für das Chaos: Waschen, Aufräumen, Verpflegen, ok, sie
können es ja noch nicht. Das gehört dazu.
Aber wo
es aufhört, lustig zu sein, ist diese geballte Unvernunft, die im täglichen
Umgang immer wieder hochkommt. Es sind Punks, man kann es nicht anders sagen. Diese
diabolische Lust am Provozieren, woher haben die das nur? Nun will er sich
nicht anziehen. Einfach so. Kategorisch. Und wieso soll ich nun ruhig Blut
bewahren, liebevoll Verständnis äussern, taktisch klug Alternativen
vorschlagen, wenn ich doch viel lieber die Herausforderung annehme, mit dem
zweijährigen Trotzkopf lustvoll zu streiten. Auf Augenhöhe, versteht sich, wie
ich es schon mit seinen älteren Schwestern immer noch tue. Sollen die mal
vernünftig werden. Ach, leider sind sie es noch weniger als ich.
Unterdessen steht für mich fest, dass ich den Elterntest nie bestanden hätte, wenn es einen gäbe. Bei Geduld und Sanftmut wäre mir bei der Prüfung der Faden mehrfach gerissen und in der Königsdisziplin „Denken für andere“ hätte ich versagt, weil ich vor lauter Hirnen mich selbst vergessen hätte. Wie simpel und lustig war mein Leben, als ich noch allein war! Im Militär habe ich den Tagesbefehl verachtet und demonstrativ nie eines Blickes gewürdigt. Nun finde ich mich jeden Morgen vor dem Familienkalender und checke die diversen Aktivitäten der Kleinen. So eine Liste hilft beim Führen von potenziellen subversiven kleinen Kämpfern. Und wenn wir schon beim Militär sind (Dienstpflicht erfüllt!) Noch so ein Ärgernis, das man sich mit der Familie einhandelt: Plötzlich hat man den Führungsjob, den man nie anstrebte. Leider ist er schlecht bezahlt. Aber man soll ja immer auf einer positiven Note aufhören. Und es wird ja zum Glück immer besser: Seit neustem deckt sich unser Frühstückstisch vollautomatisch, und wenn alle fertig sind, wandert alles wieder zurück an den Ort. Cool, oder? Soll noch jemand sagen, die Gesellschaft mache keine Fortschritte. Und das machen natürlich auch die Kinder – von alleine.
Unterdessen steht für mich fest, dass ich den Elterntest nie bestanden hätte, wenn es einen gäbe. Bei Geduld und Sanftmut wäre mir bei der Prüfung der Faden mehrfach gerissen und in der Königsdisziplin „Denken für andere“ hätte ich versagt, weil ich vor lauter Hirnen mich selbst vergessen hätte. Wie simpel und lustig war mein Leben, als ich noch allein war! Im Militär habe ich den Tagesbefehl verachtet und demonstrativ nie eines Blickes gewürdigt. Nun finde ich mich jeden Morgen vor dem Familienkalender und checke die diversen Aktivitäten der Kleinen. So eine Liste hilft beim Führen von potenziellen subversiven kleinen Kämpfern. Und wenn wir schon beim Militär sind (Dienstpflicht erfüllt!) Noch so ein Ärgernis, das man sich mit der Familie einhandelt: Plötzlich hat man den Führungsjob, den man nie anstrebte. Leider ist er schlecht bezahlt. Aber man soll ja immer auf einer positiven Note aufhören. Und es wird ja zum Glück immer besser: Seit neustem deckt sich unser Frühstückstisch vollautomatisch, und wenn alle fertig sind, wandert alles wieder zurück an den Ort. Cool, oder? Soll noch jemand sagen, die Gesellschaft mache keine Fortschritte. Und das machen natürlich auch die Kinder – von alleine.
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Samstag, 27. April 2019
Wer ist stärker, ich oder du?
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| Eine Ohrfeige hat noch keinem geschadet, meint der Volksmund. Das ist eine kurzsichtige Erziehungsmethode. |
Leider kann ich hier nicht verkünden, dass mir die Hand noch nie
ausgerutscht ist. Doch ich schäme mich dafür, auch dass es ab und zu vorkommt,
die offene Provokation des Kindes. Besonders mit Zweijährigen bin ich schwer
überfordert, ich gebe es zu. Sie haben eine Art zu argumentieren, die mich auf
die Palme bringt. Instant, radikal unvernünftig! Und die Lösung ist so
verführerisch, die körperliche Überlegenheit so krass, zudem kann man ja nicht
ewig warten, man ist in der Pflicht, den Tarif durchzugeben: Also bist du nicht
willig, so brauch ich Gewalt.
Heute
Morgen war es mal wieder so weit, mea culpa. Eine unbeherrschte
Grenzüberschreitung meinerseits. Nein, ich habe mein Kind nicht geschlagen. Ich
habe den trötzelnden Buben nur unter den Arm geklemmt und gegen seinen Willen
auf dem Velositz befestigt, um ihn, wie es das Montagritual vorsieht, auf dem
Weg ins Büro in die Kita zu fahren. Nur
wollte der Kleine heute Morgen einfach nicht. Er hatte keine Lust und machte
seinen Standpunkt schnell klar. Es ist ja nicht so, dass er seinen Willen nicht
klar argumentieren könnte, nein, im Gegenteil: Für einen gut zweijährigen äusserte
er sogar recht vernünftig den Wunsch,
Ich will da bleiben und spielen. Dann, als dieser Vorschlag auf ein müdes
Lächeln unserseits stiess, wollte er stattdessen mit Mama zur Arbeit zu fahren.
Schliesslich
hatte er das ganze lange Wochenende ganz allein mit ihr verbracht, ein
Traumwochenende für so einen kleinen Mamihöck. Und ich nehme es ihm überhaupt
nicht übel, dass er mich kaum vermisst zu haben scheint. Ich sehe sogar
grosszügig darüber hinweg, dass er mich grundlos kritisiert, nur aufgrund
meiner Anwesenheit beim Frühstück, die ihn offenbar in seiner mütterlichen
Idyllie stört. Nun müssen wir aber los, anziehen geht noch, trotz Zeitdruck,
leider ist die Mama auch noch da, sie ist aber mit den grösseren zwei
beschäftigt.
Theoretisch
ist ja das eine liebreizende Idee, dass man mal mit der Mama zur Arbeit fahren
möchte. Das wäre bestimmt interessant und liesse sich vielleicht einmal
einrichten – aber ein andermal. Jetzt müssen wir los. Wim besteht auf seinem
Standpunkt, unverrückbar.
Hier
treffe ich in meiner elterlichen Entscheidungsgewalt eine Entscheidung:
Grenzüberschreitung: Ich packe ihn, schleppe ihn auf das Velo und fessle ihn
relativ unsanft, den Schnudderi, auf das Sitzli vom Velo. Immer beherrscht,
aber bestimmt, ihm gut zuredend, die Wonnen eines Kitatages ausschmückend.
Dialog
ist immer besser, Vernunft ist gut. Trotzdem: Das Geschrei hört selten auf,
wenn man ein Kleinkind unter den Arm klemmt und mit ihm fortmarschiert. Es geht
erfahrungsgemäss erst richtig los. Und ich würde schon sagen, dass man, wenn
man nicht den riskiert, den Willen zu brechen doch, riskiert, dass das Kind
einen Knacks kriegt. Und die Regeln der Sozialisation bestimmen, dass genau das
weiter geht, von Generation auf die nächste. Und wenn man pech hat wird es zum
Bumerang, weil der kleine ja irgendwann stärker sein wird. Man kann nur hoffen
und warten und warten und hoffen, dass er bis dann auch einigermassen zur
Vernunft gekommen ist.
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Freitag, 26. April 2019
Wozu im Jahr 2019 noch bloggen?
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| Leiterwagen, Einrad, Kindervelos und Rennräder: Links das Grüne wäre das Rad für den Ernstfall, blau steht für Training. |
Donnerstag, 25. April 2019
Heute ist der Tag der Befreiung Italiens
| Dieser gelbe Ferrari wurde am Rande einer Kunstauktion fotografiert. Er stand dort aber nicht zum Verkauf. |
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Zürich
Standort:
17025 Loano, Province of Savona, Italien
Mittwoch, 24. April 2019
Das verschwundene Dokument
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| Der junge Xi war bei den Mädchen beliebt: Er konnte aber auch wirklich gut lässig rumstehen. |
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