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Dienstag, 12. Mai 2020

Der König und sein Narr

Pierre tat nur so, wie wenn er der Inhaber der Bücherei wäre. Jeden Tag tat er dies. In Wahrheit war er Rentner, arbeitslos.
Heute vor 356 Jahren war ein gewisser Molière ein bisschen angespannt. Denn die Premiere seines Stücks "Tartuffe" stand an. Eine Komödie, die die Kirche kritisierte. Promt ging alles schief, der Skandal fand seinen Lauf und das Theater wurde wie erwünscht postwendend verboten. Der Autor hatte das Glück, dass der König nicht ganz so streng religiös war und ihn schützte, der Meinungsfreiheit wegen. So kann man sich das jedenfalls heute zusammenreimen. 

Freitag, 19. Oktober 2018

«Viele, viele Male»

Jack übte es: Die weissen Golfhandschuhe und den passenden Sportsocken in Szene zu setzen, ohne verkrampft zu wirken.
Sergio erinnerte sich an dieses Aufklärungsbuch. Das neugierige Kind fragt seine schwangere Mutter, die beide gezeichnet sind in diesem Kinderbuchklassiker. Es frägt also die Mama aus. Und es nimmt das kleine Kind Wunder, wie oft seine Eltern denn probiert hätten, bis das kleine Geschwist entstanden sei. Die Mutter muss lachen, sie blickt wissend kurz zum Vater, in ihrer ganzen Schönheit, und antwortet dann dem Kind politisch korrekt, immer noch mit einem Hauch von Glück auf den Backen: «Viele, viele Male». Bestimmt ist Sergio nicht der einzie, dem sich dieser Comics-Klassiker ins Kinderhirn einbrannte.