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Donnerstag, 8. Oktober 2020

Hansjörg Schertenleib und die Roboter

Aldi hat nicht nur das Günstig erfunden, sondern auch die Wohltätigkeit. Im Grunde ist Aldi ein Synonom für Pestalozzi.
Mach Platz für die Liebe, sagte Hansjörg, der kein Bot war: "In allem, was du tust." Und vergiss nicht: "Lass dir von keinem auf die Kappe scheissen." Aldi aber hat günstig erfunden, so die Werbung, die immer alles verdreht, was einfach und infam ist.




Samstag, 26. Oktober 2019

Heute ist ein guter Tag, um zu Platz frei zu räumen

Manche Spiralen sind zu gut, um wahr zu sein: Im Zeitalter von Photoshop glaubt dir das kein Schwein. Und das Gnu?
Seit Monaten suchte das Kultbüro nach neuen Mitarbeitern. Es meldeten sich aber nur Nutten, Halbstarke, Hipster und Versager. Dann endlich, als Pete seinen Platz geräumt hatte, drehte der Wind.

Sonntag, 24. März 2019

Ein lustiges Suchspiel für Pendler

Dieses Spiel ist von Katja Walders SBB-Blog abgekupfert: Der Illustrator könnte Daniel Müller heissen.
Es braucht ja nicht viel Zeit, um eine Stunde am Smartfon zu verbringen. Ein Kopfhörer ist hilfreich, wenn man Musik hören oder lustige Videos gucken will. Wer aber lieber still liest, der sollte sein Buch dabei haben. Oder aber ein via. Und wenn es unbedingt das Handy sein muss, in das man starrt, dann sei Katja Walders SBB-Kolumne empfohlen. Man kann sie auch ausdrucken, im Fall.

Montag, 4. März 2019

Geboren an einem Montagmorgen

Zufriedenheit oder Geld zurück: Wieviel würden Sie für einen alten Plasticsack voller perlend reifer Ideen bezahlen?
Basel war heute mehrfach ein Thema am Familientisch, während einer Autofahrt. Der Grund ist das geplante Ozeanium, das mit Meerwasser beim Zolli gebaut werden soll. Die Basler sind ja auch Schweizer und es gibt gute Argumente dafür und dagegen. Aber es gibt auch schlechte Argumente dafür und dagegen. Und nach Anhörung beider Seiten wäre ich heute dafür. Fürs Meerwasser, meini.

Sonntag, 9. Dezember 2018

Reflexionen sind rar

Ekster war traurig, weil er ihr soeben gesagt hatte, dass er noch dringend einen Anruf tätigen sollte. Aber er spielte nur.
Sie träumte von Präfekten an der Privatschule, in die einst Charles de Gaulle gegangen war. Der Pater erzählte die lustige Anekdote vom Schüler, der den dummen Reichen die Lösungen der armen Klugen verkauft hatte, lange bevor es das Internet gab. Leider musste der Pater den cleveren Händler von der Schule weisen, als das System aufflog. Aber er wusste ja: "Il peut se debrouiller."

Montag, 19. November 2018

Endlich Fussballfrei

Paul und Simone lernten sich durch Zufall kennen: Er war jeden Abend da und zeigte sein Portmonee, sie wurde versetzt.
Es war eine schöne Bar. Die Gestalter hatten an alles gedacht. Nur nicht an die Luxuswohnungen, das Betriebskonzept und den Städtebau. Den der Wirt - ein musikbegeisterter Eunuche - bestand darauf, jeden Abend persönlich statt eines Barpianisten Kolloraturen rauf und runter zu rattern. Deshalb blieb das Publikum dünn und mehrheitlich taub. Ein paar klassikaffine Sonderlinge verirrten sich am Montag in das Lokal, das ansonsten brach lag. Die Wohnungen aber blieben im ewigen Leerstand, da niemand die Beschallung abends aushielt. 

Freitag, 2. November 2018

Freie Sicht auf den rasierten Eisbär mit dem Töff

Der Harlem Shake ist ein Dreck: Habt ihr im Radio gehört, dass Bligg unter dem Batmankostüm seine Probleme versteckt?
Ich muss das zur Abwechslung mal als Zitat deklarieren: «Die 80-er Jahre waren wild, schräg, poppig und politisch, das Jahrzehnt der unmöglichen Mode und Musik, innovativ und rebellisch. Wir singen im Programm „Freie Sicht Aufs Mittelmeer“ die Hits, die das Jahrzehnt geprägt haben. «The Chor» aus freigeistigen Mit-Vierzigern singt sich durch tanzbare, mehrdeutige, ironische 80er Jahre Hits, von namhaften Schweizer Sängern/Sängerinnen aus der independent Szene chorisch und mit Features unterstützt!»

Samstag, 28. Juli 2018

Denken Sie zweimal, bevor Sie diese Nachricht löschen

Erinnerung ist ein schönes Wort: Es klingt darin sowohl das welsche Souvenir wie die eher deutsche Ermahnung.
Das kleine Kind ist im Kindergarten. Es wird jetzt Guitarre lernen können, doch vorher müssen die Eltern noch das Schulgeld berappen. Oder sagt man berabben? Mit Federer oder dem Republik TV hat das alles nichts zu tun. Ebensowenig mit der Calida, einer Herstellerin von seidigen Pijamas.

Samstag, 23. Juni 2018

Eine geschenkte Stunde verjoggeln

Wir haben einen Hinweis erhalten, wem der rote Schuh links aussen gehört: Es sei eine Dame namens Dorothy, hiess es.
Dorothy nahm an allen Sitzungen teil, zudem hatte sie ihre Schuhe geputzt. Also bestand sie darauf, auch anlässlich des Fototermins der neuen Stadtregierung auf dem Bild zu sein. Dies sorgte für die neun Schattenminister für die nötige Heiterkeit, als der Fotograf knippste. Dorothy hatte aber nicht mit der fiesen Funktion der Nachbearbeitung gerechnet. Immerhin waren ihre Schuhe noch drauf.

Mittwoch, 30. Mai 2018

Grossbanken bitte nicht gleich Gehlen setzen

Typisch Journalist: Dieser Hund trägt den Maulkorb aus freien Stücken, weil er so gut zu seinen Lappiohren passt.
Eine der weltweit operierenden Schweizer Grossbanken hat mir neulich vor einem anberaumten Interviews einen Maulkorb auferlegt. Es war so grotesk, dass ich es als Auszeichnung empfand.

Dienstag, 8. Mai 2018

Am 8. Mai könnte wieder der Weltuntergang stattfinden

Die Burglinde hat es allen gezeigt: Der gezielte Anschlag auf ein Ambulanzfahrzeug aber war besonders perfid.
Die Pressekonferenz zum heutigen Tag war von langer Hand vorbereitet. Zum Welttag der Verschwörung hatte sich die Agentur jedes Jahr etwas einfallen lassen. Das war für Erwin Chefsache. Er rechnete nicht damit, dass ihm ausgerechnet an diesem Tag der Nachbarshund die Schuhe vor der Haustüre zerkaute. Erwin musste sich im Büro entschuldigen lassen und blieb der Feier fern.

Sonntag, 29. April 2018

Jassen ist auch nur ein Spitzenspiessersport

Die Krawatte gehört dazu: Man könnte den Hut mit dem Rad verwechseln.
Nach der 700. Quizshow werde Unterhaltung irgendwann langweilig, liess neulich ein bekannter Schweizer TV-Host in einem öden PR-Interview auf allen Kanälen verlauten. Fussball aber war schon immer seine grosse Leidenschaft, sagte er. Deshalb liess er sich abwerben von der privaten Konkurrenz, nicht etwa wegen des Transfergeldes. Die Jasssendung aber, die macht er weiterhin auf dem Staatskanal, das dann doch. Und das private Märchen geht natürlich weiterhin weiter.

Sonntag, 1. April 2018

sönd wöllkomm

Dieses Foto hätte nie gemacht werden dürfen. Und es ist natürlich gestellt, wie man auf den ersten Blick sieht.
Das Appenzellerland ist komisch. Leider aber auch weltberühmt. Und weil die Appenzeller am Liebsten unter sich sind, haben sie sich subversive Abwehrstrategien ausgedacht. Die Nacktwanderer zum Beispiel. Ist jemand schon einem begegnet? Persönlich, meine ich? Eben. Es ist nur eine PR-Kampagne in den Medien, Nacktwanderer finden nur im Fernsehen statt. Sie wurden erfunden, um die elenden Touristen vom Besuch des Alpsteins abzubringen. Weil es dort schon Volk genug hat.

Mittwoch, 7. März 2018

Mini Meinig isch ned gfrogt

Das waren noch Zeiten, als es in Amerika gemischte Schulen gab, nach Geschlechtern that is, und die Lehrer waren Padres.
Persönlich habe ich eine ungute Erinnerung an Stress. Nicht nur, dass das Strelanie, unser Brangelina, ungut zu Ende ging. Nein: Immer, wenn ich ein Handykabel irgendwo ohne Handy stecken sehe, muss ich an Stress denken und an einen grässlichen Coopsong, und dann kommen Schweissattacken.

Freitag, 1. September 2017

Unterhaltung aus der Dose

Es wäre eventuell noch lässig, diesen lässigen Hund und das Mädchen anzutreffen.
Neulich lag der Sonntagszeitung ein dickes Heft eines Produzenten von Zuckersäften bei, der bekanntlich im Geld schwimmt. Das Werbeheft trug den sinnigen Titel Red Bulletin. Darin waren Abenteuerreportagen aus aller Welt, zumeist von extrem harten Männern. Sie alle mögen offenbar Geld. Sie könnten aber auch für Toyotabusse oder Westfalia Werbung machen, ohne ihr Gesicht zu verlieren.