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Sonntag, 25. April 2021

Locarno e Lugano

Brigitta aus der Puszta hatte ihm das mal beigebracht, seither sagte er es bei jeder Gelegenheit: «Edesch Vadje!»
Am Jazzfestival von Lugano war er als junger Mann an einem Konzert von Manu Dibango gewesen. Sie tranken, tanzten und das Konzert dauerte bis morgens um Vier: «Mamako, Mamasa, Maka Makossa...». Später fuhren sie mit einem gestohlenen Fahrrad durch die Stadt in das Büro eines Anwalts, wo sie schlafen konnten. Am nächsten Morgen störte sie der Anwalt, der ins Büro kam. Zwischen Konzert und Velotour aber war noch eine Begegenung mit einer Schönheit, die ihrem blöden ollen Lover die Leviten las: «Bon Voyage!»

Freitag, 30. März 2018

Der Unterbruch kam just zur rechten Zeit

Frau Sauberer war sehr glücklich, dass ihre Tochter Agathe mit den Stämpferli, Pluck und Vater Stampfer am Meer war.
Am Rand eines Schulhaushallenbads erhielt ich heute einen Anruf von einem Vertreter, der sehr freundlich war und mir ein günstiges Produkt anpries, indem er mich minutenlang bequatschte, nicht unfreundlich und durchaus ok. Unter anderem erwähnte er einen Ausflug ins Tessin, wo das Bier für Papa nur 1.40 Franken koste. Das sei wahr, fügte er an, und ich wollte "ja" sagen, aber dann war die Funkverbindung unterbrochen. So kann es gehen, wenn man in Untergeschossen telefoniert.

Montag, 11. September 2017

Alpwandern ins Blaue

Diese gehörnten Tiere sind nicht etwa wild. Nein, sie werden von einem Geisshirten gehütet, der aber kaum deutsch kann.
Wer weiss denn heute noch, 16 Jahre danach, was für ein Wochentag 9/11 war. Nun, man kann es anhand von Erinnerungen versuchen, zu berechnen. Denn wo man war, als dies und das passierte? Eben, damals, als noch nicht jedes Wochenende irgendwo ein Terroranschlag stattfand. Tempi passati.

Freitag, 1. September 2017

Unterhaltung aus der Dose

Es wäre eventuell noch lässig, diesen lässigen Hund und das Mädchen anzutreffen.
Neulich lag der Sonntagszeitung ein dickes Heft eines Produzenten von Zuckersäften bei, der bekanntlich im Geld schwimmt. Das Werbeheft trug den sinnigen Titel Red Bulletin. Darin waren Abenteuerreportagen aus aller Welt, zumeist von extrem harten Männern. Sie alle mögen offenbar Geld. Sie könnten aber auch für Toyotabusse oder Westfalia Werbung machen, ohne ihr Gesicht zu verlieren.