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Donnerstag, 29. November 2018

Sneak Preview auf die Pest

Weder Köppel noch Illi: Zudem ist der Nachname zur Beschreibung einer Person des öffentlichen Lebens unzureichend.
Die Hells Angels pflegten als ganze Horde an den Burning Man zu pilgern. Aber die meisten trafen sich am Flughafen vor Ort, nur die wenigsten nahmen die ganze Anreise unter die Räder. Dies genau aus dem Grund, weil sei eben neben dem wilden Rockerleben noch eine bürgerliche Zweitexistenz führten. Den Luxus der Billigfliegerei schluckten sie widerwillig, etwa wie eine Kröte mit Cholera.

Dienstag, 13. November 2018

Mäuse mieten

Der Fisch ist nicht ganz so gesellig wie das gemeine Nagetier: Aber er mag es auch in eiskalter Nahrungskette gern gesellig.
Man kann, wenn einem ein kleines Kuschelhaustier ablebt, im privaten Fachhandel für ein paar Wcohen ein Ersatztier mieten, damit das Überlebende Tierchen kein einsames Dasein fristen muss.

Donnerstag, 5. April 2018

Tristram Shandy ist ein harter Brocken

Das Bild täuscht: Die junge Dame rechts im Bild hat nicht nur die Rennwaden, sondern auch den Blick für den Flick.
Seit Jahren schon lese ich an einem Klassiker von Laurence Sterne. Die Mutter aller Fortsetzungs-Romane ist wahnsinnig widerborstig, aber es ist eines jener Bücher, die man nicht einfach so weglegt.

Sonntag, 18. Februar 2018

Herr Fischer, seine Frau und die Bussen

Zur Abwechslung mal eine wahre Augenweide als Blickfang: Dieses Archivfoto trägt den Titel «Reservoir Dogs 2»
Es war einmal ein Fischer, der wusste alles immer besser. Er fluchte gern bei der Arbeit. Aber als seine Netze immer öfter leer waren, weil die Fische ihm durch die Maschen glitten, dachte Herr Fischer nach und verbitterte darob. Seine Frau setze ihm den Floh ins Ohr, dass er gut daran täte, die Netze der anderen Fischer im Dorf zu zerschneiden. Da Herr Fischer ein gehorsamer Gewerbler war, tat er, wie ihm seine Frau riet, und er wütete am Fischerhafen, dass am Ende nur noch sein eigenes Netz ganz war. Dann fuhr er auf den See, doch er fing nicht mehr Fische als vorher, weil es gar keine mehr gab. Und als er traurig wieder im Hafen anlegte, fand er mehrere böse Überraschungen vor. Erstens hatte ihn seine Frau verlassen, zweitens stapelten sich die Klagen der Konkurrenten, deren Netze er so übereifrig zerschnitten hatte. Und drittens brummte ihm Gevatter Staat genau deswegen eine saftige Busse auf. So gab Herr Fischer sein Gewerbe auf, kandidierte als Verbandsfunktionär und wrude wider Erwarten gleich doppelt gewählt, dass er bis an sein Lebensende ausgesorgt hatte. Ende.