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Donnerstag, 28. Mai 2020

Solidarität mit Al

Fast wie Kunst am Bau: Im Bahnhof Genf waren ein Teil der Stühle am 2. Mai 2020 zusammengestellt und umbändert.
Al hatte immer ein Stück Polizeiband dabei. Das verschaffte ihm Respekt bei den Drogendealern und Prostituierten im Quartier, die zumeist aus Schwarzafrika kamen. Manchmal half Al gern aus mit einem Stück Band, wenn es darum ging, ein Geschenk zu schnüren oder einen Ort abzusperren.

Sonntag, 29. März 2020

Obsession mit Erfundenem

Nach einer kreativen Phase fühlte sich der Meister jeweils etwas verstimmt. Also begab er sich auf die Raucher-Insel.

Das manische an der Migros Mania, wie Lukas es so treffend beschrieben hat, tritt auch im Sicherheitswahn zu Tage. Es manifestiert sich etwas in Nichtraucherzonen und den Dekreten der Regierung zur Verhinderung von Verbreitung von Viren. Ob das Bild mit dem Totenkopf und der Zigi auf dem Cover von Sedaris auch vom Gogh ist? Es gibt Hinweise, in Arles. Und in der Lombardei.

Samstag, 28. April 2018

Steinbachs Reise ganz kurz nachgezeichnet

Helmut: Man kann sich mit Fug und Recht fragen, was an diesem kaputten Fass so lustig ist, dass man sich derart amüsiert.
Das Urteil ist klar: Beide Daumen hoch für diesen Roman! Es ist zwar kein Erstling, aber doch fiktiver und literarischer als frühere Werke des Journalisten. Weil ich ihn kenne, habe ich das Buch mit besonderem Interesse verschlungen und innert wenigen Tagen gebodigt. Es ist zwar sprachlich nicht immer so knackig wie auf dem Klappentext, wo vom Mutbürger, Wutbürger und Gutbürger die Rede ist. Doch dafür ist das Stück Literatur von Substanz. Und mit gebührender Rasanz erzählt: Grossartig ist die Saunaszene zum Einstieg, dann geht es über einen fatalen Pingpongmatch nach Griechenland, wo der Protagonist unverhofft mitten in die Flüchtlingskrise auf der Insel Lesbos gerät. Auf der mythischen Mönchsinsel Athos schliesslich kommen alle Fäden wieder zusammen.

Donnerstag, 5. April 2018

Tristram Shandy ist ein harter Brocken

Das Bild täuscht: Die junge Dame rechts im Bild hat nicht nur die Rennwaden, sondern auch den Blick für den Flick.
Seit Jahren schon lese ich an einem Klassiker von Laurence Sterne. Die Mutter aller Fortsetzungs-Romane ist wahnsinnig widerborstig, aber es ist eines jener Bücher, die man nicht einfach so weglegt.