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Donnerstag, 3. Juni 2021

Unsinnige Wettbewerbe

Im Emmental, wenn man langsam bergauf fuhr, konnte man die Farbenpracht der Natur bewundern, die sich erstreckte.
An diesem Morgen dachte Müller, ganz der Egomane, an die realsatirische Bewerbung, die er handschriftlich verfasst hatte, mit roten Tinte, vom Spitalbett aus. Und abgeschickt hatte er sie, im Gegensatz zum Brief an die Mutter, den er letzte Woche aufgesetzt hatte. Er liess zudem das Joggen sein und auch die Wäsche, zu Ehren der Ältesten, die nun tatsächlich schon 14 Jahre alt ist.

Sonntag, 3. Mai 2020

Die Verrohung der Sitten

Charlie Lou sah der schulfreien Zeit gelassen entgegen, zumal sie ja noch nicht in einem öffentlichen Kindergarten war.
Der Trump machte in der Nacht einen Test, und der fiel leider negativ aus. Im Falle eines positiven Tests hätte Hoffnung bestanden, dass die Coronakrise das übergeordnete Problem des Präsidenten lösen würde. So aber weitete er das Flugverbot auf den Brexit und Australien auf und machte einer Firma aus Tübingen ein unmoralisches Angebot. So funktionierte er halt, im Westen nichts Neues.

Dienstag, 14. April 2020

Unfrage bezüglich UKW

Am Samstag, als die Schweiz Lebensmittel hamsterte, ging Gregoire zum Bender, um im Schaufenster die Zeitung zu lesen.
Dass der Landessender still gelegt wurde, ist kalter Kaffee. Inmitten der Coronakrise stellt sich jedoch die ernst gemeinte Unfrage, ob das Bakom auf den Entscheid, die UKW-Frequenzen dem freien Markt preiszugeben, zurück kommt. Ob Twitter das geeignete Medium ist, um eine diesbezügliche Anfrage an den Bundesrat zu tätigen? Vielleicht ist der Zeitpunkt ungünstig, aber Hans nahm sich vor, die von ihm mitgewählte Parlamentarierin aus seinem Quartier bei nächster Gelegenheit darauf anzusprechen.

Sonntag, 12. April 2020

Not macht erfinderisch

Kinder sind erfinderisch: Tipps aus der Praxis, was man bei Schulausfall tun könnte. (Quelle: Whatsapp)
Paul tat, was er immer am Sonntagabend tat: Er buk einen Kuchen für seine Lise. Danach schauten sie noch eine Weile fern, bevor Paul müde, aber glücklich einschlief. Er begann sofort zu schnarchen.

Samstag, 29. Juni 2019

Waschen gegen das Klima

Erkläre einem 6-jährigen, wieso eine Maschine Schwierigkeiten hat, zu begreifen dass es zwei Orte namens Muri gibt.
Bänz Friedli hat neulich wieder einmal eine grossartike Zytlupe geliefert: Es ging um das Klimajahr und das Wahljahr und den Sinneswandel der Bürgerlichen, kurz nach den Klimastreiks. Man dürfte das auch heute noch hören können - und es bleibt spannend: «Heisse Luft oder echter Wandel?»

Dienstag, 11. Juni 2019

Who's Who in Switzerland

Manchmal ist der Kontext für eine Einordnung primordial. Die Schweizer Bundesräte und das Who's Who sind längst passé.
Zitate kann man zuordnen, man muss aber nicht. Die Schweizer Bundesräte jedoch würden Urstände in Uri feiern, wenn sie könnten.

Samstag, 25. Mai 2019

Was heute noch für Youtube spricht

«Life according to Donghua Li» wäre ein hübscher Titel für einen Hollywoodfilm. Ob Michael Jackson die Musik machte?
An dieser Stelle war von einem gewissen Herrn Deville schon die Rede, aber noch nie von seinem Sekundanten Karpi, der sich ja immer mehr in den Vordergrund drängt. Dies tut der Qualität der Abendunterhaltung in den Fernsehsesseln jedoch keinen Abgrund. Ausser man weilt gerade im Ausland, womöglich mit Zeitverschiebung im Nacken. Dann muss man sich mit Youtube begnügen, aus technischen und rechtlichen Gründen. Elende Pharisäer.

Freitag, 24. Mai 2019

Rote Spinnen pflücken

Bestimmt gibt es auch Unterwassertulpen, die man essen kann. Ob sie krebserregend sind?
Das Aquarium auf der Insel Elba ist besonders wegen den mehrsprachigen Beschriftungen sehenswert. Die Haie dagegen sind nicht so gross, und die seit 2001 nach mehreren chirurgischen Eingriffen dahin vegetierende «unechte» Schildkröte versteckt sich, einer Moräne nicht unähnlich, in den Felsen. Von den Seeigeln kennt der Elbaner deren zwei Sorten: Die schwarzen nennt er männliche, die roten heissen weibliche. Dies, weil letztere essbar sind, der Eier wegen. In Tat und Wahrheit sind es aber zwei verschiedene Arten von Seeigeln. Die Deutschen dagegen sagen einer Krebsart, welche auf der Elba «Margherita» heisst, weil sie so häufig ist und so leicht zu ernten wie Margritli auf einer Blumenwiese, die Deutschen nennen sie Seespinne. Sie ist ebenfalls rot. Der braune Bärenkrebs dagegen ist ebenfalls wohlschmeckend und in der Küche beliebt. Aber leider hat er sich zu sehr auf seine in Jahrhunderten der Evolution entwickelte Tarnung verlassen, die auch nicht schlecht ist. Aber sie hat dazu geführt, dass er praktisch ausgerottet wurde.

Montag, 4. Dezember 2017

Das Rollschuhdiscotier im Kaschmir

Nichts gegen Taucher im Geschäftsgang von Papierbooten: Aber will man wirklich täglich auf die Nase fliegen?
Neulich kam am Radio eine Spezialsendung mit dem Schriftsteller Martin Suter und dem Barden Stephan Eicher, der sich darin als Postbote der Dichter bezeichnete. Das ganze hat mich berührt.

Donnerstag, 2. November 2017

Warum Originalität oft nicht belohnt wird, nicht einmal im Titel

Jedes Kind träumt davon, eine Schafherde im Schlafzimmer zu haben. Aber längst nicht jedes Kind hat ein eigenes Zimmer.
Maleiva ist das originellste Ross der Welt. Und es ist ein Youtubestar bei Facebook. Aber an das sprechende Pferd namens Maude kommt es trotzdem wohl erst in 100 Jahren heran. Das ist halt so.

Freitag, 8. September 2017

Ein Kiosk ist alles

Neulich am Fernsehen: Ein Kapuzenmann greift die nichtsahnende Reporterin an, während sie live auf Sendung ist.
Es geht da so ein Video um, das einer gewissen Kantonsregierung peinlich sein sollte. Doch man hört, dass gewisse Regierungsräte auch gern mal Freizeit haben und nicht gern behelligt werden vom Volk. Sie sind nämlich auch nur Menschen. Äxcusi, in diesem speziellen Fall natürlich Männer.

Mittwoch, 15. März 2017

Twittern ist verstörend

Amor und Psyche: Keine Bildunterschrift kann das Kleingedruckte im Original toppen.
Nicht dass meine Meinung gefragt wäre. Aber trotzdem: Wir sollten dem Obertrampel aus Amerika dankbar sein, dass er drastisch gezeigt hat, dass die reale Welt wenig, aber auch gar wenig mit modernen Medien zu tun hat. All dies ist nämlich real, aber auf Twitter unmöglich: Hallo, doppelte dass-Sätze? Um zwei Ecken denken? Gang hei, denk nach! Genau nachlesen, nochmal studieren. Im Fernsehen allerdings ist viel mehr möglich, als man gemeinhin denkt. Wenn auch manchmal mit einer kleinen Verzögerung, wie dieses Beispiel zeigt, das von mir aus Schule machen könnte.