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Samstag, 15. August 2020

Weidmanns Heil im Video suchen

Statt den Kometen am Himmel mit seinem Sohn anzuschauen, sortiere Weidmann Postkarten, wie immer, wenn er Zeit hatte.
Regula stieg stets mit Rollschuhen auf das Pferd. Dann konnte sie wie der alte Dragnoner im Bilder buch "der Hut" von Tomi Ungerer vom hohen Ross springen und direkt zur Arbeit rollen. Denn Regula hatte nur ihre Karriere und Pferde im Sinn, sonst nichts. Besonders achtete sie sich nicht auf Architektur und ihre Nachbarn. 

Dienstag, 31. Dezember 2019

Warum in der Kreuzmatt zwei Natern züngeln

Den Hersteller gibt es nicht mehr, der Ersatzschlüssel ging verloren, die Schlüsselmeister der Stadt verweigern ihre Arbeit.
Ausgerechnet an Silvester überfiel ihn das Festfieber. Er hatte seit 7 Jahren keinen Rückfall mehr erlitten, doch nun gab es keinen Zweifel: Knieschlottern, Hühnerhaut, plötzliche Übelkeit. Ernst wusste, dass es nur einen Weg gab. Umkehren, Übung abbrechen. Und dem Drang nachgeben. Denn gegen das Festfieber war kein Kraut gewachsen, weder in Kurdistan noch in Kolumbien. Also nahm er seine Begleiterin zur Seite und sagte es ihr. Dann schritt er federnd zur Tür hinaus, um zu packen. Schon auf der Schwelle spürte er eine Linderung der Symptome.

Dienstag, 24. Dezember 2019

Houllebecks Blamage

Houllebeck und Blatter hätten die Szene nicht schöner stellen können: Im Publikum sah damals niemand die Gesichter.
Houllebeck wurde an der 20-Yardlinie von Blatter abgefangen. Die 33 der Kings war ein guter Läufer, aber gegen das Stellungsspiel von Blatter war er nicht gut genug. Später erinnerte sich Hollebeck, der ja nach der Sportkarriere höchst erfolgreich ins Philosophenfach wechselte und in Stanford Profesor wurde, an das sonnige Gemüt seines Gegenspielers: Blatter war keine Leuchte, aber oft zufrieden. Sein Übername war Pu der Idiot und er schleckte viel Honig, um sein Kampfgewicht zu erreichen. 

Freitag, 8. November 2019

Der Ticks mit den Tags und andere Gewitter

Sie war so in ihr Fon vertieft, dass sie nicht hörte, dass der Kellner fragte, ob sie schon fertig sei. Erst als er abgeräumt hatte.
Sie war am Morgen aus Versehen im Dunkeln auf eine Weinbergschnecke gestanden, die wohl zum Briefkasten geschlichen war. Das schadete ihrem Karma sehr und sie hatte einen ganzen Badhairday. Nun setzte sie sich hin, atmete durch und las auf Twitter die wunderbaren Gedichte von Martin Suter.

Montag, 4. Dezember 2017

Das Rollschuhdiscotier im Kaschmir

Nichts gegen Taucher im Geschäftsgang von Papierbooten: Aber will man wirklich täglich auf die Nase fliegen?
Neulich kam am Radio eine Spezialsendung mit dem Schriftsteller Martin Suter und dem Barden Stephan Eicher, der sich darin als Postbote der Dichter bezeichnete. Das ganze hat mich berührt.