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Montag, 28. Dezember 2020

Alte Muster durchjassen

Dies ist eine Postkarte aus dem Google Album Archiv: Eingescannt, digitalisiert, abgelegt. Man kennt es, aber wer spielt da?
Nun ist Inäbnit von Google ja Anfang Jahr aufgefordert worden, seine Daten zu räumen. Gemeint waren nicht die Kampfstiefel in seinem Keller. Auch nicht die Krawatten, die er sehr selten anzog. Nein, gemeint waren seine digitalen Filmdateien. Denn Inäbnit liebte es, das Wachsen seiner Kinder zu dokumentieren. So gab es lustige Aufnahmen seiner ältesten Tochter im Rhönrad oder Fotos von allen Kinder von den letzten Ferien in Ligurien, die alle miteinander in Minne verbracht hatten. Inäbnit blieb nichts anderes übrig, als die Datein einzeln fein säuberlich abzulegen, anzuschreiben und zu archivieren. Aber da er keinen Zugriff hatte und kein Geld und keine Zeit, fing er nie damit an. Deshalb ist diese traurige Geschichte nun auch schon zu Ende, obwohl sie natürlich weiter geht.

Dienstag, 8. Dezember 2020

Standort aufgegeben

Die Überbelichtung, die ihm so gefiel, war ein Indiz, dass die Serie in illegaler Weise durch ein Kind erstellt worden war.
Seit einigen Tagen funktionierte sein GPS-Signal nicht mehr. Und zwar weder auf seinen Spaziergängen noch auf den Ausfahren en vélo. Es ärgerte ihn sehr, aber dann wiederum sagte er sich, dass dies nicht wichtig sei. Seinem über 80 Jahre alter Götti jedoch half es, dass er jeden Tag 10'000 Schritte erreichte, was sein Handy von Apple automatisch im Kalender erfasste.

Donnerstag, 9. April 2020

Nachricht ohne Betreff im Spam gefischt

Dieses Bild ist ein beruhigendes: Auch wenn uns diese Szene bekannt vorkommt, gibt es doch etwas Neues zu entdecken.
Lieber Herr Franke, Super, Sie machen einen hervorragenden Job! Man möchte Ihnen applaudieren wie dem Herrn Koch vom BAG! Leider bin ich sans papiers, habe weder Auto noch Pass, auch kein Bankkonto und kein Mobiltelefon. Eine feste Adresse habe ich auch nicht, da obdachlos. Wäre Paypal eine Möglichkeit oder bevorzugen Sie doch einen Transfer mit Cash? Gerne komme ich persönlich zu Ihnen ins Büro nach Togo, um alles zu klären. Herzlich, Frau Panama Lodge.

Am 18.03.20, 15:18 schrieb Kojo Franke <kojofranke@gmail.com>:
Am 18.03.20, 16:17 schrieb Panama Lodge <panama.lodge@gmx.ch>:
Freund,

Ich bin Herr Kojo Franke. Der Hauptprüfer der Btci Bank Togo
Republic, einer unserer Kunden, war mit seiner gesamten Familie unter
den Opfern eines Autounfalls. Vor seinem Tod hat er ein Konto bei uns
im Wert von 24,7 Millionen US-Dollar (24 Millionen Siebenhundert)
Tausend US-Dollar) in unserer Bank und nach dem Gesetz von République
Togolaise wird nach Ablauf von zehn Jahren, wenn niemand einen Antrag
auf Inanspruchnahme der Gelder stellt, auch eine Frist von einem Jahr
gewährt, bevor das Geld wieder in den Besitz der Regierung von Togo
übergeht . Dieser Deal wird legal von Hand sein. Ich habe Ihre E-Mail
von der Google Mastersuche erhalten.

Mein Vorschlag ist, dass ich möchte, dass Sie als Ausländer als
nächster Verwandter oder entfernter Cousin auftreten, damit wir dieses
Geld einfordern können, damit die Früchte der Arbeit dieses alten
Mannes nicht in die Hände einiger korrupter Regierungsbeamter
gelangen, die wird das Geld später verwenden, um den Krieg in Afrika
zu sponsern und unschuldige Bürger auf der Suche nach politischer
Macht zu töten.

Als ausländischer Partner, dessen Geld auf Ihr Konto überwiesen wird,
haben Sie Anspruch auf 45% des Gesamtgeldes, während 45% für mich als
Moderator dieser Transaktion und 10% für etwaige Ausgaben vorgesehen
sind Einschluss im Verlauf dieser Transaktion. Bitte beachten Sie,
dass es kein Problem geben wird, da meine Bank alle Anstrengungen
unternommen hat, um nach einer seiner Beziehungen zu greifen, aber
alles war erfolglos.

Meine Position als Hauptprüfer in dieser Bank garantiert die
erfolgreiche Durchführung dieser (Deal-) Transaktion. Bitte senden Sie
Folgendes, wenn Sie auf mein Angebot antworten.

1) Ihr vollständiger Name ..
2) Sex.
3) Alter.
4) Land.
5) Reisepass oder Führerschein.
6) Beruf.
7) persönliche Handynummer.
8) Persönliche Faxnummer.
9) Privat- und Büroadresse.

Vielen Dank.
Herr Kojo Franke
Tel.: +22892761559

Samstag, 8. Februar 2020

Wie ich arbeite

Man könnte diesen Schnappschuss als programmatisch betiteln: Es sind Giraffen, und zwar einige, aber man muss nicht.
Google Drive warnt mich seit Wochen und Monaten, dass mein Speicherplatz voll ist. Der Speicherplatz platzt sozusagen, und dies wie gesagt seit Wochen. Mit der Dropbox geht es mir ähnlich, obwohl ich dort gefühlsmässig mehr Daten lagere, es ist noch etwas geräumiger, diese digitale Wolke. Aber im Grunde kann man sich beide diese Ablagen als Scheunen vorstellen, die ein Messi irgendwann einmal kauft und weil sie leer stehen, beginnt er, sie zu füllen. Man könnte statt Scheune auch annehmen, dass Ernst ein Giraffenhaus erbte, das leer stand. Und dass er es als günstigen Lagerraum nutzen, so lange er nicht wussste, was er damit anfangen sollte. Oder aber er hatte eine zündende Idee, wie man Fische züchten könnte, ein Aquarium mitten in der Stadt, ja, im alten Zolli, und schon wäre man beim Anfang einer neuen Geschichte, die aber nichts zu tun hat mit Google Drive.

Freitag, 8. November 2019

Der Ticks mit den Tags und andere Gewitter

Sie war so in ihr Fon vertieft, dass sie nicht hörte, dass der Kellner fragte, ob sie schon fertig sei. Erst als er abgeräumt hatte.
Sie war am Morgen aus Versehen im Dunkeln auf eine Weinbergschnecke gestanden, die wohl zum Briefkasten geschlichen war. Das schadete ihrem Karma sehr und sie hatte einen ganzen Badhairday. Nun setzte sie sich hin, atmete durch und las auf Twitter die wunderbaren Gedichte von Martin Suter.

Montag, 8. April 2019

Innerhalb geordneter Bahnen

Monsieur Dubochet ist für einmal nicht mitgemeint. Aber sein Veloparkplatz ist frei.
Ein Mann übernachtet seit Jahr und Tag einmal in der Woche allein in der Wildnis und führt darüber genau Buch. Manchmal suhlen Wildschweine in seiner Nähe, manchmal kommen Fuchs und Hase.

Donnerstag, 1. März 2018

Dranneblibe, dranneblibe

Montevideo könnte der Himmel auf Erden sein. Aber dafür müsste man in Uruguay das Rad der Zeit zurück schieben.
Es gibt ja diese Fotos, zu denen man gar nicht viel sagen muss. Sie singen sozusagen für sich.

Donnerstag, 18. Januar 2018

Hilfe, ich habe die Kinder geschrumpft

O o o - das lustige ABC hatten wir doch auch schon mal irgendwo gesehen: Schwamm drüber.
Heute haben wir nach einem anstrengenden Schlitteltag alle miteinander den Film «Honey I shrunk the kids» geguckt. Es war sehr lustig und auch ein bisschen gefürchig, aber nicht mehr als nötig.

Dienstag, 6. Juni 2017

«Lappi, tue d'Auge uf»

«Meta Fact Checkers» won't like this: Die Daten links, rechts und oben im Bild stimmen hinten und vorne nicht überein.
Ablenkungsmanöver nennt man in Amerika «smoke screens», und dieser Blogpost ist ein konkretes Beispiel dafür, in der Kommunikationsbranche. Für den anspruchsvollen Leser, natürlich, denn auf den ersten Blick hat nichts miteinander zu tun. Das Zitat im Titel? Irgendöpis. Schweizer Bauernspruch. Der Kalender links? Vom Coiffeur um die Ecke, so what? Und dann dieser Heilige vom 6. Juni, #wtf, ups, da ist mir doch noch ein wüstes Schimpfwort rausgerutscht. Aber keine Sorge, alles in diesem grossen Rätsel hat miteinander zu tun. Wer kennt das Lösungswort?

Dienstag, 21. März 2017

Viel Glück zum Geburtstag!

Doctor Spencer hat bestimmt sehr viel Interessantes heraus gespürt. Man müsste sich Zeit aber nehmen, um zu lesen.
Es gibt nur viele Menschen, die gleich heissen. Jürgen Mohr zum Beispiel oder Michael Meier. Aber es gibt nur einen Rudolf Spencer. Oder hiess er doch Randolph? Roland? Man müsste jetzt das Buch aufschlagen, um es genau zu wissen. Aber dort stünde dann vielleicht nur «Lebensweise-Verlag» drin. Also ist «Dr. R.» vielleicht doch nur ein Pseudonym. Rätselfreunde schalten jetzt ihren sechsten Sinn ein. Den haben ja alle. Oder zumindest jene, die ein Buch lesen können.