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Samstag, 6. März 2021

The Day It Finally Happens

Die Kinder tun, was sie immer tun, wenn Papa sie an die lange Leine lässt: Sie entschwinden ihm und klettern hoch hinaus.
Alien Contact, Dinosaur Parks, Immortal Humans—was ist, wenn das alles wirklich passiert? Der Amerikaner Mike Pearl hat diese und andere mögliche Phänomene durchgespielt. Sein Buch kommt auf meine Leseliste.

Donnerstag, 4. Februar 2021

Post vom Kaiser Franz

Die Verbindung zu meinem Smartfon klappt leider nicht: Deshalb muss dieses schlecht aufgelöste Foto genügen.
Vor einem Jahr bin ich via Jean Ziegler und einen gewissen Journalisten namens Erik über Franz Joseph Wagner gestoplert, den ich bis dahin nicht kannte. Für unsere Schweizer Leser: Er war eine Art Helmut Maria Glogger Deutschlands. Beziehungsweise er ist es immer noch, wenigstens vor einem Jahr war er noch recht vital und viril, man nannte ihn auch Gossen-Goethe und er hatte zeitlebens ein sehr spitzes Mundwerk und kriegte dann auch Plattformen zum Dampfablassen.

Freitag, 18. Dezember 2020

Der Flixbus spricht italienisch

Tags danach stand ein italienisch sprechender Flixbus-Stewart am HB. Er suchte verzweifelt den Bus. Ob er ihn fand?
Rüebli sind gesund. Es ist nichts gegen Rüebli einzuwenden. Aber Bücher sind auch gesund. Die muss man jedoch lesen, nicht essen. Dann geben sie Kraft, Hoffnung und Lebensfreude.

Montag, 27. Juli 2020

Die Verweiblichung des Schreibens

Es erschliesst sich mir im Moment des Betextens nicht mehr, wieso dieses Foto hier auftaucht. Wer sind die netten Leute?
Die Erwerbsquote der Frauen und Männer gleicht sich mit jeder Generation etwas mehr an. Mehr als drei Viertel der Millennial-Mütter nehmen am Arbeitsmarkt teil, während die Erwerbsquote der Babyboomerinnen mit Kindern unter fünf Jahren 50 Prozent betrug. Die Mordrate ist aber ähnlich.

Sonntag, 31. Mai 2020

Die Binswangerzweige

Einen Moment hatte er Heulkrämpfe gehabt. Tags darauf, nach dem Durchatmen, hätte er um ein Haar den Tagi gekauft.
Von der Familie Binswanger gibt es viele weltliche und kirchliche Würdenträger. Darunter sind Ökonomen und auch Geisteswissenschaftler. Das Buch «Sinnlose Wettbewerbe» von Mathias Binswanger wurde mir empfohlen und ich habe es mir besorgt. Der Titel ist sehr vielversprechend, die These gut, die Schreibe süffig. Trotzdem bin ich bei der Lektüre leider steckengeblieben. Das kann vorkommen, bei der Vielzahl von Büchern, die auf dem Markt sind, Überschwemmungsartig.

Freitag, 3. April 2020

Aufstand im Gasometer


Der eine sieht hier einen Käfer und einen Bus. Andere sprechen von Schweinen und wieder andere sehen Hühner wandern.
Yankee-Sepp machte einen Aufstand im Gasometer. Er grüsste die Katze im Busch, während die Viren in der Rauchpause vom Dach herab lungerten. Sepp schlurrgte zum Aschenbecher und war froh, dass er süchtig war. Nach Literatur.

Donnerstag, 6. Februar 2020

Denkt doch einmal an die Onkel!

Notenspass: Was wir über dieses Bild wissen ist a) dass es geklaut ist und b) dass es im Jahr 1933 aufgenommen wurde.
Wolf Schneider, der unermüdliche Papst der deutschen Sprache, hat eine neue Streitschrift publiziert, ein dünnes Büchlein, aber man möchte es kaufen, denn es trägt den schönen Titel: "Denkt endlich an die Enkel!". Man könnte ihn mit nur einem Buchstaben verhunzen, aber wir wollen das unterlassen.

Mittwoch, 5. Februar 2020

Winde im Raum Rotkreuz

Kanns geben: Grund für die Verspätung war heute ein Kondukteur, der auf dem Geleise 7 Kopfstände und das Kalb machte.
Der Matula ist eigentlich Franz Josef. Und der Kaiser der Volksschriftsteller ist Katholik, Kettenraucher und ja, auch Porscheefahrer. Deshalb bin ich auf ihn gestossen, heute Morgen auf Twitter. Und weil Erik im Literaturhaus das gleiche Buch wie ich ausgeliehen hatte. Aber das ist eine andere Geschichte. Franz Josef Wagner also schrieb mehrere Bücher, und das erste wollten wir lesen, weil es ihm seinen ersten Porsche und seine Unabhängigkeit finanzierte, immer gemäss dem Interview in der Baz. So.

Dienstag, 26. November 2019

Leseratten nerven nicht, sie zehren nur daran

Fleisch, mit Wolle nachempfunden: Diese echte Charcuterie-Garderobe ist aus einem Buch von Ruedi Widmer entsprungen.
Das Journal de Genève würde wohl nicht so unflätige Verunglimpfungen drucken, die vor einem Jahr in der Sonntagszeitung die Runde machten. Ein Grund ist, dass das Journal de Genève eine französische Publikation ist. Persönlich finde ich aber diese lustige Kritik voll auf der Höhe ihres Gegenstands, der ollen Bestsellerautoren. Der schönste Zwischentitel: Kohärenz geht flöten.

Dienstag, 23. April 2019

Memuarnotar sollte sein Inserat schalten

Pelham krallte sich die Bohne und dachte keine Sekunde daran, ob er sich am Morgen die Waden rasiert hatte oder nicht.
Im Netz der Gewalt hiess mal ein Buch, das im Büchergestell meiner Jugend stand. In meiner Erinnerung ist es ungelesen, nicht zuletzt deshalb, weil das Cover und der Titel so reisserisch gestaltet war, dass mich der Inhalt abschreckte. Als Kind war ich eben wohl eher ein zartes Gemüt.

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Philipp Keel in der Zeit zu Dürrenmatt zitieren

Das Bild erinnerte ihn an der Legendenspiel im Fussballmagazin Zwölf sowie an ein Physikbuch, das er einst gekauft hatte.
Philipp Keel, der den alten Friedrich Dürrenmatt in seiner Bibliothek in Neuchâtel fotografiert hatte, ist heute Verleger des Diogenesverlags. In Interviews sagt er sehr erfrischende Sätze, die periodisch in der Zeit erscheinen, etwa den folgenden: "In dieser überforderten Ära bleibt für gewisse Dinge scheinbar keine Muße mehr. Lesen gehört leider dazu." Die Geschichte von Lisa «follow the» Christ ist aber eine ganz andere.

Samstag, 17. November 2018

Handelbare Ware

Die Belegschaft hat selbstverständlich profitiert. Aber sie musste sich einfügen.
Die Industrialisierung war kein Zuckerschlecken, doch der Patron schaute, dass die Gewerkschaften nicht zuviel Einfluss gewannen. Paradoxerweise hielt er sie sich mit Zuckerbrot vom Hals.

Sonntag, 7. Oktober 2018

Twitter ist nicht so Zenas bevorzugter Kanal

Sieht mans? Augusto wanderte nach Montevideo aus und liess Angela mit drei Kindern zurück.
Wenn die Technik der Bilokation 1899 schon marktreif gewesen wäre, hätte Augusto wohl kein Dilemma gekannt. Er hätte als Mechaniker an der Südamerika teilnehmen können und gleichzeitig seinen familiären Verpflichtungen in Luzern nachkommen. Aber damals ging das halt nicht beides.

Mittwoch, 2. Mai 2018

Das Durcheinander mit den Schubladen

Eine gute Frage, die mir der gefuchste Browser heute wieder stellt. Soll ich oder soll ich nicht? Sina singt den Soundtrack.
Kollege Bücherfranz ist ein Bücherwurm mit diversen Macken. Bevor er Bücher entsorgt, registriert er sie im Internet, damit sie nicht verloren gehen. Und jede Seite Lesefortschritt wird dagegen penibel notiert. Das passiert jedoch in einer anderen Schublade, die bei Gelegenheit gezogen werde.

Donnerstag, 8. Februar 2018

Das Büro in den Wolken

Selbst für den Schreibenden dieser Legende ist der Zusammenhang für einmal nicht ersichtlich. Sei's drum, die Geste zählt!
Der Digitalisierung kann sich niemand entziehen. Das ist aber nicht mit Defaitismus gleichzusetzen, im Gegenteil. In irgendeiner Nische des Himmels gilt es, die freie Steckdose zu finden. Plug & play!

Montag, 30. Oktober 2017

Die zündende Idee für Basel

Eine Frage der Perspektive: Manchmal ist es schon schwierig zu bestimmen, auf welcher Seite die Bekloppten sind.
Früher gab es in der Schweiz Wirtschaftseliten, heute werden Manager importiert und dann wieder in den Sack gesteckt, wenn sie keinen Erfolg haben. Kann man alles nachlesen. Ohne Witz.

Freitag, 5. Mai 2017

Jean vs. Christoph

Man könnte meinen, die zwei sässen oft an einem Tisch. Aber dieses historische Foto ist eine Rarität im Internet.
Beide sind Vertreter der Classe Politique, einer links, der andere rechts aussen. Beide sind im Ausland populärer als in der Schweiz. Und beide sind Pfarrerssöhne. Ziegler ist zwar ein paar Jahre älter als Blocher, sieht aber jünger aus. Aber vielleicht ist der grösste Unterschied zwischen den zwei Intellektuellen, dass der eine kaum Schriften publiziert, der andere sehr viel. Und über beide Figuren wurde kürzlich ein unkritischer Dokfilm gedreht, um dem «Phänomen» auf die Spur zu kommen. Ich habe beide Filme nicht gesehen, aber könnte mir vorstellen, dass eine Parallelmontage der beiden Filme sehr lustig werden könnte. Unautorisiert natürlich. 

Sonntag, 30. April 2017

Drei Eulen am Flohmarkt

Was gucken die so? Sie halten nur Ausschau nach einem Schnäppchen, nichts weiter.
Geniessbaren Griechischer Wein gibt es wohl nicht am Flohmarkt. Aber wer weiss, man müsste es probieren. Heute aber wollen wir wieder mal an den Flohmarkt gehen, denn der ist ja jeden Samstag, immer am gleichen Ort. Manchmal findet man Sachen, die man gar nicht sucht. Sogar sehr oft, wenn nicht immer. Aber das passiert einem ja auch bei jedem besseren Buch, das man in die Hand nimmt.

Freitag, 31. März 2017

Gefühlswelten im Rittersaal

«Mir gönd i d Badi»: Dieses Foto spuckt Google aus, wenn man nach dem Buch mit diesem Titel sucht.
Heute Abend wäre ich an einem Ritterfest im Schloss Rapperswil zur Tafel geladen, wo ich leider verhindert bin. Dabei gibt es sogar einen Teaser auf Youtube, der das literarisch-poetische Event anpreist. Wenn jemand sich an meiner Statt spontan ins Schloss schleichen möchte, so sei ihm das Codewort verraten, das holden Fräulein und edlen Knappen an der Pforte Einlass gewährt: «Bücherspatz!»

Sonntag, 26. März 2017

Buntes Treiben zwischen zwei Deckeln

Schall und Rauch: Dieses ikonische Foto von Migrosgründer Dutti hat rein gar nichts mit dem Text des Tages zu tun.
«Heirassa!» heisst das neue Buch vom Frölein Da Capo aus Willisau. Es ist im Knapp Verlag erschienen und mehr muss man für einmal gar nicht sagen. Nur noch kurz und knapp: Die Newsletter vom Frölein sind auch jedesmal die Lektüre wert und entschädigen für unzählige verpasste Auftritte. Im Fall.