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Donnerstag, 11. Juni 2020

Man kann nicht alles haben

Der Artist und sein Musen «Souvenir d'Agoston» Studioaufnahme vor gemaltem Hintergrund Foto: Jakob Schneebeli, 1875
Marco pflegte ab und zu zu seinem alten Hund zu sagen: «Man kann nicht alles haben, Bello, aber man kann alles NICHT haben.» Der Hund tat so, wie wenn das für seine Lampenohren nichts Neues wäre.

Montag, 2. September 2019

Der erste Arbeitstag auf dem Amt für Versager

F. D. ganz bei sich: Der junge Fotograf von damals ist heute selbst ein grosser Verleger.
Markus trat unbeschwert wie immer ans Mikrofon, die Mundlippen gespitzt und die Zunge gewetzt. Er war ja ein Beduine und insofern immun gegen alle Anwürfe von Schmeissfliegen. Mit einer gewissen Süffisanz ignorierte er die Kritik, welche die alte Tante ihm gegenüber äusserte, wegen den vielen peinlichen Rügen des Presserats während seiner Amtszeit. Die Serie sei kein Ruhmesblatt für den scheidenden Chefredakteur, monierte die NZZ. Markus war damit so mittel einverstanden. Er hatte deswegen zwar einige schlaflose Nächte, aber andererseits hatte er ja nun auch wieder einen Job. Jedenfalls meinte er das. In Wahrheit war es ein von Tamedia inszeniertes Theaterstück.

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Philipp Keel in der Zeit zu Dürrenmatt zitieren

Das Bild erinnerte ihn an der Legendenspiel im Fussballmagazin Zwölf sowie an ein Physikbuch, das er einst gekauft hatte.
Philipp Keel, der den alten Friedrich Dürrenmatt in seiner Bibliothek in Neuchâtel fotografiert hatte, ist heute Verleger des Diogenesverlags. In Interviews sagt er sehr erfrischende Sätze, die periodisch in der Zeit erscheinen, etwa den folgenden: "In dieser überforderten Ära bleibt für gewisse Dinge scheinbar keine Muße mehr. Lesen gehört leider dazu." Die Geschichte von Lisa «follow the» Christ ist aber eine ganz andere.