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Donnerstag, 25. Februar 2021

Ein Unglück vor 51 Jahren

Jegerlehner war früher da, wo das Lokal zu vermieten steht: Wo er wohl hingezogen ist? Und ob da wieder öper kommt?
Der Vater beschrieb nüchtern, aber eindrücklich, wie es seine Art als Ingenieur war, seine Erfahrung von damals. Aus der Erinnerung. Seine Geschwister konnten dies einordnen, und auch seine Kinder, denn sie wussten, wie er 1970 in den Nachrichten von Radio Schweiz International die Namen seiner verstorbenen Kollegen gehört hate, mit denen auch er im WK gewesen wäre, wenn er nicht mit Auslandurlaub als Entwicklungshelfer-Ingenieur in Nepal Strassen gebaut hätte. Dies alles war sehr mystisch, im eigentlichen Sinne, und hatte im Grunde nichts mit Militär oder Offizieren zu tun.

Montag, 28. Dezember 2020

Alte Muster durchjassen

Dies ist eine Postkarte aus dem Google Album Archiv: Eingescannt, digitalisiert, abgelegt. Man kennt es, aber wer spielt da?
Nun ist Inäbnit von Google ja Anfang Jahr aufgefordert worden, seine Daten zu räumen. Gemeint waren nicht die Kampfstiefel in seinem Keller. Auch nicht die Krawatten, die er sehr selten anzog. Nein, gemeint waren seine digitalen Filmdateien. Denn Inäbnit liebte es, das Wachsen seiner Kinder zu dokumentieren. So gab es lustige Aufnahmen seiner ältesten Tochter im Rhönrad oder Fotos von allen Kinder von den letzten Ferien in Ligurien, die alle miteinander in Minne verbracht hatten. Inäbnit blieb nichts anderes übrig, als die Datein einzeln fein säuberlich abzulegen, anzuschreiben und zu archivieren. Aber da er keinen Zugriff hatte und kein Geld und keine Zeit, fing er nie damit an. Deshalb ist diese traurige Geschichte nun auch schon zu Ende, obwohl sie natürlich weiter geht.

Mittwoch, 16. Dezember 2020

Eulen und Krähen - und dann Peng!

Die Maag Hall ist als Tempel bekannt, in dem Musicals, evangelische Pop-Messen und Zaubershows aufgeführt werden.
Die Geschichte von Vincent van Gogh ist rasch erzählt: Er wurde 37 Jahre alt, war zwei Jahre in Paris, zwei Jahre in Arles und wies sich dann selber in eine Nervenheilanstalt ein, damit er endlich in Ruhe arbeiten konnte. Zwischendurch schnitt er sich einmal ein Ohr ab. Er war einer der produktivsten Maler seiner Zeit, konnte aber zu Lebzeiten nur gerade ein Bild verkaufen. Es hiess der Rote Weinberg und entstand 1888, als er von Paris weg und nach Arles zog. Der Rest ist Legende.

Sonntag, 1. November 2020

Heute sortieren wir alle unsere Tupperware

Sie hatte einen Sprung in den Schüssel. Dass sie aber schon als Mädchen davon träumte, Polizistin zu werden, war schlimm.
Die Ausstiegsseite ist links, war die Durchsage. Pilatus verzichtete für einmal auf einen Kommentar. Aber er dachte sich natürlich seine Sache. Vor allem war ihm das Konzept immer noch nicht klar.

Montag, 7. September 2020

Die Wachküche

Dies ist nur die eine Seite der Postkarte. Auf der anderen Seite steht eine persönliche Nachricht.
Phil erwachte in der Wachküche. Wie aus einem Traum, der in den Antillen der Turks- und Caicos-Archipele spielte. Darin traf er auf maskierte Chirurgen und Bankräuber mit Geldnöten.

Mittwoch, 12. August 2020

We were drunk we were...

Das Konzept beisst sich in den Schwanz, wenn man selber nicht weiss, wieso jetzt gerade dieses Bild verwendet wurde.
In der Rehab traf Amy auf Snoop.Doggy, der mit dem Rennvelo in ihr Zimmer fuhr. Er machte dreimal laut "Wau wau", tat einen tiefen Zug, just in Zug, aus seiner Kifferhymnentüte. Und Amy meinte, er hätte wohl Würmer im Bauch.

Montag, 20. Juli 2020

Selbstzweck zum Nachahmen

Gestern wurde an dieser Stelle eine Unwahrheit behauptet. Wahr ist aber dass James Schwarzenbach gerne ins Ausland flog.
Wer gut schaut, entdeckt auf diesem Bild echte Zebras, in der Weite, neben dem faken Baum, der eigentlich aus Stein ist. Der Professor von gestern war aber nicht jener, den ich glaubte, dass er es sei. Ein Irrtum, Asche über mein Haupt, der hiermit korrigiert wurde, innert 24 Stunden. Schlimmer wäre es, wenn einer sein ganzes Leben lang einem Irrtum aufsässe, etwa das es gälte, auf einem Breitmaulnashorn reitend zu verharren. Und als es fertig ist, merkt er es erst.

Samstag, 8. Februar 2020

Wie ich arbeite

Man könnte diesen Schnappschuss als programmatisch betiteln: Es sind Giraffen, und zwar einige, aber man muss nicht.
Google Drive warnt mich seit Wochen und Monaten, dass mein Speicherplatz voll ist. Der Speicherplatz platzt sozusagen, und dies wie gesagt seit Wochen. Mit der Dropbox geht es mir ähnlich, obwohl ich dort gefühlsmässig mehr Daten lagere, es ist noch etwas geräumiger, diese digitale Wolke. Aber im Grunde kann man sich beide diese Ablagen als Scheunen vorstellen, die ein Messi irgendwann einmal kauft und weil sie leer stehen, beginnt er, sie zu füllen. Man könnte statt Scheune auch annehmen, dass Ernst ein Giraffenhaus erbte, das leer stand. Und dass er es als günstigen Lagerraum nutzen, so lange er nicht wussste, was er damit anfangen sollte. Oder aber er hatte eine zündende Idee, wie man Fische züchten könnte, ein Aquarium mitten in der Stadt, ja, im alten Zolli, und schon wäre man beim Anfang einer neuen Geschichte, die aber nichts zu tun hat mit Google Drive.

Samstag, 1. Juni 2019

Ganz spontan

Das Team der Juve von 1940-1941 passt überhaupt nicht ins Konzept. Gerade deswegen ist es programmatisch passend.
Ärgerliche Texte. Intellektuelle Auseinandersetzungen. Ein Newsticker. Inspiration. Staccato. Eigentlich mache ich ja schon gern ganze Sätze, und so ein Einstieg ist nicht mein Stil. Und was wollte ich sagen? Der Historiker Remo Grolimund ist ETH-Professor und ein kluges Haus. Er mag Philosophen, Musik und kennt sich auch in Memetik aus. Neulich hörte er mit Twitter auf. Man sollte es ihm nachtun.

Freitag, 19. April 2019

Die Schlaumacher vom Veloständer

Ich habe ja angefangen, mein chinesisches Handy so zu tunen, dass es mir nicht mehr jeden Mist anzeigt. Gestern aber war das Stimmgerät für die Gitarre von Wim im Kinderzimmer verschollen, es war unauffindbar. Also musste wohl oder übel im Google Play Store eine App heruntergeladen. Man kriegt auch kostenfrei ganz hübsch designte Tuner dort, aber keine werbefreien natürlich. Die laufen sogar ohne Batterien und tun ihren Dienst genauso wie ein echtes Stimmgerät. Ohne Tuner könnte man sicher auch eine Kindergitarre stimmen, aber dafür müsste man mehr Übung haben und das Ohr dafür. Die Schlaumacher aber sind keine Band, sondern bloss ein Werbeschild an einem Velo, immerhin spielen sie auch im echten Leben.

Samstag, 16. Februar 2019

Diäten, die sich jäten täten

Man sieht es ihnen an: Sie ernähren sich seit Blumengedenken nur von Blütenblättern.
Franziska hat ihre Küchenwaage auf dem Schwarzmarkt verkauft, seit sie mit der rosaroten Blütendiät solchen Erfolg geniesst. Jubel! Nun will sie sich vom Erlös ein stilles Wochenende kaufen.

Donnerstag, 7. Februar 2019

Das Montagabendritual des freien Künstlers

Bots müssen nicht schlecht sein: Sie nehmen auch kreativen Künstlerseelen eine Menge Arbeit ab wie das Ideenschleudern.
Viele Leserinnen und Leser dieses Blogs fragen sich bestimmt, wann denn das Wahljahr erstmals thematisiert werde. Nun, es wird natürlich von Anfang an begleitet und aufgefangen, mit gebotener Verspätung, beginnend mit diesem Posting. Heute hat Gerhard Pfister sich öffentlich von gutmeinenden Kirchenoberen distanziert: Er findet die Trennung von Kirche und Staat cooler als Prediger, die sich in die Tagespolitik einmischen. Die CVP ist also alles noch nicht ganz tot am Start dieses Wahljahrs, möchte man meinen.

Sonntag, 27. Mai 2018

Ö wie Örlikon

Nostalgie included: Einer der Vorzüge Wiens ist der Nachtzug, mit dem man die Stadt von Zürich aus innert Kürze erreicht.
Am 27. Mai öffnete Albert seinen Giftschrank. Er entnahm eine Platte, polierte sie sanft und legte sie auf den Teller. Heute spielte er zwei Singles: Funaki von Christoph & Lollo. Danach Donghua Li.

Mittwoch, 7. Februar 2018

Wider die Nullresonanz

Tiere und Waffen ziehen immer. Aber wie hiess diese sportliche Dame nur schon wieder?
Ein Gebell wird wahrgenommen, ebenso ein Gewehrschuss. Und gegen einen schönen Hut mit Tarnschärpe ist auch nichts einzuwenden, deshalb sind wir für den Moment schon wieder am Ziel.

Montag, 5. Februar 2018

Eine Cumuluskarte für Seneca

Ein pragmatischer Verschwörungstheoretiker könnte auf diesem Bild verkleidete Gringos erkennen. Dem ist nicht so.
Das arbiträre Konzept dieses Blogs ist vielleicht wieder einmal ein paar Zeilen der Erklärung wert. Oder ist das gar nicht nötig?! Im Zweifel sollte man es lieber lassen, dass wussten schon die Stoiker.

Sonntag, 4. Februar 2018

Rauchen im Repair Café

Bei diesem Bild müsste jetzt eine Angabe der Credits stehen, comme il faudrait. Denn es ist nicht so, wie es aussieht.
In der Holzwerkstatt ist das Rauchen verboten, aber im Freilager gibt es seltene Gelegenheiten für Hausführungen im Rohbau. Und eine frisch installierte Badewanne ist als Schlafplatz auch nicht zu verachten. Besser als gar keinen Platz ist es auf jeden Fall - und baden kann man am Morgen auch.

Mittwoch, 24. Januar 2018

Sei ein Poet oder einfach nur ein bot

In Mayon gibt es meines Wissens keine Fischer, schon gar nicht solche, die in der schwarzweissen Ära fotografiert wurden.
Seit leider nicht nur gefühlten sieben Monaten sollte ich endlich alle meine Hüte in einer Reihe aufstellen und beschreiben. Ich bringe es aus Zeitnot einfach nicht übers Herz. Doch sie sind ja da.

Donnerstag, 18. Januar 2018

Hilfe, ich habe die Kinder geschrumpft

O o o - das lustige ABC hatten wir doch auch schon mal irgendwo gesehen: Schwamm drüber.
Heute haben wir nach einem anstrengenden Schlitteltag alle miteinander den Film «Honey I shrunk the kids» geguckt. Es war sehr lustig und auch ein bisschen gefürchig, aber nicht mehr als nötig.

Samstag, 9. Dezember 2017

Wenn der Steuervogt zweimal klingelt

Ausnahmsweise wird unten im Text ein Faden von gestern wieder aufgenommen. Das gilt aber nicht für die Bildlegende.
Die gauss'sche Normalverteilung gilt im Nationalrat wie im Literaturbetrieb. Eines von zehn Büchern ist super, eines von zehn grottenschlecht. Aber nur weil zwei gleich heissen, muss das gar nichts heissen. Der eine hat sich der Kunst verschrieben, der andere der Politik. Aber welcher ist es, der da klingelt? Man weiss es erst, wenn man die Türe öffnet. Und dann ist es möglicherweise zu spät.

Freitag, 24. März 2017

mit gebührender Dramatik

Diese Bildlegende ist für einmal völlig vörig, weil das Foto des Plakats für sich spricht.
Fragt sich der Leser eigentlich beim Lesen, wieso er das liest? Natürlich nicht, niemals. Und in diesem Sinne ist dieser Text auch eine Zumutung. Vielleicht sogar eine Frechheit, aber wenigstens für einmal nur eine fadengrade, kurze.