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Dienstag, 16. März 2021

Selbsthilfe im Schülergarten

Das Internet hat auch gute Seiten: Man kann sich austauschen im Homeschooling.
Pierre schuftete von früh bis spät. Als er aufhörte zu rauchen, nach 20 Jahren, begann er zu trinken. Zudem hatte er sein ganzes Leben lang Affären, seriell. Deshalb stellte ihm seine Frau ein Ultimatum. Als er seinen Sohn zum letzten Mal sah, umarmte er ihn, obwohl er müde war. Eine Woche später war er tot.

Mittwoch, 10. März 2021

Laisser faire

Dino und sein Freund Trabi tanzten die ganze Nacht und mitunter bis weit in den Morgen. Trabi war unersättlich und Dino ein bisschen Coco, aber sehr gummig.

Donnerstag, 13. August 2020

Pappenquatsch und Ping Pong

Wenn Entscheidungen anstehen und im 2. Stock ein Fenster offen steht: "Um die Pappe brauchst du dich nicht zu kümmern."

Sebastian Krämer ist Forrest Gump. Ihr gemeinsamer Flötenlehrer macht gern Auslegeordnungen und ungern Entsorgungen. Aber wenn er ehrlich ist, entsorgt er fürs Leben gern. Gestern tat er eine Reihe von DVDs raus, um Platz für neues Filmmaterial zu schaffen. Darunter der Trickfilm: "Alles steht Kopf".

Dienstag, 15. Oktober 2019

Die Arroganz der jungen Einkindeltern

Ein Pirat aus Hamburg: Nun ist immerhin auf der Bildebene der Link zum Kulturkreisposting gegeben.
Eine laute Kinderschar, zugegebenermassen etwas ungezogen und aufgezogen, isst um 19 Uhr an einem lauen Herbstabend auf der Terrasse am Tisch mit Eltern und Grosseltern in einem Ferienland des Südens. Es wird gelacht, es werden Hampelmänner vorgeführt, es herrscht allgemeine Ferienstimmung. Die neu eingezogenen Nachbarn aber, von weit im Norden angereist, mit einem Kleinkind, reklamieren vorsorglich schon um 19 Uhr. «Geht es ein bisschen leiser?», sagt der Herr freundlich. Zwei Tage später wiederholt sich die Szene. Nur sagt er diesmal, immer noch sehr schüchtern: «Ein bisschen weniger laut bitte.» Sein Einwurf wird mit Unverständnis und Empörung aufgenommen. Wobei die Nachtruhe schon mit Riesenschritten herbei pirscht, aber das Dessert noch nicht einmal aufgefahren ist. Um 20 Uhr ist Ruhe in der Kiste, so verlangt es das spartanische Regime seit Menschengedenken, weil die Eltern auch noch etwas Zeit haben wollen. Nebenan ist es in der Zwischenzeit auch gelungen, das Baby schlafen zu legen. Offenbar, denn nun trudeln die Gäste ein, die in forciertfröhlicher Runde die Feriensiedlung bis weit nach 22 Uhr beschallen. Der nette Herr wollte also wohl nur dafür das Terrain bereiten.

Donnerstag, 15. August 2019

Velotour zu den Dinosauriern

Es kommt nicht oft vor, dass einem beim Spazieren im Wald ein Dinosaurier über den Weg läuft. Aber uns ist es passiert.
Der Feiertag Marià Himmelfahrt hat ja den Vorteil, dass sein Datum nicht hin und her hüpft wie eine nervöse Schwalbe. Deshalb kann man lange im Voraus planen, was man dann tut. Wir sind gespannt!

Dienstag, 6. August 2019

Morgen für einmal eine andere Diät antreten

Ist Andrea Mustermann eine Frau oder ein Mann? Möglich ist beides, aber sie oder er hat es auf jeden Fall geschafft.
Andreas Aura überstrahlte alle. Weltweit, selbst in ihrem engsten Umkreis befiel die Liebsten ein Schatten. So grell strahlte ihre Aura. Und so kontrastreich schien allen anderen die Diskrepanz.

Montag, 5. August 2019

Das Flussbad Letten hat bis 20 Uhr offen

Der Kinderzirkus Robinson ist vor allem ein Elternnetzwerk: Hier treffen sich Freiwillige im Dienste ihrer Künstlerkids.
Schorsch studierte eine Stunde lang, ob er spontan noch bis nach Köniz fahren sollte, er rechnete mit einer Fahrzeit von 5 bis 6 Stunden. Oder sollte er sich einen kühlen Schwumm im Fluss gönnen? Dann war die Badi zu und er entschied sich, kurz in den Oberen Letten zu hüpfen. Ohne Badehose.

Sonntag, 21. Juli 2019

Die Gleichzeitigkeit des Jetzt

In der Fiktion ist vieles einfacher als in der Realität: Bitcoins polieren beispielsweise kann man auf Youtube lernen.
Paul schaute sich stundenlang ein Lernvideo an, in dem gezeigt wurde, wie man aus Nichts Gold waschen könne. Da das Video nur 3 Minuten dauerte, kam es einer Endlosschlaufe gleich.

Samstag, 20. Juli 2019

Ein ausgeliehenes Leerbuch

Heute habe ich einen Autofriedhof im Quartier fotografiert, direkt neben den Gärten der Brache. Das Bild ist verschollen.
Wenn man zurück in die guten alten 70er-Jahre hüpfen könnte, wo es zwar schon Kinos gab, aber noch kein Internet auf dieser Welt, dann würde man eventuell viel eher als verrückt erklärt, wenn man mit sich selbst Termine für die Lektüre eines Ferienbuchs vereinbarte. Andererseits war das Reisen damals viel beschwerlicher als heute.

Montag, 15. Juli 2019

Zwei Routen, um vom 100. ins Tausendste zu geraten

Werbung im Sportzentrum der ETH: Lass dir dein Lehrbuch sponsern!
Bobbie überlegte geschlagene zwei Stunden lang, ob er im Sommer in den Alpstein faulenzen soll oder doch eher eine nette Stadttourismus-Safari mit Schokoladenmuss in Berlin buchen sollte. - 

Mittwoch, 10. Juli 2019

Radikales Design

Dieser schnittige Anhänger ist von Radical Design. Er wurde im Land der Radfahrer entworfen, natürlich in Holland.


Nun gut, das mit diesem Rahmen drumherum gefällt mir zwar nicht, aber es ist nun mal nicht zu ändern. Leider. Die besten Bilderbücher sind zwar vergriffen, doch dank dem Internet erhältlich. 







Mittwoch, 22. Mai 2019

Mein Mailpal heisst Hades

Die Autonummer müsste man natürlich verpixeln, rein aus Datenschutzgründen, aber der Besitzerin ist es herzlich egal.
Die Besitzer stellten ihre Barke auf Stelzen und gaben ihr den Namen P21. Die einzige Regel an die Nachbarskinder lautete: Nicht berühren! Sonst würde die Gefahr bestehen, dass einem Kind das Schiff auf den Kopf fällt. Das war aus versicherungstechnischen Gründen, rein rechtlich, auszuschliessen. Im übrigen sollte das Böötli morgen gewassert werden, hiess es.

Mittwoch, 10. April 2019

Emailverbot und Appsperre

Kindern im Sportlager erhalten ein Telefonverbot: Ihre Eltern können ihnen schreiben, aber sie dürfen nicht anrufen.
Heute hat Oliver eine Nachricht von seinem Chef erhalten, er solle doch bitte während seinen Ferien keine Emails lesen. Oliver musste schmunzeln, aber er zweifelte keinen Augenblick daran, dass das PS ernst gemeint war. Schliesslich hat man ihm ja auch verboten, seine Tochter im Lager anzurufen.

Donnerstag, 28. März 2019

Was tun Sie eigentlich in den Ferien?

Das dicke Kind rechts aussen hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem amerikanischen Präsidenten. Das Kotzen passt dazu.
«Ich bin Lehrer und Vater von zwei Kindern (3 & 7). Nun wünsche ich mir nichts sehnlicher als eine Auszeit von aller Jugend. Kommen Sie mit mir weit weg in die Ferien?» Walter A. aus L.

Paulo Zedmic: Ich würde ja gerne, aber ich bin leider schon verplant. Da das Hallenbad und der ‹Nebelspalter› über den Sommer zu sind, profitiere ich von verlängerten Ferien. Ich habe eine Pokerreise nach Las Vegas gebucht, dann eine Fastenwanderwoche im Kanton Schwyz und ein theologisches Seminar in einem Schottenkloster.
Da will ich meine moralische Verfassung etwas stärken, man verbraucht ja so viele Nerven mit den Kindern. Ausser mit meinem jüngsten Spross, von dem schon lange nicht mehr die Rede war. Denn er ist mittlerweile ein gutes halbes Jahr alt und so pflegeleicht und ruhig, die ganze Zeit – ein einziger Bébé-Schatz! Davon träumt jeder Erzieher. Er liegt und lächelt tagein, tagaus.
Er bewegt sich nur minim, das hat er wohl vom Vater. Sonst ist er zufrieden, wenn er seinen Brei kriegt. Ich bin sehr gespannt, wie er auf die Diät beim Fastenwandern reagiert. Für mich kann sich der zusätzliche Ballast nur positiv auswirken. Den Kleinen nehme ich natürlich überall mit, auch nach Las Vegas und ins Schottenkloster. Ich habe mir extra aus dem Nebelspalter-Güsel-Sammelwagen einen Babyrucksack gebastelt. Die Gambler werden denken, ich hätte das Ding beim Spiel gewonnen. Die Theologenkollegen werden mich für Christopherus halten.
Katastrophe in Kalabrien
Alles hat seinen Preis. Solène (3) ist schwer eifersüchtig auf ihren kleinen Halbbruder. Sie kommt ja bald in den Kindergarten und war noch nie mit mir in den Ferien. So ist das Leben. Solène verbringt die Ferien wie alle anderen Zöglinge bei ihrer Mutter. Nur ein Mal bin ich ja mit allen meinen damals vier Kindern in die Ferien gefahren, nach Kalabrien – eine Katastrophe. Ich schwor damals zu Poseidon: Das mache ich nie mehr.
Es fing schon auf der Fahrt an, wo die Bälger mir in schöner Mikado-Reihenfolge das ausgeliehene Auto vom Nachbar verkotzt haben. Ich musste in Kalabrien einen Esel schlachten, um die Ledersitze neu zu beziehen.
Das war aber auch der einzige Spass in zwei Wochen Stressferien. Nach zwei Tagen band ich am Strand alle mit einem Seil zusammen, damit sie nicht ins Meer sprangen. Trotzdem verbrachte ich weitere Tage damit, plötzlich fehlende Zöglinge zu suchen. Sebastian stellte den einheimischen Mädchen nach und Louis versteckte sich zwei Tage lang grundlos und spurlos. Ich fand ihn dann kurz vor der Heimreise zufällig in der Gelateria, wo er gemütlich in der Eisablage gelegen hatte. Er war ja schon als Baby ein Phlegma. Seither gehe ich allein in die Sommerferien beziehungsweise nur mit dem unproblematischen Babybub am Rücken. Sorry, Walter.
Grande Finale
Ich freue mich riesig auf die Ferien, da ich sonst viel zu wenig Zeit für meine Hobbys habe. A propos: Ich wurde ja eben noch für eine DJ-Tour nach Malaysia eingeladen. Aus heiterem Himmel! Da gebe ich natürlich gern nochmal zwei Ferienwochen drauf und riskiere sogar, später als meine eintrudelnden Zöglinge zu Hause zu sein. Wenn man weit weggeht, kann man immer Flugstreiks geltend machen und ein paar Tage Verantwortungslosigkeit rausschinden. Was bleibt den Müttern anderes übrig, als das Kind eine zusätzliche Woche zu betreuen? Es ist ja schliesslich auch ihres.

Paulo Zedmic (42) hat auch ein Diplom als Ferientechniker. Seinen schönsten Urlaub verbrachte er auf Madagaskar, wo er sich als Portier im königlichen Harem verdingte.

Freitag, 11. Januar 2019

Enthusiastische Finanzlochplanung

Das Goldene Herz 2019 geht an diese beiden freundlichen Staatsmänner: Mao (links) und Xi (rechts) werden es richten.
Profis stürzen sich gern prozyklisch ins Januarloch und brechen sich schon im Q1 oftmals einige Knochen. Amateure aber mit Sinn für die Bremsgesetze tätigen Anfang Jahr ganz unbeschwert Ausgaben, da das Budget im jungen Jahr noch einige Risiken verkrafen mag. Skiferien etwa.

Dienstag, 6. November 2018

Was wäre schöner als im Düsenjet nach Portugal zu fliegen?

«Holloway still» steht da , als Legende, das ist die einzige Bildinfo, die ich habe: Aber ist der Urheber gemeint oder der Ort?
Wird die Welt unserer Kinder grüner sein als die von heute? Warum fahren alle Auto und fliegen im Flugzeug in die Ferien, wenn wir doch wissen, dass die Abgase die Erde zerstören? Nur weil es so billig ist und Geiz geil? Nun, die letzte Frage war jetzt eine zu viel, typisch Erwachsene, aber die ersten zwei wurden mir so ähnlich gestern Abend gestellt, von einem 9-jährigen Mädchen, das keine billigen Antworten zulässt. Sonst kann sie nämlich nicht schlafen, aber sie muss und soll ja. 

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Der Sommer ist schon fast vorbei

Die Seeschlange im Vierwaldstättersee ist leider verhungert, weil sie als Dynosaurier unter den Vögeln viel zu langsam war.
Die Hierarchie der Futterkette kennt keine Gnade. Hätte, hätte, hätte das andere Ende der Futterkette vor dem lätzen gestanden, so würde die Seeschlange nicht augestorben werden worden sein.

Montag, 1. Oktober 2018

Ob man dazu ein Gedicht schreiben sollte?

Ein Pferd sieht aus wie jedes andere: Doch dieses hat immerhin für den Fototermin weisse Socken angezogen.
Von Baden gen Brugg gallopierend stolperte Bernd das Brot, prompt über einen römischen Meilenstein, den er für eine Goldwand hielt. Pech für d'Schwiz! Doppeladler nochmal!

Freitag, 10. August 2018

Was für ein Kinderzirkus

Damals lag die Zukunft noch vor ihnen: Die Mamme mit Otto und Hermine.
Tortellini hiess der Kinderzirkus in der Innerschweiz, und sein Kollega Mugg hat eine Bettstadt in Betschwanden. Wo genau dieses Zeltdorf allerdings liegt,  blieb für lange Zeit ein Rätsel.

Samstag, 4. August 2018

Filme leben von ihren Protagonisten

Aktionismus ist relativ einfach: Klicke hier, klicke dort, gib deine Kontonummer ein. Und schon gehts los! Juhui! Jupidu!
Léa hatte in den USA studiert, ein Austauschjahr mit 17 Jahren. Deshalb musste sie ihr Leben lang lächeln, wenn jemand den amerikansichen Ausdruck "Funraising" für das Betteln verwendete.