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Donnerstag, 18. Juni 2020

Die Entfremdung der Orchidee

Nebenan war eine aus Plastik, die fast ebenso gut aussah. Aber diese hier war echt und es war eine Blütenpracht, fürwahr.
Er musste Kerzen kaufen. Denn er mochte Kerzen. Und er hatte einen schönen Kerzenständer erhalten. Die Muschellampe, das weibliche Element in seinem Zimmer, hatte er dagegen aussortiert. Nicht, ohne zuvor drei kleine Velolampen auszutesten, die alle drei mittels Kurzschluss sofort zerbarsten. Es war ein Zeichen.

Freitag, 21. Februar 2020

Die Antwort von Radio Eriwan ist fällig

Lo Bennotto rennbereift und rennbereit: Heute habe ich einen profillosen Pneu aus dem Keller entsorgt. Die Skischuhe nicht.
Vor einem Jahr ist mir eine Kleinanzeige in der Woz ins Auge gestochen, die mit einer "Frage an Radio Eriwan" eingeleitet wurde. Unterdessen sollten die Werberin und ihr Anwalt eine Bleibe gefunden haben. Ebenso ihr Trottinettfahrer ein eigenes Zimmer, der aber mittlerweile 4 Jahre alt ist.

Sonntag, 21. Juli 2019

Die Gleichzeitigkeit des Jetzt

In der Fiktion ist vieles einfacher als in der Realität: Bitcoins polieren beispielsweise kann man auf Youtube lernen.
Paul schaute sich stundenlang ein Lernvideo an, in dem gezeigt wurde, wie man aus Nichts Gold waschen könne. Da das Video nur 3 Minuten dauerte, kam es einer Endlosschlaufe gleich.

Freitag, 5. April 2019

Es geht nichts über persönliche Kontakte

Welchem dieser netten jungen Männern würden Sie Ihre Wohnung zur Untermiete anvertrauen? (Frage für einen Freund)    
Ich weiss nicht, ob es diese lustige WG auf Youtube noch gibt. Aber die jungen Leute haben das schon richtig gut gemacht, auf ihre eigene Art. Eine andere Pointe wäre natürlich gewesen, wenn nur einer der drei ausgezogen wäre. Dann hätten sie auch wieder genug Platz gehabt. Ich selbst bin etwas älter als die Protagonisten, aber manchmal nicht viel weiter, könnte man meinen. Nachdem wir alle wissen, wie der Brexit ausgegangen ist, dürfte aber auch die Zukunft des Schreibgartens mittlerweile klarer sein. Die Adressänderung kommt aber erst nach dem Vollzug. A propos: Weiss jemand, ob Globi immer noch auf dem Meeresgrunde weilt?




Donnerstag, 21. Juni 2018

Pfarrer Meier kriegte wohl kein Foto

Wenn sie nicht den Rochensäbel unter dem Arm geschleppt hätte, hätte ich sie nicht erkannt.
Katholiken sind ein lustiges Volk. Meienberg war einer, Kapitän Schmitteinander sowieso, nun also auch Fagetti, der Sprengkandidat. Ich habe für alle grosses Verständnis, da ich 1984 auf der Allmend war. Am Autosalon dagegen war ich noch nie. Und für den Papst ist mir dieser Weg doch zu weit.

Freitag, 15. Juni 2018

Sport, Rauch und Musik

Man muss nur einmal die Gesichter sehen, um zu realisieren, wie unverwöhnt die Menschen im Jahre 1994 noch waren.
Die Sucht war gross. Aber die Perspektive des Leidens ebenso. Bestenfalls bliebe er Trivialliterat, dachte Paulo. Dann spickte er seine letzte Zigi weg, um fortan wie Franzikus von Assisi zu leben.

Dienstag, 12. Juni 2018

Dem Gärtner gedankenscheu eins auf die Nuss geben

Da fahren nun auch zweisschneidige Erinnerungen mit. Und auf der von uns abgewandten Seite sitzt Marx am Fenster.
Am Woz-Kolumnisten Stefan Gärtner mag ich drei Äusserlichkeiten sehr: 1. Die Stirnrunzeln. 2. Die sehr deutsche Selbstbeschreibung. 3. Die undeutsche Nonchallance. Zudem ist Gärtner Woche für Woche sehr komisch und dabei keineswegs unflätig. Es sei denn, es geht gegen Trottel.

Mittwoch, 21. März 2018

Die Richterin und das Ohä

Boccia müsste man natürlich neben Golf und dem Velofahren auch erwähnen unter den Sportarten, wo Rauchen erlaubt ist.
In der Woz las ich neulich einen Text über den bösen, guten Riesen Dutti, der ja als Stumpenraucher und Millionär zeitlebens für die Hausfrau eintrat. Sein Waschmittel hiess Ohä. Wenn man historische Persönlichkeiten auch nominieren könnte, würde ich Dutti jederzeit als Helden des Alltags wählen.

Montag, 12. März 2018

Fasse Tritt, aber fall nicht aus dem Trott

Ausgeraucht: Nach ihrem Misstritt setzte sich Samara an die Wand und beschloss, endlich mit dem Rauchen aufzuhören.
Bürgerliche Vorbilder wie der linksextreme Kolumnist S. G. (BRD) haben schon schwarz auf weiss festgehalten, was mir heute zu Ohren kam: Jemand schalte den Fernseher nur noch ein, wenn eine Kochsendung oder ein Krimi komme. Also wenn der Löffel zum Mund geführt oder aber abgegeben wede. Alles andere scheint mir hinfällig, obwohl natürlich eine Zigarrensendung schon läss wäre.

Mittwoch, 28. Februar 2018

Heisst es Schärfchen oder Schiffchen im Trockenen?

Das ist im Fall ein Sammelspiel: Der Disclaimer des Millionenloses gilt auch für nicht ganz unsexistische Jasskarten.
Twitter ist ja manchmal sehr hochstehend. Vor allem Oberlehrer sind da weit verbreitet, aber auch sehr viele treue Leserinnen und Leser, zumeist hochgebildet und in der Masse stark und schnell. Es sind teilweise die gleichen Leute, die den Qualitätszeitungen fehlen, wie dieses Beispiel zeigt.