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Samstag, 22. Mai 2021

Türe schletzen, Hände waschen

Wahnsinn in seiner reinsten, weissen Form, frei nach Albert Einstein: Nichts ändern und hoffen, dass alles gut kommt.

Deine weisse Wäsche im Tumbler
Meine Lappen und Wife beaters gemischt
Mit Sudel Edes Fantasien
In der Waschküche

Stummgeschaltet
Wim hört alles über Salz
Küche aufräumen
ZOPFTEIG GEHEN LASSEN

Montag, 28. Dezember 2020

Alte Muster durchjassen

Dies ist eine Postkarte aus dem Google Album Archiv: Eingescannt, digitalisiert, abgelegt. Man kennt es, aber wer spielt da?
Nun ist Inäbnit von Google ja Anfang Jahr aufgefordert worden, seine Daten zu räumen. Gemeint waren nicht die Kampfstiefel in seinem Keller. Auch nicht die Krawatten, die er sehr selten anzog. Nein, gemeint waren seine digitalen Filmdateien. Denn Inäbnit liebte es, das Wachsen seiner Kinder zu dokumentieren. So gab es lustige Aufnahmen seiner ältesten Tochter im Rhönrad oder Fotos von allen Kinder von den letzten Ferien in Ligurien, die alle miteinander in Minne verbracht hatten. Inäbnit blieb nichts anderes übrig, als die Datein einzeln fein säuberlich abzulegen, anzuschreiben und zu archivieren. Aber da er keinen Zugriff hatte und kein Geld und keine Zeit, fing er nie damit an. Deshalb ist diese traurige Geschichte nun auch schon zu Ende, obwohl sie natürlich weiter geht.

Samstag, 8. Februar 2020

Wie ich arbeite

Man könnte diesen Schnappschuss als programmatisch betiteln: Es sind Giraffen, und zwar einige, aber man muss nicht.
Google Drive warnt mich seit Wochen und Monaten, dass mein Speicherplatz voll ist. Der Speicherplatz platzt sozusagen, und dies wie gesagt seit Wochen. Mit der Dropbox geht es mir ähnlich, obwohl ich dort gefühlsmässig mehr Daten lagere, es ist noch etwas geräumiger, diese digitale Wolke. Aber im Grunde kann man sich beide diese Ablagen als Scheunen vorstellen, die ein Messi irgendwann einmal kauft und weil sie leer stehen, beginnt er, sie zu füllen. Man könnte statt Scheune auch annehmen, dass Ernst ein Giraffenhaus erbte, das leer stand. Und dass er es als günstigen Lagerraum nutzen, so lange er nicht wussste, was er damit anfangen sollte. Oder aber er hatte eine zündende Idee, wie man Fische züchten könnte, ein Aquarium mitten in der Stadt, ja, im alten Zolli, und schon wäre man beim Anfang einer neuen Geschichte, die aber nichts zu tun hat mit Google Drive.

Freitag, 8. November 2019

Der Ticks mit den Tags und andere Gewitter

Sie war so in ihr Fon vertieft, dass sie nicht hörte, dass der Kellner fragte, ob sie schon fertig sei. Erst als er abgeräumt hatte.
Sie war am Morgen aus Versehen im Dunkeln auf eine Weinbergschnecke gestanden, die wohl zum Briefkasten geschlichen war. Das schadete ihrem Karma sehr und sie hatte einen ganzen Badhairday. Nun setzte sie sich hin, atmete durch und las auf Twitter die wunderbaren Gedichte von Martin Suter.

Sonntag, 4. August 2019

Gugle mal nach den blauen Zonen

Die Polarnacht war noch kristallklar, nur der Schnee fehlte ein bisschen, an den Polkappen. Aber sonst war alles wie früher.
Rolf wusste nur in einer Sache mehr als Google. Denn er hatte alles über die blauen Zonen gelesen, dass er im Internet fand. Jeden Schnipsel! Und später, nachdem er mit wenigen Eingeweihten darüber gesprochen hatte, offline und off the record, of course, hatte er Google mit falschen Fährten gefüttert.

Samstag, 20. Juli 2019

Ein ausgeliehenes Leerbuch

Heute habe ich einen Autofriedhof im Quartier fotografiert, direkt neben den Gärten der Brache. Das Bild ist verschollen.
Wenn man zurück in die guten alten 70er-Jahre hüpfen könnte, wo es zwar schon Kinos gab, aber noch kein Internet auf dieser Welt, dann würde man eventuell viel eher als verrückt erklärt, wenn man mit sich selbst Termine für die Lektüre eines Ferienbuchs vereinbarte. Andererseits war das Reisen damals viel beschwerlicher als heute.

Donnerstag, 27. Juni 2019

Meine Tabletten sind von Huawei

Mit ein paar Blumen vom Maler Lutz ist der Göpel im Nu wieder flott: Ob man im Rahmene einen Motor verstecken kann?
Die Schweigsamkeit ist eines der am stärksten vernachlässigten Talente des Jahrs 2019. #askgoogle

Dienstag, 25. Juni 2019

Alerts lesen und Bewerbungen schreiben

Mark sagt, es sei nicht wichtig, auf SMS zu antworten oder sie vielleicht unbeantwortet zu lassen. Er geht übers Wochenende am Sempachersee zelten, mit den Kindern. Man soll den Ball flach halten und bei sich bleiben. Der Dichter Musil aber ist ein Österreicher und er kommt im Spiegel vor.

Freitag, 5. April 2019

Es geht nichts über persönliche Kontakte

Welchem dieser netten jungen Männern würden Sie Ihre Wohnung zur Untermiete anvertrauen? (Frage für einen Freund)    
Ich weiss nicht, ob es diese lustige WG auf Youtube noch gibt. Aber die jungen Leute haben das schon richtig gut gemacht, auf ihre eigene Art. Eine andere Pointe wäre natürlich gewesen, wenn nur einer der drei ausgezogen wäre. Dann hätten sie auch wieder genug Platz gehabt. Ich selbst bin etwas älter als die Protagonisten, aber manchmal nicht viel weiter, könnte man meinen. Nachdem wir alle wissen, wie der Brexit ausgegangen ist, dürfte aber auch die Zukunft des Schreibgartens mittlerweile klarer sein. Die Adressänderung kommt aber erst nach dem Vollzug. A propos: Weiss jemand, ob Globi immer noch auf dem Meeresgrunde weilt?




Dienstag, 2. April 2019

Morgen wird mein Profil gelöscht

Dieses Fahrrad habe ich vor etwa einem Jahr von einer grosszügigen Person ausgeliehen. Es steht seit Monaten im Keller.
Es gibt Dinge, die sind unbezahlbar: Das Billigste Velo zum Beispiel, das man online im Ausland bestellt, für ein paar Euro. Dann setzt man es zusammen, eigenhändig, malt es nach eigenem Gusto an und fährt los. Im Sommer, zumal im Flachland, braucht man weder Gänge noch Hinterbremse. Der Rücktritt tuts vollkommen. Im Winter sind Blinklichter empfehlenswert. Und einmal im Jahr gibt es einen Service, der mehr kostet als es das Radl neu tat. Aber ist es nicht schön?

Mittwoch, 13. März 2019

Einen Namen möchte ich noch nachtanzen

Täglich grüsst das Murmeltier der Manie: Das nächste Mal, wenn dieses Trio auftaucht, wird es kommentarlos gelöscht.
Gut, ich habe wieder einmal im Titel zuwenig versprochen. Denn es sind natürlich zwei Namen, die mir heute erstmals begegnet sind und die ich mir merken möchte. Der erste Name ist der von Susanne Gaschke. Sie hat gestern in der NZZ etwas Gescheites über Relotius geschrieben, mit einem hübschen Titel auch: "Wir schreiben einfach wundervoll." Besser als Bärfuss in der Republik, möchte man meinen. Der zweite Name habe ich im Pfarrblatt in einer Filmkritik aufgeschnappt. Es ist der von Eva Spreitzhofer, die Regie führte in der Kinokomödie "Womit haben wir das verdient?".

Samstag, 9. Februar 2019

Heute ist das Internet kurz ausser Kontrolle geraten

Diese Dampfwalze hat Wim mit Odin im Kindergarten gebastelt. Soweit mir bekannt ist, wurde sie bisher nicht fotografiert.
Seit ich ein Handy von Huawei habe, bin ich weniger vorsichtig mit dem Datenschutz. Ich habe mir vorgenommen, Google fortan blind zu vertrauen, nach Art der Chinesen. Denn wir können uns dem Fortschritt ja nicht verschliessen. Ein bisschen erschrocken bin ich zwar schon, dass ich ausgerechnet auf diesem Blog hier davon erfahren habe, dass ein Vater eines Schulgespanen meiner ältesten Tochter unsere zwei Fotos aus dem Französischheft erhalten hat. Das kommt aber davon, wenn man eine Gmailadresse hat, die mit der Handynummer verlinkt ist. Andererseits ist keiner Statistik zu trauen, in der man nicht vorkommt. So berichtet das nicht über alle Zweifel erhabene Nachrichtenmagazin Twitter, dass gemäss dem Spectator Index 24 % aller Chinesen sich Sorgen um den Klimawandel machen. Im weltweiten Vergleich ein absoluter Spitzenwert. Dies sollte uns auch im Schweizer Wahljahr zu denken geben, zumal wir ja auch zum alten Kontinent Europa gehören. Denn die Chinesen sind viele Menschen, und sie leben in einem autoritären Regime.

Freitag, 25. Januar 2019

Heute Abend hat Google keine Ahnung

Diese Rüebli sehen zwar fein aus, aber man kann sie selbstredend leider nicht essen: Es ist nur Plastic, trotz aller Haptik.
Wenn Google anzeigt, dass ein Coiffeur über den Mittag offen hat, heisst das nicht unbedingt, dass er es auch tut. Aber auch eine persönliche Empfehlung nützt einem dann nicht mehr. Und wer nicht ins Altersheim zum Coiffeur geht und sich nicht anmelden möchte, dem bleibt nur der Gang in die Stadt. Selbständig: Mit offenen Augen sind die Haarentfernungsklinik und der Nagelshop gut von einem Haarartisten und Halsabschneider zu unterscheiden. Wenn das Budget aber doch weniger als 70 Franken beträgt und man kein gültiges Halbtaxabo bei Frau, Freundin oder Schwester mehr besitzt, geht man halt in eine Kette. Dort plaudert man mit dem jungen Barbier und bezahlt mit Superpunkten. Einen Zweifränkler Trinkgeld gibts auch: "Coiffeur isch doch öppis schöns".

Dienstag, 11. Dezember 2018

Die Digitale Selbstverbrennung ist schmerzfrei

Unlängst ist dieses Bild hier aufgetaucht und fand auf Google+ Beachtung wegen dem rasierten Bauch von Superman.
Via Twitter hat uns die Nachricht ereilt, dass der Dienst Google+, mit dem auch dieser Blog vertrieben wird, abgeschaltet worden sei. Wir waren überrascht, aber gut vorbereitet. Da Youtube weiterhin brummt, sehen wir keinen Anlass, die Produktion von warmen Blogposts einzustellen.

Donnerstag, 8. November 2018

Die Kurzfilmtage kommen zu kurz

Was war das schon wieder mit dieser Telefonnummer?! Ich glaub, man konnte da anrufen und irgendeine Story erzählen.
Das Podium des Reporterforums zum eher trockenen Thema der Medienförderung hat mich heute auf Twitter an diesen grandiosen Text von Constantin Seibt erinnert, indem sich der Autor des Standardwerks Deadline über die Last der Verantwortung des weltfremden Oberbankiers Ospel mockierte. Bestimmt könnte man das nun googeln, aber der Witz war, dass Herr Ospel selbst splitternackt unter der Dusche unter der Last seiner ungerechtfertigt bezogenen Millionensaläre ächzte. Vielleicht tut er das ja immer noch, zehn Jahre nach der Rettung seiner Bank durch die Eidgenossenschaft. Constantin Film hat aber nichts mit Seibt zu tun, sie sind weder verschwägert noch verbrüdert.

Freitag, 5. Oktober 2018

Der Schrank wird nun ausgeräumt

Vor der Arbeit ein Moment der Reflexion: Während die Männer still stehen für den Fotografen, blutet das arme Schwein aus.
Nun ist es so, dass der berühmte Schachgrossmeister Korschnoi drei Töchter hatte. Er spielte immer gern mit ihnen Querschach, verzichtete aber darauf, sie zu Leistungsssportlerinnen zu trainieren.

Freitag, 17. August 2018

Die Scheitel mit dem Stechblick vom oberen Stock

Couscous mit Möbelpolitur: Ausrangierte Doppeldecker aus England waren für die spanische Provinz gerade gut genug.
Maggie war natürlich kein Hitler, dafür war sie viel zu weiblich. Doch sie konnte schon ziemlich irr blicken. Hätte es damals schon Google gegeben, wäre sie in den Top-Suchresultaten aufgetaucht.

Donnerstag, 5. Juli 2018

Die Frau, die ihm Hallenbad wohnt

Surfen im Wandel: Früher war es eine Postkarte vom Franz. Heute ist es eine Schwalbe, die auf Sommermärchen macht.
Kinder erkennen ihre Schwimmlehrererin nicht, wenn sie sie in Zivilkleidern beim Shoppen sehen. Sie denken, sie wohne und schlafe im Hallenbad mit Neoprenanzug und esse womöglich auch da.

Donnerstag, 15. März 2018

Glaubst du noch an Google oder äpfelst du erst?

Obacht, dieses Bild ist bloss eine Fantasie. Aber es kommt der Realität sehr nahe.
Heute hat jemand Zweifel an der Zukunft von Twitter geäussert. Er tat dies auf Twitter, wo ich selbst durch zwei bis drei Profile vertreten bin. Er fragte mich auch, ob denn ich an die Zukunft von Twitter glaubte oder ob ich daran zweifle, immer noch auf dem gleichen Kanal. Ich antwortete, dass ich nur an Gott glaubte, weil ich wusste, dass ich ihn damit vielleicht ärgern konnte. Nun zweifle ich aber.

Mittwoch, 7. Februar 2018

Wider die Nullresonanz

Tiere und Waffen ziehen immer. Aber wie hiess diese sportliche Dame nur schon wieder?
Ein Gebell wird wahrgenommen, ebenso ein Gewehrschuss. Und gegen einen schönen Hut mit Tarnschärpe ist auch nichts einzuwenden, deshalb sind wir für den Moment schon wieder am Ziel.