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Freitag, 7. Mai 2021

Der letzte Tropfen

Datenschutzfrei: Diese romantische Unterkunft in der Nähe des GC-Epizentrums konnte man während der Krise buchen.
Tobi lebte jahrelang in einer Jurte. Er schwärmte von der Schönheit der Menschen auf Hawaii, nachdem er einmal diese Insel bereist hatte. Am Sonntag ging er manchmal in eine Bäckerei, nur um mit der Verkäuferin einen Schwatz abzuhalten. Wenn er allein im Laden war, tat er dies. Und ging dann zumeist, ohne etwas gekauft zu haben. Sie wusste das und tolerierte Tobis Verhalten. Es war ihr kleines Geheimnis und eigentlich waren Tobis Besuche auch der Grund, warum sie gerne am Sonntag arbeiten ging. 

Dienstag, 26. November 2019

Leseratten nerven nicht, sie zehren nur daran

Fleisch, mit Wolle nachempfunden: Diese echte Charcuterie-Garderobe ist aus einem Buch von Ruedi Widmer entsprungen.
Das Journal de Genève würde wohl nicht so unflätige Verunglimpfungen drucken, die vor einem Jahr in der Sonntagszeitung die Runde machten. Ein Grund ist, dass das Journal de Genève eine französische Publikation ist. Persönlich finde ich aber diese lustige Kritik voll auf der Höhe ihres Gegenstands, der ollen Bestsellerautoren. Der schönste Zwischentitel: Kohärenz geht flöten.

Dienstag, 2. April 2019

Morgen wird mein Profil gelöscht

Dieses Fahrrad habe ich vor etwa einem Jahr von einer grosszügigen Person ausgeliehen. Es steht seit Monaten im Keller.
Es gibt Dinge, die sind unbezahlbar: Das Billigste Velo zum Beispiel, das man online im Ausland bestellt, für ein paar Euro. Dann setzt man es zusammen, eigenhändig, malt es nach eigenem Gusto an und fährt los. Im Sommer, zumal im Flachland, braucht man weder Gänge noch Hinterbremse. Der Rücktritt tuts vollkommen. Im Winter sind Blinklichter empfehlenswert. Und einmal im Jahr gibt es einen Service, der mehr kostet als es das Radl neu tat. Aber ist es nicht schön?

Dienstag, 18. Dezember 2018

Poesie zwischen den Zeilen der Resultate

Skiverkäufer haben es schwerer als Läuferinnen: Während erstere unter Schneemangel leiden, können letztere ausweichen.
Vor einigen Wochen, ich habe es schon vergessen wann, habe ich einen Versuch gestartet. Ich bestellte am gleichen Tag zur gleichen Zeit zwei Print-on-demand-Büchlein der bekannten Edition Altlasten im Schreibgarten bei Lulu. Der Witz des Tests war eine Doppelung: Ich bestellte einmal direkt beim Verlag, also der Lulu. Und einmal bei der ollen Amazone, wo es alles gibt ausser den Film, den man nach 20 Jahren wieder einmal sehen wollte. Bref: Die Idee war, die Roboter von Amazon in einem Stresstest herauszufordern. Mit Genugtuung stellte ich fest, dass die Bücher beim Verlag günstiger waren als bei Amazon. Ätsch! Der Fairness halber muss ich aber auch zugeben, dass die Bücher vom Versandhandelgiganten innert wenigen Tagen per Post eintrafen. Picobello, wie verprochen. Heute sind nun auch die Bücher von Lulu eingetroffen. Spät und etwas weniger schön verpackt. Doch säuerlich muss ich gestehen: Amazon hat gewonnen. Philipp Keel hat schon recht, man kommt nicht um diese Bots herum. Und die Automatisierung wird uns nochmal auffressen. Dem geneigten Leser und der geneigten Leserin also muss ich diesen Laden empfehlen. Oder sie gehen direkt in der Werkstatt vorbei. Dort hat es jetzt die frischen Produkte auch auf Lager.

Freitag, 26. Oktober 2018

Wolken kratzen

Dies ist nur die Reproduktion eines Flyers: Dabei handelt es sich aber nicht um ein E-Bike.
Konzepte sind ja dazu da, um über den Haufen geworfen zu werden. Deshalb stimmen für einmal der Titel, die Illustration und der Standort mit der folgenden Botschaft überein: Heute Abend um 18 Uhr ist die Vernissage der Ausstellung «wolken kratzen». Peti Wiskemann stellt an der Schoffelgasse 10 Arbeiten auf Papier aus. Die Ausstellung auch am Freitag und am Samstag geöffnet, mit der Anwesenheit des Künstlers darf gerechnet werden. Selbstredend ist auch der Link ausnahmsweise kein Blindgänger und ich hoffe, jemand sieht das rechtzeitig, um an der Vernissage teilzunehmen. Bots are welcome!