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Sonntag, 9. August 2020

Dreimal üben heute

Dieses Auto ist eine Werbung und es steht oft da, auf diesem Parkplatz, vis-à-vis vom Brockenhaus und vom Velocittà. 

Ein Tisch ist ein Tisch. Er kostet 220 Franken, zum Mitnehmen. Plus 2 Franken 30 fürs Busticket (Kurzstrecke) Das Zmittag für Wim ist parat. Es gibt Bratwurst, Guacamole und Pommes de terre.

Freitag, 7. Dezember 2018

Kommen Sie an Heilig Abend zu uns?

Symbolbild mit gestreiften Tasssen: Zedmic und seine Zöglinge sind für ihre schweinischen Tischmanieren bekannt.
Wir würden gerne mit Kindern Weihnachten feiern, aber wir haben keine. Möchten Sie nicht mit ein paar Zöglingen zu uns kommen? Sibylle & Raoul W. aus M.

Paulo Zedmic*: Herzlichen Dank für die Einladung. Ich komme gerne, aber leider ohne Kinder. An Weihnachten war ich die letzten Jahre nämlich immer allein. Wenn ich nicht gearbeitet habe. Das ist ein Vorteil, wenn man x verschiedene Mini-Jobs hat: Du findest sicher einen, der dich auch am Heilig Abend beschäftigt. Letztes Jahr habe ich extra bei einer Sicherheitsfirma angeheuert, um an diesem Festtag arbeiten zu können.
Dieses Jahr begann ich schon unruhig zu werden, weil noch kein dienstlicher Termin für den 24. Dezember feststand. Eure Einladung rettet mich aus dieser Misere, danke!
Festtage ohne Kinder
Die stillen Ferientage der Besinnung Ende Jahr sind für mich die schlimmsten. Ich verbringe sie stets ohne Kinder und ohne Arbeit – der absolute Horror! Die Mütter holen ihre Kinder jeweils vor Weihnachten zu sich. Eine um die andere holt ihr Kind. Zuerst kommt immer Inge. Die holt den dicken Achim (12). Sie gehen in Gstaad Ski fahren.
Obwohl Linda (19) längst zu alt ist, um unter dem Christbaum zu flöteln, holt ihre Mutter Alic sie jedes Jahr am 24. Dezember ab, um sie mit Weiss-der-Teufel-was-für-Geschenken zu überhäufen. Natürlich nur aus schlechtem Gewissen, weil sie sich übers Jahr nicht um sie gekümmert hat. Sogar unser schwieriger Louis (9) wird, soweit ich weiss, jeweils von Vero aus dem Heim abgeholt und über die Feiertage entführt. Frag mich nicht, was die wo tun.
Essen à discretionIch bin froh um jede Arbeit, welche die unangenehme Ruhe am Jahresende stört. Ein anderer Vorteil von vielen Arbeitgebern sind die vielen Weihnachtsessen. Ich werde etwa fünf Mal eingeladen, einmal Anfang November im Hallenbad, dann im Casino, bei der Bibliothek, beim Fussballclub und schliesslich im Januar noch beim ‹Nebi›. Der kommt ja immer etwas hintendrein. Aber alles in allem ist es schön verteilt. Und essen kann ich sehr gut. Man merkt es dann jeweils Anfang Jahr, aber sobald die Kinder zurück sind, kriege ich die Pfunde schnell wieder weg.
Kindische KupplerspieleIn der Vergangenheit habe ich immer mal ein Kind zum Firmenessen mitgeschmuggelt.
Wenn Feliz schon bei der Arbeit immer mit muss, soll sie auch ans Weihnachtsessen dürfen. Letztes Jahr versteckte sie sich unter der langen Tafel und trieb mit den Beinen der Chefetage Schabernack. Schuhe wurden zusammengebunden. Und ich glaube auch, dass die Affäre von Kollege Morgenthal mit Frau Haag vom Aussendienst eigentlich nur wegen Feliz anfing.
Schweinisch essen
Leider essen Kinder an Festtagen nicht besonders festlich. Die Kleinen schätzen das gar nicht so. Und wollen höchstens wissen, was für ein Tier im Braten gesteckt hat und verderben dir den Appetit. Selbst mein Sebastian, längst erwachsen, isst immer noch wie ein Schwein, dass ihn seine Mutter Yvonne regelmässig vor die Tür stellen muss. Stellt euch vor: Selbst wenn es kalt, dunkel und nass ist, wo man keinen Hund nach draussen schicken würde. Aber Yvonne meint, er lerne es dann noch. Dabei kifft Seb einfach und ist froh um die Pause.
Baby gebucht
Nun haben wir ja dieses Jahr wieder ein Baby, das wir in die Krippe legen könnten. Aber er ist an seinen ersten Weihnachten unterwegs. Wir haben den Buben an einen befreundeten Pädagogen ausgeliehen, der einen Krippenspiel-Film dreht. Schliesslich kann man schauspielerische Talente nicht früh genug fördern.

*Paulo Zedmic (43) hat seit Kurzem 6 Kinder von 6 Frauen. Er hat Weihnachten nicht so gern.
Sie wollen Herrn Zedmic ebenfalls einladen? Oder etwas fragen? Schreiben Sie einen Kommentar!

Montag, 5. November 2018

Auf dem Sprung in die neue Schüssel

Strubel ist ein alter Freund: Das Häschen kommt immer wieder vorbei, sagt nichts, obwohl es gärne eine Gitarrensaite wäre.
In zehn Tagen ist ein Anlass, wo ich leider verhindert bin, weil ich arbeiten muss. Tja, der Anlass richtet sich an Journalistinnen und Journalisten und wäre genau mein Ding, denn es ist auch ein Faible für Lexikales gefragt. Nur der Name ist etwas sperrig: Edit-a-Thon. Mmh. Veranstalter sind der Boulevardverlag Ringier, das Farbfernsehen SRF und die Online-Enzyklopedie Wikipedia. Alles in allem also ein Erste Sahne-Anlass zum Netzwerken. Sandro Brotz von der Rundschau ist auch da!

Freitag, 26. Oktober 2018

Wolken kratzen

Dies ist nur die Reproduktion eines Flyers: Dabei handelt es sich aber nicht um ein E-Bike.
Konzepte sind ja dazu da, um über den Haufen geworfen zu werden. Deshalb stimmen für einmal der Titel, die Illustration und der Standort mit der folgenden Botschaft überein: Heute Abend um 18 Uhr ist die Vernissage der Ausstellung «wolken kratzen». Peti Wiskemann stellt an der Schoffelgasse 10 Arbeiten auf Papier aus. Die Ausstellung auch am Freitag und am Samstag geöffnet, mit der Anwesenheit des Künstlers darf gerechnet werden. Selbstredend ist auch der Link ausnahmsweise kein Blindgänger und ich hoffe, jemand sieht das rechtzeitig, um an der Vernissage teilzunehmen. Bots are welcome!

Dienstag, 4. April 2017

Der Zirkus ist da

Aus dem Privatarchiv eines echten Ritters: Hochzeitskuss im Schloss Hallwyl, 1974. (Quelle: willinaef.ch)
Es soll ja Wirrköpfe geben, die ernsthaft an einer Technik der Bilokation feilen. Kaum jemand gibt einem solchen Projekt aber Chancen. Mit gutem Grund, zumal die Realität durchaus ihre Berechtigung hat. Ja, es stimmt: Man kann nicht überall sein, und sogar Padre Pio ist schon lange tot. Ob es aber stimmt, dass der Heilige tatsächlich an zwei Orten gleichzeitig erscheinen konnte? Das ist nur schwer zu überprüfen, das Unwort «fact checking» in Ehren. Wahr ist aber, dass man nicht überall dabei sein muss, um eine gute Geschichte zu hören. Und viele gute Geschichten kann man ja auch online nachlesen, meinetwegen auch in einem guten, alten Buch. Die Nostalgiker, die an das gedruckte Buch, sind ja auch erstaundlich untot. Genau in diesen Minuten, wo dieser Post erscheint, stellt der weltberühmte Koch Anton Mosimann persönlich seine Autobiografie vor. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand, der das jetzt liest, da dabei ist, ist extrem klein. Kein Problem, nix verpasst! Man kann alles nachlesen. Oder wer es lieber fantastisch mag, der buche beim Geistschreiber einen Erzählabend. Echt, das gibts! Aber nur nicht zuviele Ritterlieder hören, gellt.