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Sonntag, 9. August 2020

Dreimal üben heute

Dieses Auto ist eine Werbung und es steht oft da, auf diesem Parkplatz, vis-à-vis vom Brockenhaus und vom Velocittà. 

Ein Tisch ist ein Tisch. Er kostet 220 Franken, zum Mitnehmen. Plus 2 Franken 30 fürs Busticket (Kurzstrecke) Das Zmittag für Wim ist parat. Es gibt Bratwurst, Guacamole und Pommes de terre.

Freitag, 3. Juli 2020

Hilfe, ein Lastwagen voll Coronabüchsen!

Das Positive war das indische Fladenbrot, Naan genannt - und die dicken Eier natürlich, die immer gut ankamen.
Benjamin rief jetzt schon seit zwei Wochen jeden Tag, sprach dringende Nachrichten auf seine Combox und bat dringend um Geld. Solliciter. Er versuchte es zu verdrängen und gab vor, ein kaltes Herz und taube Ohren zu haben.

Montag, 22. Juni 2020

Dreckig, trüb und kalt

Fotografisch könnte man dieses Stilbild eventuell noch toppen: Unscharf sind drei Waiblingen und der SUP. 
«Würdest du Samsung empfehlen?», fragt Kind Eins. Während das Kind Zwei den geheimen Code des Smartfons abtippt. Papa hat derweil längst Hunger und hatte ein trauriges Lied von Mani Matter auf der Ukulele klimpern wollen. Aber die Tochter verbot es ihm, weil es zuviel Lärm machte.

Sonntag, 14. Juni 2020

#zeigmerdinsiech

Er wusste es schon, aber er wollte es noch nicht wahrhaben: «Rien ne va plus!» Es war so, wie sie es gesagt hatte. Leider.

Es ist nicht die Feldstrasse, wo der Siech wohnt, sondern die Pflanzschulstrasse. Dort, wo das Leben spielt. Blaise Pascal hatte aber recht mit Facebook und der Flirtmaschine in der Kammer. Von dort kommt nämlich das Unheil, dass kein Mann in seiner Kammer sitzen kann und still ist.

Dienstag, 12. Mai 2020

Der König und sein Narr

Pierre tat nur so, wie wenn er der Inhaber der Bücherei wäre. Jeden Tag tat er dies. In Wahrheit war er Rentner, arbeitslos.
Heute vor 356 Jahren war ein gewisser Molière ein bisschen angespannt. Denn die Premiere seines Stücks "Tartuffe" stand an. Eine Komödie, die die Kirche kritisierte. Promt ging alles schief, der Skandal fand seinen Lauf und das Theater wurde wie erwünscht postwendend verboten. Der Autor hatte das Glück, dass der König nicht ganz so streng religiös war und ihn schützte, der Meinungsfreiheit wegen. So kann man sich das jedenfalls heute zusammenreimen. 

Samstag, 13. Juli 2019

Der Bluffer setzt sich durch

Indurain und Ulrich: Beide haben nie eine Sprachschule besucht, geschweige denn einen Sprachaufenthalt absolviert.
Rennvelofahrer, die von allerlei Firmen gesponsort zu Höchstleistungen angetrieben werden, leiden gern. Bei Indurain wussten die Gegner nie, ob er vor Spass oder vor Schmerzen lachte, bis er einmal am Berg entthront wurde. Die Velos der Marke Giant aber wurden wie Cannondale aus der Siegerliste der Tour de France gestrichten. Wegen Doping! Andere zahlen für solche Schleichwerbung.

Montag, 8. Juli 2019

Le Boucle rutscht mir den Bucke runter

Fischen ist Frauensache: Die Idee, mit dem alten Baum auf Krokodiljagd zu gehen, die kam Madleina von der Almen.
Vor lauter Fussball und Tennis ist der Radsport im Juli wieder mal völlig untergegangen, zu unrecht!

Sonntag, 7. Juli 2019

15 Dinge angefangen, alle halbfertig

Die Ikea tauscht speditiv um, und verpackungssparend zudem, kurz: Quöllfrisch retour.
Sonntags aber widmete er sich dem Einordnen von Gedanken, Zetteln und Erinnerungen. Von diesen drei Kategorien hatte es stets mehr als genug. Die Zeit verflog, und fertig wurde er bisher nicht.

Mittwoch, 13. Februar 2019

Brust oder Keule?

Gavel persönlich: Eine Art Ferdy Kübler, also eine Radsportlegende, einfach auf den weissen Strassen der Toscana zuhause. 
Giorgio erfuhr es an diesem Abend, wo er doch ein paar Biere zu viel trank und deshalb auch einen Kinoabend verpasste. Vorher hatte er sich nie gefragt, welche Fastfoodkette die besseren Pommes Frites herstellte. Doch die These schien ihm stimmig, dass der Billigladen keine echte Fries herstellte, sondern mittels Zutaten aufbereiteten Mantsch. Im Gegensatz zum Burger King, wo man echte Fritten bestellen konnte. Nun war Giorgio informiert und Pommes Frites sollten nie mehr das gleiche sein.

Sonntag, 21. Oktober 2018

Jovialität in Raten

Der Sohn Gottes, 9-jährig, fragte den Teufel, was er denn anstellen müsse, um Asyl in der Schweiz zu erhalten. Papa lachte.
Von Jesus haben sich ja auch alle abgewendet, insbesondere Pontius Pilatus, mit seiner frömmlerisch-heuchlerischen Art, die an die Klöppler im Mittelalter erinnert. Also ist das Leben so brutal wie es ist.


Dienstag, 16. Oktober 2018

Lieferengpass im Pronto

Rotwein ist gut für die Nase und fürs Herz: Wenn man 85 Kilo Käse gemacht hat, darf man sich schon ein Gläsli gönnen.
Das erste Mal gibt es eine Busse. Das zweite Mal eine saftigere. Beim dritten Male aber, wenn ein Laden erwischt wird, wie er Alkohol an Jugendliche verkauft, beim dritten Mal gibt es dann halt ein paar Wochen «Lieferengpass» oder Feldschlösschen Alkoholfrei oder Zigaretten mit Red Bull.

Samstag, 29. September 2018

Kilbi wie am Schilift Flüehli

Wuppertal hat etwa so viel zu tun mit Schottland wie Whiskey mit Wimbledon: Ja, es gibt es an beiden Orten.
Wer nicht Aktionär des Skilifts Flühli ist, hat ja keine Vorstellung von einer echten Entlebucher Biosphärenkilbi. An der GV des Vereins, der den Miniskilif einst gerettet hat, geht es jährlich einmal zu fast wie an der Entlebucher Alpabfahrt, die heute wieder einmal stattfindet.  Nur ohne Vieh.

Mittwoch, 12. September 2018

Kartoffeln werden in der Hitze immer besser

Paul hatte gut lachen: In seinem Anhäner der Bauart "Heimstolz" waren vier Böresecomputer von Atari installiert.
Auf Twitter wurde neulich die Debatte losgetreten, ob man noch "Kartoffel" sagen dürfe. Witzigerweise ging es dabei nicht etwa um Pommes Frites, Kuhsschweizer oder Pintjes, sondern um deutsche Staatsbürger deutscher Provenienz. Also Leute, die man ausserhalb ihrer Heimat als Bockwürste, Nemsis oder Bobeles kennt. Alles natürlich immer ausschliesslich liebevoll gemeint.

Mittwoch, 5. September 2018

Ortografie vor dem jüngsten Gericht

Der gemeine Killerhase ist von einem überzüchteten Punkkaninchen äusserlich nicht zu unterscheiden. Aber es ist agressiv.
Petrus pflegte am Himmelstor den Ankömmlingen Testfragen zu stellen. Mit Vorliebe war es ein Diktat oder etwas Grammatik aus dem Duden. Geprüft wurde stets in Deutsch, was allen Fremdsprachigen dieser Welt unerklärlich blieb. Doch aller Protest nützte nichts, es war einfach so.

Dienstag, 4. September 2018

Süssholz im Quadrat

Brunnen oder Audi? Henriette hörte auf ihr Inneres, und sie wusste, dass sie sich für die Blechkiste entscheiden musste.
Joggen am Abend ist nicht unbedingt gesund, aber es erweitert den geistigen Horizont, selbst wenn die Kalorienbilanz nach ein paar Runden auf der Finnenbahn häufig negativ bleibt, selbst Glacéfrei.

Montag, 13. August 2018

Pubertäre Meisterleistungen

Die Animone rudert gern, der Hibiskus strampelt und das Laubblatt mag es, wenn es mit dem Stepper ins Schwitzen kommt.
Die neue Serie Strandspiele ist nicht zum Nachahmen gedacht. Denn da waren einmal vier kräftige junge Männer zum ersten Mal am Meer. Sie wussten nicht, wie sie den Tag verbringen sollten. Deshalb buddelten sie während Stunden ein Loch in den Sand, ähnlich einem Grab und mehr als ein Meter tief. Dann spannten sie säuberlich ein grosses Strandtuch darüber, so dass niemand mehr sehen konnte, dass da ein Loch war. Schliesslich winkten sie dem erstbesten Opfer, das dahergelaufen kam. Ein Strandverkäufer, der ebensolche riesenhafte Tücher und Sonnenbrillen feilbot. Sie winkten ihm freundlich, er näherte sich und trat voll in die Falle, worauf die bösen Buben das Weite suchten.

Samstag, 14. April 2018

Hustenkaskaden in Inselgärten

Die Berge sehen vielleicht schon schön aus, so im Hintergrund. Aber auch nur ohne Ton.
"Jetz red ech emou", sagte unlängst die Jüngste. Sie sagte es jüngst, obwohl sie es nicht zu sagen brauchte. Denn in Tat und Wahrheit ist sie es, die kleinste, die immerfort plappert wie ein Buch. Herzlichen Glüchwunsch zum 3. Geburtstag! Wer hat daran gedacht, einen Kuchen zu backen?

Montag, 21. August 2017

Sehr geehrte Anwohnerinnen und Anwohner

Für frische Leser dieser Legenden: Das Bild hat nie etwas mit dem Text zu tun, denn das gehört hier zum Konzept.
Beim Haupteingang des Zürich Openair gibt es jetzt eine gratis Bratwurst und eine Backstage-Führung durchs Openair-Gelände. Jedenfalls war in unserem Briefkasten eine schriftliche Einladung dazu von Rolf Ronner unterzeichnet. Leider habe ich sie ins Altpapier geworfen. Schade!