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Samstag, 12. Juni 2021

Am Johannes Ott Weg

Tom Sawyer, ein Reiskocher &1 DVD-Fernweh: Der Koch von Martin Suter ist auch  irgendwo in dieser Entsorgungskiste.

Karsamstag war traditionell für Panama der Tag des Ausmistens. Sie liess sich auch vom Corona-Shutdown nicht aus dem Konzept bringen. Und entsorgte eine Abwaschmaschine. Sie besorgte sich zur Belohnung einen Rösslistumpen und ein Jamie Oliver Kochbuch. Gratis, es lag einfach so herum.

Dienstag, 1. Juni 2021

Franz ist viele verschiedene Vögel


Das Mail von Mac meldet: Papamobil hat Geburtstag (Morgen) Dabei ist es erst in fünf Tagen, wie jeder weiss, ausser Mac.

Während Papa eine Wäsche rausnimmt, die Pizza in den Ofen schiebt und einige Lohnarbeiten verrichtet, hört der Sohn die neusten Hörspiele auf Zambo.ch. Das taten schon seine Schwestern.

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Die letzte Handlung

Schlufi hatte viel Zeit, um nachzudenken. Er verschwendete die meiste davon an die Philosophie seiner Existenz.
Bevor der Wecker schellte, also erwartungsgemäss in drei Minuten, schrieb er einen letzten Eintrag in sein Logbuch. Er handelte von ungelesenen Büchern, beispielsweise jene von Simon Froehling, Franz Josef Wagner, Gerhard Meister et alteri, und vom Duschen und vom morgendlichen Kaffeesatzentsorgen. Dies war quasi, was der neue Kampfstiefel für Oberst Imhasli war. Weil er solaut tippte, viel lauter als der Wecker, der unterdessen abgegangen war, erwachte sein Mitbewohner und besetzte Küche und Dusche vor ihm. Nun hatte er Pech gehabt und musste sich sputen.

Mittwoch, 8. Juli 2020

Butter an die Finnen schmieren

Die Postkarte für den Götti kam gestern zurück, weil der Absender drauf war. Inzwischen lag auch die Antwort per Mail vor.
Die Leute im Norden assen keine Mayonaisse mit den Spargeln, sondern nur Butter. Auch mit den Kartoffeln. Finnen aber nennt man die Plastikkiele an der Unterseite von Standup-Surfbrettern.

Montag, 20. April 2020

Moni hat einen Wackel

Oft ist nicht ganz klar, wieso der Post einen solchen Titel trägt. Wer ist Moni? Und who the fuck is Donald Trump?
Heute geschah Dramatisches. Beziehungsweise letzte Nacht. Und dann, inmitten der Coronakrise, hatte ich einen erfrischenden Austausch mit meiner Lieblingsnachbarin, die mich auf dem Balkon, von Balkon zu Balkon, dabei ertappte, wie ich den Kolben des Kaffeehugos ausklopfte. Ich klopfte mehrmals, sehr laut, das ist die bewährte Technik, die aber beim Hugo meines Mitbewohners offenhörlich nicht so gut funktioniert. Also sagte sie: Kennsch dä Trick mit em Blose? Ich kannte ihn nicht, aber probierte ihn aus. Und er funktionierte. Geräuschfrei, einwandlos. Und gleich zweimal.

Montag, 2. Dezember 2019

Nachts werden die Strassen kaum genutzt

Es hallte im ganzen Hof von dem Lärm, den die älteren Herren veranstalteten. Das Publikum aber pogte und blieb friedlich.
Er hatte ein Flair für absurde Argumentationen. Dies half ihm oft, wenn er sich während der Experimentierphase ganze Nächte lang auf den Strassen herum trieb. Er sagte dann immer, er sei allein gewesen, um frische Luft zu schnappen. Und tagsüber sei das halt nicht möglich, beim Grad der Verschmutzung. Sie glaubte ihm zwar nicht, machte ihm aber ab und zu ein Geschenk.

Dienstag, 31. Juli 2018

Wie der Wind in Wiedikon weht

Variante in orange: Wir hatten den Heimstolz schon mal. Aber schöne Fotos kann man nicht oft genug bringen, oder?
Es gibt im Sommer in jedem Park Fitnessgruppen, wo Drillseargents Kommandi schreien, um des Schweisses Willen. Im Schaufenster nebenan habe ich dazu einen lustigen Spruch gelesen, der leider überhaupt nicht passt. Ein Guerilla-Anschlag mit Wasser auf das «boot camp» wäre trotzdem lustig.

Montag, 7. Mai 2018

Wo kann ich meinen Sohn retournieren?

Glücklich ist, wer einen Pamir hat: Bei einem Kleinkind muss man sonst in den Ohren schon etwas aushalten können.
Zuschrift: Ich bin frischgebackene Mutter und habe nicht geahnt, was auf mich zukommt. Es ist schlicht zu viel! Wo kann ich mich beschweren? Gibt es ein Rueckgaberecht? Daniela W. aus Y.

Paulo Zedmic: Ich habe es das letzte Mal angetönt. Jetzt ist es raus: Ich bin auch unverhofft nochmal Elter geworden. Ich liess mich da komplett überraschen. Auch die Mutter des Kleinen dachte bis zuletzt, ihre Gewichtszunahme sei auf den Verzehr von Süssigkeiten zurückzuführen. Und ich wusste
im Übrigen gar nicht, dass sie meine feste Freundin war. Ich hab ja genug zu tun mit meinen Kindern und den vielen Jobs. Da bleibt eigentlich gar kein Raum für eine Frau. Geschweige denn für ein weiteres Baby.
Überraschungstüte
Jetzt habe ich also das Gegenteil eines Wunschkinds, ein Überraschungsmündel. Für mich ist es ja zum Glück nicht das erste Mal. Ich kann unheilschwangere Ereignisse gut ins Positive ummünzen. Wo ich schon wieder Vater bin, beziehe ich zuerst bei all meinen Arbeitgebern die Freitage, die mir
zustehen. Und ich freue mich, dass der kleine Kerl dauernd schreit, weil ich so allen Mitbewohnern
und Nachbarn etwas zu denken geben kann in der Nacht. Sie bleiben wach und denken an mich, so ist es gut.
Tipps gegen Lärm
Ist es auch das Geschrei, das dir zu viel ist? Oder ist es die schiere Präsenz, die ein Kleinkind
verlangt? Ich kenne einen Fliegentätscher, der beide Probleme gleichzeitig zermantscht: Die Kissenburg. Schon Linda, die wie alle meine Zöglinge ein Schreibaby war, steckten wir halbtageweise in eine Kissenburg.
Unter Sofakissen und Polstern begraben, war das Baby immer schön ruhig. Man konnte sich anderen Dingen widmen. Spätfolgen dieser Schallisolation habe ich bei Linda keine festgestellt. Ausser dass sie heute die seltsame Gewohnheit hat, unter ihrem Bett zu schlafen. Wenn sie gekifft hat, klettert
sie sogar zwischen Rost und Matratze. Ob sie dort Geborgenheit sucht?
Honig und Pamir
Honig am Nuggi geht zur Beruhigung von Bébés auch gut. Das habe ich bei Louis gemacht.
Heute ist er zwar so dick, wie ein Neunjähriger nur sein kann. Dafür ist Louis nach wie
vor extrem ruhig. Er sagt nie ein Wort, stört auch nicht gross. Jedes Kind ist ja anders.
Deshalb muss man auch verschiedene Mittel gegen das Geschrei ausprobieren. Den
neusten kleinen Schreihals lassen wir gern rumoren, wie ihm der Sinn steht. Am Familientisch
rüsten wir einfach alle mit einem Gehörschutz aus. So können wir in Ruhe essen.
Und die älteren bleiben mit Pamir erst noch länger am Tisch, weil sie darunter unbemerkt
ihren Sound hören können.
Auf der Welt
Nun ist es halt doch passiert. Es bleibt einem in solchen Lagen nichts anderes übrig, als
eines nach dem anderen zu nehmen. Das gilt für Kinder wie für Probleme. Ich wurde
also mit einem panischen SMS zur spontanen Geburt aufgeboten. Ich liess sofort alles
fallen und gab Zweifeln über meine Vaterschaft keinen Raum. Denn Naturgewalten
sollte man bei jeder Gelegenheit bestaunen.
Inge, die Mutter von Achim, sagte immer: Bei einer Geburt kommen alle auf die Welt.
Sie hat recht: So eine Geburt ist ein Ausrufezeichen! Oder zwei sogar!!
Kleinkinderklappen
Eine Rückgabestelle kenne ich nicht. Oder passen in die Babyklappe in Einsiedeln auch
grössere Kinder mit entsprechend grosser Klappe? Man könnte es ja mal probieren.
Hei, aber jetzt ist unser kleiner Käfer gar nicht zu Wort gekommen. Das ist auch eine
Folge des Systems Polsterburg – man vergisst das Baby gern darin. Ich muss mal nachschauen,
ob es noch da ist.

Paulo Zedmic ( (43) hat jetzt nach Adam Riese sechs Kinder. Der Nebi ist darüber ebenso überrascht wie der Rest der Welt.

Montag, 19. Februar 2018

Lokale Morgenstreiche

Läck Bobby: Ein lustiger Streich, den man jederzeit seinen Mitbewohnern spielen kann, ist das Versalzen von Guetzli.
Jetzt wäre also wieder der Morgenstraich zu Basel, aber das haben wir ja alle schon genügend oft erlebt. Und deshalb würde ich vorschlagen, dass wir an diesem frischen Morgen zum Scherz mal einen gehörigen Krach veranstalten, in der morgendlichen Wohunung. Wecker spielen, mit allem, was tätscht und klöpft. Die Mutter aller Scherze ist immer noch die beste. Viel Spass!

Montag, 21. August 2017

Sehr geehrte Anwohnerinnen und Anwohner

Für frische Leser dieser Legenden: Das Bild hat nie etwas mit dem Text zu tun, denn das gehört hier zum Konzept.
Beim Haupteingang des Zürich Openair gibt es jetzt eine gratis Bratwurst und eine Backstage-Führung durchs Openair-Gelände. Jedenfalls war in unserem Briefkasten eine schriftliche Einladung dazu von Rolf Ronner unterzeichnet. Leider habe ich sie ins Altpapier geworfen. Schade!