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Samstag, 12. Juni 2021

Am Johannes Ott Weg

Tom Sawyer, ein Reiskocher &1 DVD-Fernweh: Der Koch von Martin Suter ist auch  irgendwo in dieser Entsorgungskiste.

Karsamstag war traditionell für Panama der Tag des Ausmistens. Sie liess sich auch vom Corona-Shutdown nicht aus dem Konzept bringen. Und entsorgte eine Abwaschmaschine. Sie besorgte sich zur Belohnung einen Rösslistumpen und ein Jamie Oliver Kochbuch. Gratis, es lag einfach so herum.

Mittwoch, 2. Juni 2021

Der Wurm von Aventicum

Römerruinen abklappern und Michele zitieren: Das waren seine liebsten Hobbies.
«Es isch eifach kei gueti Idee!», hörte er Michele sagen. Und: «Möbel gits im Brocki!». Beides bezog sich auf Trennungen und das Einrichten von neuen Wohnungen. Materielles und Emotionales, warum musste sich das immer vermischen, dacht er. Interessant war, wie sich der Ton und der Kontext der Zitat im Lauf der Zeit veränderten.

Freitag, 29. Mai 2020

Freitag war Saunatag

Er stand jeden Tag auf die Waage und zählte im Kopf sieben Minuten lang die Sekunden aus: Das war sein Morgengebet.
Ali liebte es, dass in seinem Haushalt alles seine Ordnung hatte. Und er erledigte immer alles sofort: Die Wäsche, Abtrocknen, Staubsaugen, Hemden glätten, dichten. Das hatte er in der Fremdenlegion gelernt, 2007 bis 2011. Einmal im Jahr aber versteckte er sich selbst zum Spass die Dinge.

Dienstag, 15. Oktober 2019

Die Arroganz der jungen Einkindeltern

Ein Pirat aus Hamburg: Nun ist immerhin auf der Bildebene der Link zum Kulturkreisposting gegeben.
Eine laute Kinderschar, zugegebenermassen etwas ungezogen und aufgezogen, isst um 19 Uhr an einem lauen Herbstabend auf der Terrasse am Tisch mit Eltern und Grosseltern in einem Ferienland des Südens. Es wird gelacht, es werden Hampelmänner vorgeführt, es herrscht allgemeine Ferienstimmung. Die neu eingezogenen Nachbarn aber, von weit im Norden angereist, mit einem Kleinkind, reklamieren vorsorglich schon um 19 Uhr. «Geht es ein bisschen leiser?», sagt der Herr freundlich. Zwei Tage später wiederholt sich die Szene. Nur sagt er diesmal, immer noch sehr schüchtern: «Ein bisschen weniger laut bitte.» Sein Einwurf wird mit Unverständnis und Empörung aufgenommen. Wobei die Nachtruhe schon mit Riesenschritten herbei pirscht, aber das Dessert noch nicht einmal aufgefahren ist. Um 20 Uhr ist Ruhe in der Kiste, so verlangt es das spartanische Regime seit Menschengedenken, weil die Eltern auch noch etwas Zeit haben wollen. Nebenan ist es in der Zwischenzeit auch gelungen, das Baby schlafen zu legen. Offenbar, denn nun trudeln die Gäste ein, die in forciertfröhlicher Runde die Feriensiedlung bis weit nach 22 Uhr beschallen. Der nette Herr wollte also wohl nur dafür das Terrain bereiten.

Montag, 28. Januar 2019

Warum in der Geissflue drei Kreuze stehen

Diese Illustration ist betont nüchtern gehalten. Ich habe sie allerdings ungefähr eine geschlagene Stunde angeschaut.
Heute vor einem Jahr geschah in der Region Basel etwas schreckliches, das sonst nur in Sagen geschieht. Die Medien berichteten darüber, weil das Opfer auch ein bekannter Täter war. Tragisch.

Samstag, 3. November 2018

Meine Kulturkreise kreisen ab

Wenn es blöd läuft, hatten wir gestern schon dieses Bild: So ist der virtuellen Welten Achterbahn halt getaktet.
Wenn ich von fremden Kulturkreisen höre, denke ich erstens an Schuhe vor der Tür, dann an Kinder, die vor dem Zähneputzen am Abend unter die Dusche geschickt werden und schliesslich an andere Konzepte von Nachtruhe und Nachbarschaft. Bei Bedarf führe ich das gerne einmal aus.

Freitag, 29. Dezember 2017

40 ist das neue 7

Gegen Feuerlöscher ist kein Kraut gewachsen, nicht einmal im schönen Portugal.
Gestern stürmte mein fünfjähriger Sohn in einem unbeaufsichtigten Moment mit Indianerfederschmuck, zwei Plastikschwertern und einem Pfeilbogen bewaffnet zum Sandkasten, stritt dort mit allen Kindern, die er vom Kindergarten kannte und griff als Gipfel der Extase eine Mutter an, die er mit dem Säbel in den Rücken schlug. Sie flüchtete, hat sich aber später immerhin beim Verantwortlichen Erzieher beschwert. Seitdem wurden alle Waffen des Sohnes konfisziert. Irgendwo hört das Spiel auf und die Grenzen tauchen auf.

Montag, 21. August 2017

Sehr geehrte Anwohnerinnen und Anwohner

Für frische Leser dieser Legenden: Das Bild hat nie etwas mit dem Text zu tun, denn das gehört hier zum Konzept.
Beim Haupteingang des Zürich Openair gibt es jetzt eine gratis Bratwurst und eine Backstage-Führung durchs Openair-Gelände. Jedenfalls war in unserem Briefkasten eine schriftliche Einladung dazu von Rolf Ronner unterzeichnet. Leider habe ich sie ins Altpapier geworfen. Schade!