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Montag, 4. Februar 2019

Es heitert in Luzern

Das Foto wurde vor einem halben Jahr aufgenommen. Ob es immer noch hängt ist nicht bekannt, da der Laden unten ist.
Zentralplus ist ein regionales Onlinemedium in Luzern. Etwa was Onlinereports für Basel und die Republik für Zürich. Ob es etwas ähnliches aus in Bern gibt? Natürlich, das Nau, das auf den Screens der Postautos läuft. Nicht zu verwechseln mit dem Neo vom ZDF, das sind die mit dem Böhmerann.

Montag, 28. Januar 2019

Warum in der Geissflue drei Kreuze stehen

Diese Illustration ist betont nüchtern gehalten. Ich habe sie allerdings ungefähr eine geschlagene Stunde angeschaut.
Heute vor einem Jahr geschah in der Region Basel etwas schreckliches, das sonst nur in Sagen geschieht. Die Medien berichteten darüber, weil das Opfer auch ein bekannter Täter war. Tragisch.

Mittwoch, 16. Januar 2019

Wenn die UNO nichts nützt, musst du halt selber handeln

Magura, oho: Dieser fröhliche Mensch hat zwar krumme Beine, aber er mag noch lachen.
Nur fliegen ist schöner. Eine Steuer auf Kerosin würde der Welt gut tun und vielleicht die Klimaerwärmung etwas mildern, bevor die Erde untergeht. Aber wie findet man dafür eine Mehrheit? Eine löbliche Kampagne wird derzeit in der Schweiz geführt, sie setzt auf Bundesebene an. Erfolgsversprechender wäre eine Allianz mit den Fluglärmopfern rund um den Flughafen Kloten im Kanton Zürich und im Aargau. Könnten die Grünliberalen nicht schon mal eine kantonale Kerosinsteuer nur für Kloten per Volksinitiative fordern? Das fände ich cool, und ich würde dafür sogar Unterschriften sammeln. Schliesslich werden die Flieger ja wohl auch in Unique Zürich Kloten getankt. Und bis nach München kann man ja mit der Bahn oder mit dem Flixbus fahren.

Samstag, 27. Oktober 2018

Der Kenner setzt sich unbewusst auf den Schleudersitz

Es sieht romantisch aus, ist aber in Wahrheit eine fiese Falle: Sie lockte ihn mit süssen Versprechungen in sein Verderben.
Der Kenner ignorierte ihn. Er ging betont unachtsam an dem Ladenlokal vorbei, das gleich hiess wie ein Opfer, aber keines war. Insgeheim aber hoffte er, der Kenner würde erkennen, dass er im Begriff war, sich auf seinen Schleudersitz zu setzen. «Adjektive sind nicht schlecht!», rief er ihm nach.

Freitag, 25. Mai 2018

Herr Nägeli im Alentejo


Die Werbung für Mietautos ist Guerilla-artig gestaltet. Deshalb fällt jeder gemeine Grossstadt-Surfer prompt drauf herein.
Herr Nägeli ist ein Sprayer. Genauer gesagt ist Herr Nägeli der einzige Sprayer der Welt, dessen Werke ich selbständig in der Stadt erkennen und bestimmen kann. Aber da bin ich nicht der einzige, und deshalb sind seine Grafittis ja auch Kunst. Ob Herr Nägeli je im Alentejo war, ist mir nicht bekannt.

Samstag, 2. Dezember 2017

Der schmale Grat der Hoffnung

Tell und Helvetia gehen bergsteigen: Eine Auftragsarbeit von Le Samu für das Programmheft eines Jugendseminars.
Man kann es nicht oft genug sagen, auch wenn man damit das schlechte Gefühl mehr schlecht als recht dämpft: Den Titel dieses Posts habe ich von Jean Ziegler geklaut. Sein gleichnamiges Buch ist aber viel besser - und auch um einiges umfangreicher als diese abrisshafte Rezension. Sorry!

Freitag, 1. Dezember 2017

Ausgezeichnete Zeichnungen im Rahmen

Das Erklärbild im Retro-Stil bedarf keiner Legende: Der Urheber ist der Cartoonist Karma alias Marco Ratschiller.
In diesen Tagen versammeln sich die besten Zeichnungen des Jahres im Berner Museum für Kommunikation. Anlass ist wie alle Jahre wieder die Ausstellung «Gezeichnet». Dieses Jahr ist es schon die 10. Ausgabe, und das ist doch schon eine Reise in die Hauptstadt der Schweizer Politik wert. Man könnte ja noch en passant im Bundeshaus vorbeischauen.

Samstag, 6. Mai 2017

Sodeli, jetzt springen wir also mit dem Stab

Die Zeit ist sekundär: Aber früher fühlt sich heute vieles besser an als es je aussah.
Sodeli, nun bin ich also wieder am keuchen, bei den alten Secklern. Das ist nicht pejorativ gemeint, sondern für einmal à la lettre zu nehmen. Das Team heisst so, das seit Menschengedenken an der Sola-Stafette teilnimmt. Persönlich war ich bisher zwar erst eine Handvoll Male dabei, das letzte Mal durfte ich aber auf der Promistrecke blind ins Ziel laufen. Dabei wird man sogar abgelichtet, und man sieht dann im Vergleich schonungslos, welche Läufer noch Reserven haben, und welche Gegner verbissen am Limit laufen. Musik höre ich übrigens grundsätzlich nie beim Laufen. Lieber singe ich laut, was mir so durch den Kopf schwirrt. Eine Parrallele von bloggen und joggen! Als mentale Kicker haben sich Nella Martinetti bewährt, zur Not tun's natürlich auch abgelutschte Peitscher wie Rocky oder Indiana Jones. Aber man muss es im Ohr haben, nicht im Walkman. Also bis zum nächsten Jahr! Beziehungsweise spätestens im Jahr 2022, heinomol. Wie die Zeit wieder rennt!

Montag, 13. März 2017

Die rosarote Wirtschaft

Gruss aus der Pfalz: Die Innenstadt sieht heute etwa noch gleich aus wie damals, einfach mit weniger Betrieb.
Die Stadt Pirmasens, bekannt als Geburtsort des Dadaisten Hugo Ball, den sie aber damals dort nicht gebrauchen konnten und folglich mit Steinen verjagt hatten. Das hübsche Pirmasens also kann nichts dafür, dass ausgerechnet es herhalten muss als Illu für die erste Folge einer lockeren Rubrik von unausgegorenen Geschäftsideen, die man bei Gelegenheit verwirklichen könnte, wenn man die Zeit, die Energie und die Mittel dafür hätte. Aber es war halt während einer «Flüchtlingskrise», in die ganze Medienwelt sich fragte, wohin denn alle diese fremden Leute sollten. Und als ich an jenem Sonntag durch die Innenstadt joggte, fiel mir auf, dass all diese Geschäfter und Läden nicht nur wegen dem Sonntag zu hatten, sondern recht definitiv geschlossen aussahen. Nur im Speckgürtel gab es da offene Läden, die mit dem Auto erreichbar waren. Filialen von gesichtslosen Ketten zumeist. Im Zentrum aber hing an mehr als jedem zweiten Lokal hing ein Schild «zum Verkauf». Das einzige Restaurant, das offen hatte, war das Gasthaus eines selbstbewussten Migranten. Das war von weitem offensichtlich. Das Haus war bunt gestrichen, vor allem neu, und arabesque verziert. Natürlich, man sich über den Geschmack orientalischer Architektur streiten. Muss es Pink sein? Doch die megagrosse Deutschlandfahne über dem Erker machten sich gut, während jenem Fussballturnier, das in der Zeit auch lief. Und der Wirt zeigte de ganzen Stadt, dass er es geschafft hatte. Ich kehrte kurz ein und dachte mir beim Kaffee, wenn jetzt jemand wirklich die verfallenen Innenstädte Deutschland beleben möchte, dann müsste man nur ein paar Einwanderern eine Chance geben. Besser es läuft was, als dass es ausstirbt. Diesem Marshalplan aber würde ich «die rosarote Wirtschaft» nennen, in Erinnerung an Pirmasens, dessen Sinn sich mir bis heute nicht ganz erschliesst.    

Donnerstag, 2. März 2017

Campo empfiehlt (01) Pagare insieme

Pagare Insieme streitet: Es gibt evtl. noch bessere Bandfotos im Internet.
Nach zwei Blindposts befinden wir uns immer noch in der Versuchsphase dieses Blogs, dessen Namen noch nicht mal fest steht. Aber was wir schon haben, sind Inhalte. Ja, davon haben wir womöglich mehr als genug. Mit den Inhalten ist es ja wie mit den Ideen. Man muss sie im richtigen Moment am richtigen Ort haben, alles andere ist, naja, Lernen. Nun, als abschweifende Fingerübung vor der Mittagspause möchte ich in wenigen Worten auf das Werk meiner liebsten Sängergruppe hinweisen. Sie heisst Pagare Insieme und hat sich einen kecken Namen gemacht als «zweitbeste A Capella Band». Natürlich war das typisches Hinterländer Understatment. Auf Youtube kann man ihnen zuhören, das bewegte Bild ist dabei nicht so wichtig. Hauptsache das Herz singt schön mit, beim Vorwandsong etwas oder beim Lied ohne Botschaft, allesamt programmatische Gassenhauer. A propos: Weniger populäre Ohrwürmer,  deshalb auch nicht auf Youtube, und nur für fortgeschrittene Geniesser zu empfehlen, sind die Titel «Notschlifi» und «Casano», eine historische Fussballhymne. Wer die hören möchte, der gebe mir nur ein Zeichen. Das muss fürs heute reichen, e Guete.

Mittwoch, 1. März 2017

einfach anfangen und im März mal nicht das Quiz verpassen

Bildausschnitt des Flyers: Das Quiz der Populärkultur ist schon Kult. Aber es müsste korrekt des Kults heissen.
Wenn man sich zu oft oder zu lange nur in den sozialen Medien bewegt, könnte man den Eindruck erhalten, lauter tolle Dinge zu verpassen. Das ist natürlich einerseits schon so, ist aber nicht so schlimm. Weil die meisten Dinge, die man auf den sozialen Medien so sieht, sind «flat», also flach, wie in «flat earth». Lustige Filme, Musik aus der Dose, Textwüsten aus der Echokammer. Wer aber das richtige Leben liebt, dem sei die lokale Kleinkunst empfohlen. Die gibt es fast überall. Auch das grösste Kaff der Schweiz hat ein grosses Kulturangebot. Darin gilt es nun, die Perlen finden, sich einen Schupf geben, und zum Haus heraus spazieren. Im Monat März wäre etwa da das Quiz der Populärkultur, in der alten Zitrone. Alles andere steht im Internet, see you there, o, schon am Freitag!