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Donnerstag, 18. April 2019

Dave ist vielleicht doch kein Name

Man weiss nicht, was es zu gewinnen gibt, wenn man jemandem etwas schenkt. Das liegt in der Natur der Sache und darüber haben Ethnologen schon ganze Bände geschrieben. Das heisst nicht, dass die Ethnologen Ignoranten waren. Das Gegenteil ist richtig. Die Bestimmungen für eine Rauchentwöhung bei Bruno Stierli dagegen sind bedeutend milder als jene für eine Fernbehandlung bei Krankheit. Lesen ist weiterhin gratis, aber es kostet natürlich auch ein bisschen Zeit. Das gleiche gilt im Übrigen für meine Lieblingstätigkeit, das Aufräumen und Ordnen von Papieren aller Art.

Dienstag, 4. Dezember 2018

"Ich habe es noch nicht gesehen"

Mein lieber Schwan: Irgendwie ist der komische Vogel in diese Absperrung hineingeraten. Doch wie kommt er wieder raus?
Die Nacht der langen Messer geht in diesen Augenblicken in die letzte Runde. Morgen werden zwei Bundesräte neu gewählt. Hoffentlich zwei Landesmütter mit CVP-Wurzeln. Eine allein könnte Doris Leuthard ja nicht ersetzen. Die Landesregierung aber hat etwas mehr Elan und Engagement verdient. Mit der Vakanz der Liberalen und Scheinliberalen ist immerhin die Konkordanz dann wieder hergestelt. Toni Brunner aber kümmert sich um seine Familie, den Bauernhof und die Kampfkühe.

Sonntag, 31. Dezember 2017

Einander an den Jurasüdfüssen kitzeln

Die Beratung war stets kostenlos, aber auch die Blödheit kennt bekanntlich keine Grenzen. Es guets Nöis!
Manchmal muss ja man gar nichts mehr viel sagen, sondern kann gleich zur Sache kommen. ahoi!

Freitag, 14. April 2017

Gruss vom Franz (09) Verdingkinder

Über dieses Bild sind verschiedene kontroverse Kommentare im Umlauf. Die historische Wahrheit ist diffus.
Meine Michelle,
Die Chinesen profitieren nicht alle vom Wirtschaftsboom. Nach wie vor weit verbreitet ist das Verdingen von überzähligen Bälgern, nicht zuletzt wegen der Einkinderpolitik. So muss auch mein Gastgeber Mong Tao seine jüngsten Zwei bald weggeben. Er hat sie, wie es die Tradition verlangt, zuvor extra gut genährt. Sie freuen sich alle sehr!
from China with Love,
Franz

Montag, 27. März 2017

en attendant le bonheur

Lesebefehl für Kunstblumen: Dieses Bild spricht wieder einmal ganz für sich selbst, sehr selbstbewusst.
Ab und zu muss sich jeder hinterfragen. Das gilt sowohl für den Blogger wie für den Blogleser. Ja, wieso liest du das überhaupt? Ist da draussen überhaupt jemand? Wenn ja, wäre ich froh um einen kurzen Kommentar in der dafür vorgesehen Formularfunktion. Und sonst ist es auch ok, im Fall. Man darf auch Sinnloses einfach mal auszuprobieren, um der Sache Willen. Stimmt doch, oder?


Montag, 13. März 2017

Die rosarote Wirtschaft

Gruss aus der Pfalz: Die Innenstadt sieht heute etwa noch gleich aus wie damals, einfach mit weniger Betrieb.
Die Stadt Pirmasens, bekannt als Geburtsort des Dadaisten Hugo Ball, den sie aber damals dort nicht gebrauchen konnten und folglich mit Steinen verjagt hatten. Das hübsche Pirmasens also kann nichts dafür, dass ausgerechnet es herhalten muss als Illu für die erste Folge einer lockeren Rubrik von unausgegorenen Geschäftsideen, die man bei Gelegenheit verwirklichen könnte, wenn man die Zeit, die Energie und die Mittel dafür hätte. Aber es war halt während einer «Flüchtlingskrise», in die ganze Medienwelt sich fragte, wohin denn alle diese fremden Leute sollten. Und als ich an jenem Sonntag durch die Innenstadt joggte, fiel mir auf, dass all diese Geschäfter und Läden nicht nur wegen dem Sonntag zu hatten, sondern recht definitiv geschlossen aussahen. Nur im Speckgürtel gab es da offene Läden, die mit dem Auto erreichbar waren. Filialen von gesichtslosen Ketten zumeist. Im Zentrum aber hing an mehr als jedem zweiten Lokal hing ein Schild «zum Verkauf». Das einzige Restaurant, das offen hatte, war das Gasthaus eines selbstbewussten Migranten. Das war von weitem offensichtlich. Das Haus war bunt gestrichen, vor allem neu, und arabesque verziert. Natürlich, man sich über den Geschmack orientalischer Architektur streiten. Muss es Pink sein? Doch die megagrosse Deutschlandfahne über dem Erker machten sich gut, während jenem Fussballturnier, das in der Zeit auch lief. Und der Wirt zeigte de ganzen Stadt, dass er es geschafft hatte. Ich kehrte kurz ein und dachte mir beim Kaffee, wenn jetzt jemand wirklich die verfallenen Innenstädte Deutschland beleben möchte, dann müsste man nur ein paar Einwanderern eine Chance geben. Besser es läuft was, als dass es ausstirbt. Diesem Marshalplan aber würde ich «die rosarote Wirtschaft» nennen, in Erinnerung an Pirmasens, dessen Sinn sich mir bis heute nicht ganz erschliesst.