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Montag, 20. April 2020

Moni hat einen Wackel

Oft ist nicht ganz klar, wieso der Post einen solchen Titel trägt. Wer ist Moni? Und who the fuck is Donald Trump?
Heute geschah Dramatisches. Beziehungsweise letzte Nacht. Und dann, inmitten der Coronakrise, hatte ich einen erfrischenden Austausch mit meiner Lieblingsnachbarin, die mich auf dem Balkon, von Balkon zu Balkon, dabei ertappte, wie ich den Kolben des Kaffeehugos ausklopfte. Ich klopfte mehrmals, sehr laut, das ist die bewährte Technik, die aber beim Hugo meines Mitbewohners offenhörlich nicht so gut funktioniert. Also sagte sie: Kennsch dä Trick mit em Blose? Ich kannte ihn nicht, aber probierte ihn aus. Und er funktionierte. Geräuschfrei, einwandlos. Und gleich zweimal.

Donnerstag, 19. März 2020

7 mm sind M8


Eine Woche lang hat Jumbo nach dieser Schraube gesucht, da sein Babyelefant nur noch an einer hing. Im Baumarkt fand er schliesslich ein 4er-Pack für 2.95 Franken. Er kramte sein letztes Münz zusammen und tätigte den Kauf, ungewiss, ob es denn die richtige Schraube wäre. Doch sie war es.

Donnerstag, 27. Juni 2019

Meine Tabletten sind von Huawei

Mit ein paar Blumen vom Maler Lutz ist der Göpel im Nu wieder flott: Ob man im Rahmene einen Motor verstecken kann?
Die Schweigsamkeit ist eines der am stärksten vernachlässigten Talente des Jahrs 2019. #askgoogle

Mittwoch, 6. März 2019

Der Fürst bestellt eine kleine Apfelfamilie

Ein neues Gerät, ein neues Leben? Das war einmal. Als Vater wird man vom Hersteller dazu ermuntert, alles digital mit der Familie zu teilen.

Mein neues Handy gebe ich nicht aus der Hand. Nein, das ist mein Spielzeug, sage ich den Kindern immer. Und da bin ich sehr streng. Niemand rührt es an, der nicht vorher fragt. Erst neulich kaufte ich mir ein neues Telefon, nur für mich! Ich liebe diese raren Momente, allein mit einem Gerät. Da tauche ich komplett ab, um an Einstellungen tüfteln und den Automaten zu justieren. Seltene Wonneminuten im Familienleben! Kein Mensch soll mich bitte dabei stören.
Nun fragt mich also mein neues Tool sehr nett, ob ich nicht eine Familie einrichten möchte. Mmh, aber wieso denn nur? Das sei sehr gäbig, folgt die Antwort. Damit könne man Musik, Bücher und Fotos sofort teilen: Alles für alle, sofort, wie im Kommunismus! Darüber hinaus wüssten alle Mitglieder der Familie auch stets, wo der Papa gerade steckt. Klar, das gescheite Telefon sendet ja auch Signale.
Also gut, warum nicht? Schliesslich sind die zwei Oberhäupter unserer Familie beide Fans des gleichen Systems. Der Januskopf der Elternschaft ist sich nur in wenigen Fragen einig, aber für meine Liebste und mich kommt seit Jahren nur Apple in Frage. Bisher hatten wir auch wenige Gründe, der grossen Weltfirma mit dem gesunden Logo zu misstrauen. An Apple a day keeps the doctor away. Also los, auf in die Applefamily, irgendwann brauchen die Kids ja eh auch eine Emailadresse.
Leider gerät mein Versuch, einen Familien-Account einzurichten, ins Stocken. Durch eine philosophische Fangfrage meines neuen Geräts: „Bestätigen Sie bitte, dass Sie der Organisator dieser Familie sind.“ Meinst es jetzt grundsätzlich oder wieso? Grosszügig sehe ich über die dumme Frage hinweg. Jeder flüchtige bekannte Mensch weiss, dass sicher nicht ich der Organisator bin. Aber das Gerät ist ja neu. Und aha, beim nächsten Schritt check ichs erst. Das pragmatische Fon will nur die Kreditkartennummer wissen. Meinetwegen, wenn das so ist, ja, dann bin ich halt der Organisator. Aber sicher! Leider habe ich die Kreditkarte gerade nicht zur Hand und muss das Einrichten der Familie auf unbestimmte Zeit verschieben.
Ich dachte schon, dass wäre es jetzt gewesen. Aber Apple vergisst ja nichts, im Nu kommt das Bestätigung-Email. Ups, wenn die Familie einmal eingerichtet, gibt es kein Zurück mehr. Es ist vorbei, die Zeit mit mir und meinem persönlichen Spielzeug. „Campo, herzlich willkommen bei der Familienfreigabe“, heisst es im Betreff. Ein Klick, und ich kann im Menü jederzeit „meine Familie verwalten“.
Nein danke. Wir teilen die Musik ja eh schon. Aber wir haben das Leben halt lieber analog. Wenn bei uns daheim zwei bis drei Plattenspieler gleichzeitig laufen, gibt das interessante Geräuschkonstrukte. Und weil die Knirpse das Vinyl nicht selber auflegen können, hat man auch jederzeit die volle Kontrolle über die Inhalte. Wir sind da sehr konservativ. Auch bei den Büchern: Haptisch, handfest, Hauptsache analog. Bücher die riechen, Eselohren als Lesezeichen, Altpapier. Die kann man auch gut wieder vertschutten, wenn sie vorgelesen sind.
Nur die Agenda, ja, das wäre automatisiert schon gäbig. Aber der Kühlschrank hat ja auch eine Kalenderfunktion. Das funktioniert. Wer sich nicht einträgt, ist selber schuld. Und für den Austausch von den Terminen des Tages ist ja der Morgenrapport am Zmorgetisch. Meistens ist eh alles anders als geplant, aber das ist eine andere Geschichte. Die Funktion «Familie verwalten» finde ich auch noch hübsch. Vielleicht schalt ich das mal ein. Aber zuerst esse ich jetzt einen Apfel.

Samstag, 12. Januar 2019

Meine Spielbank hat ein Antiblockiersystem

Das leere Blatt ist aus Datenschutzgründen relativ unproblematisch. Aber was steht auf der Rückseite? Vermutlich ein Code.
Man muss ja immer alles politisch denken. So sind die Republikaner in der Schweiz kein Problem, die Alternative in Deutschland jedoch sehr wohl. Probleme kommen meistens von rechts. Es gibt aber auch Probleme, die von links kamen, frag den Schah von Persien oder den Zaren von Russland. Alles eine Frage der Perspektive, gellt.

Samstag, 6. Oktober 2018

Granteln mit dem Adblocker

Es wäre zynisch zu behaupten, dass das Schwein Schwein gehabt hätte. Andererseits fehlt mir grad noch ein Geschenk.
Gestern wollte ich auf einem selten gebrauchten Computer eine Nachricht im Spiegel lesen. Der Spiegel forderte mich vorher auf, meinen Adblocker zu deaktivieren. Da ich jedoch gar keinen Adblocker hatte, musste ich ihn vorher installieren und dann deaktivieren, damit mir die Nachricht im Browser angezeigt wurde. Ist dies womöglich Teil der grossen Weltverschwörung der Datensammler?

Donnerstag, 8. März 2018

Mit dem Velo gschuss an den Salon flitzen

Dieses Velo ist ein Einzelstück, seit gut einem Jahr in Europa unterwegs. Es ist nicht nur schön, sondern auch schön schnell.
Für den diesjährigen Autosalon habe ich mir etwas ganz besonderes einfallen lassen. Ich fahre nämlich mit dem Velo hin, und weil es so schön schnell ging, auch gleich wieder zurück. Ist das nicht ein guter Plan? Die Zukunft ist grün und mit einem hübschen roten Ding betrieben. Dem sagt man Schub, und tschüss!

Dienstag, 27. Februar 2018

Die Volljährigkeit von Institutionen

Ein Apfel am Tag mit Gartenhag: Dieses Telefon hat den Anschluss verloren, aber eine Zeit lang hat es ganz gut gefunkt.
Ab und zu muss man ganz üble Antipopularitäten streuen, sonst können die Perlen nicht abheben.

Montag, 25. Dezember 2017

Kindische Kindheitserinnerungen

Der Mann trägt Flüssigkeiten mit sich herum, also wird er kaum wegfliegen.
Die Billag wird ja bald nicht mehr Billag heissen, auch wenn die SRG hoffentlich weiter besteht. Denn hätte ich ohne das Schweizer Staatsfernsehen diese komische Erinnerung an den Herrn Helvetier, der in lustiger Verkleidung den Moderator mehr als einmal korrigierte, dass man das Dorf Schötz mit einem langen, offenen ö ausspricht, etwa wie in Grösse, nicht mit einem kurzen, abgezackten ö wie in plötzlich. Live on TV, damals in den Achzigern, und bis heute in meinem Kopf.

Sonntag, 14. Mai 2017

Das letzte Fon von Hans

Historisches Material: Dieses Foto stammt vom Blog eines Onlineladens, das nur ein Stück verschenkt hat.
Der einzige Haken des holländischen Design-Fons von John war, dass man damit nicht gut funken konnte. Was ein bisschen blöd war, denn das Teil war einzig zum Telefonieren gedacht. Das war der Witz. Andererseits wäre es an der Zeit, ein solches Ding neu aufzulegen, denn die letzten Exemplare des Anti-Smartfons sind momentan im Ausverkauf. Bestes Feature: Im Gehäuse von John's Fon konnte man ein Adressbuch aus Papier verstecken. 

Freitag, 31. März 2017

Gefühlswelten im Rittersaal

«Mir gönd i d Badi»: Dieses Foto spuckt Google aus, wenn man nach dem Buch mit diesem Titel sucht.
Heute Abend wäre ich an einem Ritterfest im Schloss Rapperswil zur Tafel geladen, wo ich leider verhindert bin. Dabei gibt es sogar einen Teaser auf Youtube, der das literarisch-poetische Event anpreist. Wenn jemand sich an meiner Statt spontan ins Schloss schleichen möchte, so sei ihm das Codewort verraten, das holden Fräulein und edlen Knappen an der Pforte Einlass gewährt: «Bücherspatz!»