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Freitag, 25. Dezember 2020

Zu Weihnachten regnete es eine Tonne Kies

Liebherr schmunzelte: Kaum jemand wusste, obwohl es in Wikipedia so stand, dass Caterpillar zu deutsch nur Raupe hiess.
Die Familenpraxis gebot es, dass am Abend des 25. Dezembers alle beim Caterer einen Trax Bananen bestellten. Dieser wusste natürlich davon und hatte sich längst darauf eingestellt.

Donnerstag, 26. September 2019

Ballesteros trug auch weisse Socken



Dass die Dame keine Socken trägt, geschweige denn ein weisses Paar, wird allenthalben verschwiegen.
Lackierte Stiefel sind eine Frage des Geschmacks, aber für das Promenieren am Sandstrand sind sie denkbar ungeeignet. Literarischen Stoff dagegen könnte allenfalls ein Stieffellecker produzieren.

Sonntag, 17. Februar 2019

Was soll ich nur anziehen?!

Zellophan ist mit der Modehauskette C & A vergleichbar, mit deren altem Claim es sich gern schmückt: «zieht alle an.»
Zuschrift: Unser Familienklima ist belastet: Das unstete Wetter provoziert ständige Garderobenkämpfe. Tim (9) und Edwin (7) wollen kurze Hosen tragen. Ist es schon warm genug? Hans Y. aus Z.
 
Paulo Zedmic: Es kommt auf das Wetter an. Weil es ja nie das macht, was die Medien erzählen, habe ich mir abgewöhnt, Prognosen zu gucken. Ich zappe weg, wenn eine Karte ins Fernsehbild kommt. Da kann die tänzelnde Dame davor noch so kokett winken, ich bleibe kühl. In meinem Overall bin ich gut gewappnet gegen alle Wetter. Für nasse Arbeiten, etwa im Hallenbad oder beim Altpapiersammeln im Regen, habe ich einen zweiten Overall aus Neopren. Sicherer als jede Wettervorhersage ist eins: Meine Feliz kommt immer mit zur Arbeit. Wenn ich wirklich raus muss und es Katzen hagelt, wickle ich meine Regenprinzessin in Zellophan ein. Ich mache es ihr als Feenverkleidung schmackhaft, das findet sie lässig. Und so bleibt sie trocken und sieht erst noch toll
aus. Wobei der Look für sie wichtiger ist als für mich. Ich halte mich an die offiziellen Stilrichtlinien des Abwartverbandes: ‹Form follows function›.
Frösteln mit Lerneffekt
Feliz freut sich auch immer viel zu früh auf den Sommer. Sie wollte schon barfuss raus, als auf dem Trottoir noch Schnee lag. Feliz meint, sie kriege keinen Husten mehr, wenn sie ihn schon hat. Wir Erwachsenen dagegen meinen gern, wir wüssten besser, was Kinder anzuziehen haben. Dabei ist es ganz anders. Das Kind ist von Natur aus störrisch und muss eine Ohrenentzündung einfangen, bevor es den Ohrenwärmer schätzen lernt. Diese wertvolle Erfahrung muss es unbedingt selber machen. Deshalb lasse ich sogar meinen Sonnenschein einmal im Jahr ins Kaltwetter laufen. Wenn Feliz schlottert, gebe ich ihr meine Jacke extra nicht. Sie würde sie sowieso nicht nehmen – sie findet die
Farbe hässlich.
Nun zu euren Grabenkämpfen vor dem Anziehschrank. Das Problem ist, dass zu viele Leute über die Garderobe bestimmen wollen. Ich rate dir, in diesem Kampf forfait zu geben, dem Frieden zuliebe. Das Kind braucht freie Laufbahn, auch in der Mode.
Nichts Schlimmeres als ein Balg, dem man im stürmischen Gegenwind ansieht, dass es von der Mutter als Modepuppe missbraucht wird. Gut, meiner Linda, unterdessen 19, kann ich ja inzwischen gar keine Kleidertipps mehr geben. Sie ist überhaupt immer ein schlechtes Beispiel. Linda war schon als Kleinkind ein Punk. Heute lebt sie ja nicht von ungefähr in einer Baracke am Stadtrand. Sie kann sich in ihrem Aufzug schlicht nicht in Zentrumnähe sehen lassen.
Kleiderregeln im Wandel
Im Zweifelsfall also: Kurze Hosen ja! So können deine Buben stolz ihre Schrammen zeigen. Das überhitzte Klima von heute ist ja ganz anders als einst. Lange Aufwärmphasen und einen Stichtag für T-Shirt-Wetter gibt es nicht mehr. Der Kleidungsleitfaden von Oma ist voll passé. Das merken die Kinder intuitiv: Die Jugend passt sich extrem schnell an die immer extremeren Wetterwechsel an. So klug ist sie eben, die natürliche Evolution! Im Klimawandel mit seinen Wetterlaunen gibt es nur eines: rasch reagieren, schnell umschalten.
Auch hier gilt: Laisser faire. In meiner 20-jährigen Erziehungserfahrung bin ich deshalb immer weiter nach rechts gerutscht. Von planwirtschaftlich protektionistisch bis radikal ultraliberal. Im Rückblick kann ich im Ergebnis keinen Unterschied feststellen: Die Kids machen eh, was sie wollen. Also kann man sie auch getrost machen lassen. Irgendwo muss es ja anfangen mit dem Selbstständigwerden – warum nicht bei der Garderobe. Das hat den schönen Nebeneffekt, dass du ein Problem weniger hast. Bitte!

Mittwoch, 11. Juli 2018

Der Abräumer ist kein Trickfilm

Ob es sich tatsächlich um Lenin handelt? Und was bedeutet es, dass er rechts steht?
In Nordkorea hat der Basketballrüpel Dennis Rodmann zwischen Trump und Kim Jon Un vermittelt. Er tat dies, weil er der einzige Amerikaner war, der Nordkorea ein bisschen kennt. Gesponsert wird er aber von Kapitalisten. Und dies ist vergleichbar mit Gölä im Eurovisionscontest. Oder Werner Günthör, der für den Gemeinderat kandidiert. Fred Feuerstein aber war der Partner von Schmidt.

Donnerstag, 8. März 2018

Mit dem Velo gschuss an den Salon flitzen

Dieses Velo ist ein Einzelstück, seit gut einem Jahr in Europa unterwegs. Es ist nicht nur schön, sondern auch schön schnell.
Für den diesjährigen Autosalon habe ich mir etwas ganz besonderes einfallen lassen. Ich fahre nämlich mit dem Velo hin, und weil es so schön schnell ging, auch gleich wieder zurück. Ist das nicht ein guter Plan? Die Zukunft ist grün und mit einem hübschen roten Ding betrieben. Dem sagt man Schub, und tschüss!