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Sonntag, 16. Februar 2020

Zugesandt ist die Zahl

Wie befreist du dich aus einer misslichen Lage? Nimm das Taschenmesser «Pochette Alcatraz» und lege die Ketten ab.
Die Kiwispur am Boden war nur ein kleiner Quatsch, der schnell weggeputzt war. Ärgerlicher war das Kopfweh, das ihn den ganzen Morgen marterte und erst gegen Abend wieder verliess. Es war ungewohnt heftig, wie ein glühender Dolch in der Hinterhirngegend. Ob es eine Strafe war? Andros beschloss, ins Sauriermuseum zu gehen.

Samstag, 30. Juni 2018

«Wer zuhört, bleibt im Gespräch.»


Herr Blumenthal ist nicht mit dem Anwalt Michael Cohen zu verwechseln. Aber man kann sich doch fragen, was das soll.
Der 83-jährige Ex-Schriftsteller Peter Bichsel, der vor vier Jahren mit dem Schreiben aufgehört hat, gibt zum Glück noch Interviews. In einem Gespräch mit der geduldigen und gespürigen Literaturdame Sieglinde Geisel aus Berlin sagte Bichsel einige bemerkenswerte Dinge. Wie etwas obiges Titelzitat. Und dass viele Menschen Golf spielen, obwohl es sinnlos ist. Schliesslich wurde das Spiel auch aus Langeweile erfunden, von simpeln Hirten.

Samstag, 28. April 2018

Steinbachs Reise ganz kurz nachgezeichnet

Helmut: Man kann sich mit Fug und Recht fragen, was an diesem kaputten Fass so lustig ist, dass man sich derart amüsiert.
Das Urteil ist klar: Beide Daumen hoch für diesen Roman! Es ist zwar kein Erstling, aber doch fiktiver und literarischer als frühere Werke des Journalisten. Weil ich ihn kenne, habe ich das Buch mit besonderem Interesse verschlungen und innert wenigen Tagen gebodigt. Es ist zwar sprachlich nicht immer so knackig wie auf dem Klappentext, wo vom Mutbürger, Wutbürger und Gutbürger die Rede ist. Doch dafür ist das Stück Literatur von Substanz. Und mit gebührender Rasanz erzählt: Grossartig ist die Saunaszene zum Einstieg, dann geht es über einen fatalen Pingpongmatch nach Griechenland, wo der Protagonist unverhofft mitten in die Flüchtlingskrise auf der Insel Lesbos gerät. Auf der mythischen Mönchsinsel Athos schliesslich kommen alle Fäden wieder zusammen.

Samstag, 3. Februar 2018

Mein nächster Einkaufszettel

Dieser Blumenstrauss ist hübsch, aber das sollte jedem Betrachter zu denken geben. Denn er könnte eine Attrappe sein.
Die Migros ist mächtig und hat viele Moneten. Vielleicht haben sie deshalb in jüngster Zeit alle Plakatwände mit einer Kampagne zugepflastert, mit Leuten wie du und ich, die alle Besitzer der Migros sind. In vier Landessprachen zudem, also proprietaire, propriotario, et cetera, et ceterum. Will uns der Detailhandelsriese damit subtil beibringen, dass er in die Bresche springen würde, falls das liebe demokratische Volk samt Billagbad das SRG-Baby ausschüttete? Oder genau das Gegenteil? Jedenfalls habe ich mir als kleine Theaterübung vorgenommen, mich bei meinem nächsten Einkauf als Besitzer des Ladens aufzuspielen. Ob das gut geht? Sie erfahren es in Kürze auf diesem Kanal.

Sonntag, 17. Dezember 2017

Wieso sollte man jeden Tag ein Törli öffnen?

Der Hebel links hat nichts mit Leverage auf dem Finanzmarkt zu tun. Das Piktogram sagt aber einiges über den Orient aus.
Es tut gut, wenn man sich, statt sich allem immerzu zu verweigern, auch mal einen Tanz gönnt.

Sonntag, 2. April 2017

Arschbomben auf Augenhöhe

Achtung, dies ist eine Erklärung: «Irgendwo» ist im Gegensatz zu «Hier und Jetzt» kein Ort, den Google findet.
Wurde eigentlich die Testphase dieses Blogs schon offiziell für beendet erklärt? Wenn nein, möchte ich das hiermit nachholen. Weil heute habe ich ausnahmsweise rein gar nichts zu sagen. Ausser vielleicht allen Leserinnen und Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen. Also, ein schönes Wochenende, oh, da fällt mir ein, was ich noch sagen wollte: «Märzechegel»! Und dabei haben wir wieder was gelernt, völlig unerwarteterweise.

Donnerstag, 23. März 2017

Die Post von heute bleibt vorerst ungeöffnet

Diese hübsche Schildkröte ist einfach so ins Bild geflogen. Niemand, weiss wieso und wozu.
Am Morgen nehme ich für gewöhnlich die Zeitung aus dem Briefkasten, wenn ich vom Joggen zurück komme. Manchmal schaffe ich es auch nicht so früh raus, zur körperlichen Ertüchtigung. Und es gibt auch Tage, so wie gestern, wo ich den ganzen Tag überhaupt nicht dazu komme, die Zeitung zu lesen. Jänu, dann wandert sie halt ungelesen ins Altpapier. Am Abend allerdings lese ich lieber ein Buch, zum Beispiel eines über die Aufmerksamkeitsfalle. Es gibt nichts besseres für einen guten Schlaf als ein sachliches Sachbuch auf dem Nachttisch. Morgen liegt ja dann hoffentlich wieder einer frische Zeitung im Briefkasten.