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Donnerstag, 30. Mai 2019

Wenn es Nigeria nicht wurde, dann vielleicht Kolumbien

Man kann natürlich auch ein paar Ballone auf Deutschland setzten. Aber dann gewinnt man gar nichts, nicht mal Freude.
Nigeria first: Sympathiewetten sind zwar erwiesenermassen nicht lukrativ, aber sie machen glücklich.

Mittwoch, 26. September 2018

Die Geschichte hinter der Geschichte

Ein Traktor könnte beim Ackern voll in diesen Stein fahren: Das wäre dann aber ein Malheur.
Told and untold stories: Dieses beliebte Format einer Vermischtenmeldung und eines Making-of-Beheind-the-scenes-Teils ist Gegenstand einer Rubrik im Spiegel (mit obigem Titel). Da konnte man beispielsweise das Gegenstück lesen zum Märchen der Familie Bay aus Wädenswil, die ein Jahr lang wundersam mit zwei vorschulpflichtigen Buben und ohne Segelerfahrung um die Welt segelten. Sie kauften ein Boot für 50 Stutz. (Fünfzig!) Das Personal des Gegenstücks aber versuchte das gleiche, arbeitete zwei Jahre darauf hin, hatte vielleicht nicht einmal Kinder, aber alle Zelte abgebrochen, als sie ihr Boot wasserten. Die Fahrt dauerte nicht einmal einen Tag. Kaum losgelegt, kenterte das Schiff, und mit ihm fielen alle Träume und Pläne und das ganze Märchen sprichwörtlich ins Wasser.

Sonntag, 29. April 2018

Jassen ist auch nur ein Spitzenspiessersport

Die Krawatte gehört dazu: Man könnte den Hut mit dem Rad verwechseln.
Nach der 700. Quizshow werde Unterhaltung irgendwann langweilig, liess neulich ein bekannter Schweizer TV-Host in einem öden PR-Interview auf allen Kanälen verlauten. Fussball aber war schon immer seine grosse Leidenschaft, sagte er. Deshalb liess er sich abwerben von der privaten Konkurrenz, nicht etwa wegen des Transfergeldes. Die Jasssendung aber, die macht er weiterhin auf dem Staatskanal, das dann doch. Und das private Märchen geht natürlich weiterhin weiter.

Montag, 9. April 2018

eine Glacé für Aschenknödel

Dieser Mann hiess im richtigen Namen Specht: Er nahm inkognito im Paragliding an den Parolympics in Nordkorea teil.
Die Wähe und das Mail sind sprachliche Sonderfälle, die ich gerne intensiv pflege. Da lasse ich mich von niemandem korrigieren, und wenn, dann nur höchst ungern. Zudem heisst es die Glacé, genau so.

Samstag, 24. März 2018

Die Sache mit dem Quartierverein

Italien ist es nicht: Die Streifen in den Farben grün - weiss - rot sind geschützt, je nachdem in welchem Land sie sind.
Wenn am 24. März zum 24. Mal ein Ostereiermalen stattfindet, dann ist das schon ein Hinweis, dass man sich einen anderen Anlass zweimal überlegen sollte. Doch ich überlege schon zu lange daran.

Sonntag, 18. Februar 2018

Herr Fischer, seine Frau und die Bussen

Zur Abwechslung mal eine wahre Augenweide als Blickfang: Dieses Archivfoto trägt den Titel «Reservoir Dogs 2»
Es war einmal ein Fischer, der wusste alles immer besser. Er fluchte gern bei der Arbeit. Aber als seine Netze immer öfter leer waren, weil die Fische ihm durch die Maschen glitten, dachte Herr Fischer nach und verbitterte darob. Seine Frau setze ihm den Floh ins Ohr, dass er gut daran täte, die Netze der anderen Fischer im Dorf zu zerschneiden. Da Herr Fischer ein gehorsamer Gewerbler war, tat er, wie ihm seine Frau riet, und er wütete am Fischerhafen, dass am Ende nur noch sein eigenes Netz ganz war. Dann fuhr er auf den See, doch er fing nicht mehr Fische als vorher, weil es gar keine mehr gab. Und als er traurig wieder im Hafen anlegte, fand er mehrere böse Überraschungen vor. Erstens hatte ihn seine Frau verlassen, zweitens stapelten sich die Klagen der Konkurrenten, deren Netze er so übereifrig zerschnitten hatte. Und drittens brummte ihm Gevatter Staat genau deswegen eine saftige Busse auf. So gab Herr Fischer sein Gewerbe auf, kandidierte als Verbandsfunktionär und wrude wider Erwarten gleich doppelt gewählt, dass er bis an sein Lebensende ausgesorgt hatte. Ende.

Dienstag, 6. Februar 2018

Erinnerungen an die Abzocke

Das Original dieser Assemblage wurde leider geknackt. Die Staatsgarantie ist aber auch nicht mehr das, was sie einmal war.
Die Kunst wirkt oft dezent im Hintergrund. Etwa wie der legendäre Bahnhofvorstand von Biglen, der auch Erfinder war. Doch wenn einer ständig von Abzocke spricht, muss er damit rechnen, dass man ihn selber auch als Abzocker wahrnimmt. Früher sagte man dem: «Wüescht drab tue chund dezue.»