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Mittwoch, 16. Juni 2021

Materialismus in der Waschküche

Die Flagge hing nur eine Nacht da draussen, aber sie machte einen wilden, aufrechten Eindruck: Der Würfel war gefallen.
Sie hing dort, wo sonst er immer fröhlich gewesen war, ihre Wäsche auf. Lautlos. Und er suchte irgendein Plüschtier, einen Steinbock, keine Robbe. Dann erschreckte sie ihn. WUA! Und er sagte irgendwas, dass er jetzt Blut spenden gehe oder tanzen oder Ende September aus dem Haus ziehen oder die Alpe d'Huez gewonnen habe. Und sie sagte "Würkli?". Und glaubte ihm es nicht.

Dienstag, 2. März 2021

Die Dekade der Gedankenpest

Aufmerksam, neugierig, furchtlos: Es ist zu hoffen, dass dieses Stück Stoff nicht zur historischen Reliquie wird.
Am Morgen nach dem Panel, das ein Genuss war, erwachte er 10 Minuten später als üblich, weil sein Wecker nur vibrierte statt sang. Er hatte wohl einmal zu viel auf das Lautloszeichen getippt. 

Samstag, 8. August 2020

Das Deckeli des Veloventils fehlt


Fast wäre Patricia inst Bild gelaufen: Dabei wollte der Spion nur den Topf mit den bombastischen Blüten fotografieren.
Der Song des Tags heisst «Lovely Rita». Niemand weiss, wie es geht. Und niemand weiss, wie es tönen würde, wenn man ihn mit der Trompete neu interpretieren würde. Aber man könnte es tun.

Mittwoch, 29. Juli 2020

Gleichberechtigung im Sport

Hélène de Pourtales kam aus Amerika und überflügelte mit ihrem Elan das niedere Volk.
Mutter Helena, die schönste und sportlichste auf Erden, hat gut geheiratet, auch als Fliegenfängerin bekannt, lebt immer noch in Kriens. Sie gilt Sportjournalisten als erste Schweizer Olympiasiegerin überhaupt. Wieso, wo sie doch Amerikanerin war? Nun, Helène De Pourtales, heiratete in den Landadel ein. Ihr Lebensmotto war sehr weise übrigens: "Man lernt, indem man etwas tut."

Samstag, 2. November 2019

Gestern ist Morgen

Das Bild täuscht insofern, dass der holprige Weg auf die mangelnde Muskulatur am Oberkörper schlug, nicht auf die Waden.
Neulich hörte ich am Radio einen Betrag über die Trauerbegleitung von Kindern, die mit dem Tod naher Angehörigen ganz anders umgehen als Erwachsene. Gefühle wie Trauer oder Freude seien ganz nahe beieinander, sagte die Frau, ein Profi, und Kinder bräuchten Begleitung und viel Zeit.