Sonntag, 18. November 2018

Das Geläreteli reist flugs nach Marathon

Selfie: Man könnte diesem Typen gäbig einen Jungwachtkleber auf die Stirn kleben, und er würde ohne Leim haften bleiben.
Mein Sechstklasslehrer war ein Dauerläufer. Er brachte uns bei, dass es im Marathon keine Weltrekorde gäbe, weil die Strecken weltweit eben so anders coupiert seien, dass man die Leistungen, auch wegen Witterungseinflüssen, nicht miteinander vergleichen könne. Damals spreche man besser deshalb von «Weltbestzeit». Wo genau der Unterschied zum Rekord ist, erschliesst sich mir nicht mehr ganz. Doch damals leuchtete mir das ein. Das war etwas 1985 nachdem Carlos Lopes im flachen Rotterdam einen Marathon in 2 Stunden und 7 Minuten gelaufen war. Ein Jahr zuvor wurde der gleiche Lopes in L. A. Olympiasieger im Marathon. Markus Ryffel gewann Silber über 5000 Meter. Weltberühmt wurde aber auch Gaby Andersen-Schiess, die das Rennen der Frauen als 37. ins Ziel lief, am Ende ihrer Kräfte.

Samstag, 17. November 2018

Handelbare Ware

Die Belegschaft hat selbstverständlich profitiert. Aber sie musste sich einfügen.
Die Industrialisierung war kein Zuckerschlecken, doch der Patron schaute, dass die Gewerkschaften nicht zuviel Einfluss gewannen. Paradoxerweise hielt er sie sich mit Zuckerbrot vom Hals.

Freitag, 16. November 2018

Ein Zeitfenster mit Sicht aufs Mittelmeer

Zur Abwechslung mal ein Originalflyer: Nur leicht unscharf aufgrund von Verpixelung.
Auf Twitter pfeifen es die Spatzen, im Instagram geht die Grippe um: Der örtliche Gesangsverein tritt in 24 Stunden zum Einsingen zusammen, um dann am Abend erstmals mit dem neuen Programm aufzutreten. Es heisst tatsächlich so: «Freie Sicht aufs Mittelmeer». Und es kommt ein Eisbär vor, ein Model und ein Apérogetränk über den Wolken. Tickets gibts direkt im El Lokal. See you!

Donnerstag, 15. November 2018

Im übrigen wären der Coop und die Migros zu verklagen

Der Fortschritt ist unaufhaltsam: Klamheimlich hat Italien die Schweiz in vielen Dingen überholt.
Mit der Justiz habe ich nicht viel am Hut. Und die Drohung im Titel kommt mehr so unmotiviert aus dem Bauch heraus. Ist doch wahr! Ceterum censeo, es ist zum Zettern. Da verkaufen die einem am Selfscanning Plastiksäcke für 5 Rappen, die nicht mal 2 Cents wert sind, aber besser als gar kein Sack. Die blöden Säckli sind aber ein Ärgernis, in Europa längst verboten, sie reissen sofort und sind heuchlerisch mit «aus 100 Prozent Recycling gefertigt» beschriftet. Als ob man sie kompostieren könnte! Wenn man Säcke für den Biomüll braucht, weil die mitgebrachten aus dem Ferienland Italien alle sind, werden die einem für einen Fünfliber die Rolle verkauft. Absoluter Wucher, egal ob beim Jumbo oder bei Aldi, wo es sie im Süden doch gratis gibt. Und wahrscheinlich bilden sich die Supermarktstratege ein, sie hätten das Problem der Plastiksäcke auf eine kluge, eigene Art gelöst. Doch im öffentlichen Raum haben wir die Sauerei des Litterings immer noch, während Italien plasticsackfrei ist, immerhin. Gedankt sei Padre Pio und der Verbotskultur im Ferienland.

Mittwoch, 14. November 2018

Von bots gemacht, für bots gedacht

Aus der Region, für die Region: Da steht ein Zürisack, nicht zu verwechseln mit dem Pavagsack oder dem Jutemantel.
Wir müssen wieder einmal ein paar Worte über die abgründige Idee hinter diesem Weblog verlieren. Denn es könnte ja sein, dass der eine oder andere Leser sich wundert, ob dahinter überhaupt eine Idee steckt. Die Antwort ist ja, es gibt sehr wohl ein Konzept. Hauptsächlich besteht dieses jedoch vor allem darin, radikal konzeptfrei zu assozieren. Der Titel hat in der Regel also keinen Zusammenhang mit dem Text. Das Bild steht mit der Legende für sich selbst, ähnlich wie beim Cover der Titanic. Und der Link wiederum hat manchmal einen direkten Link, ist manchmal sinnvoll und manchmal leider gar nicht. Die exzessiv verwendeten Tags schliesslich dienen der Übersicht. Sie sind vor allem für die geschätzten Automaten von Google und andere interessierte bots gedacht, die diesen Dienst ermöglichen und ihn auch fast ausschliesslich besuchen. Menschen sind aber mitgemeint!

Dienstag, 13. November 2018

Mäuse mieten

Der Fisch ist nicht ganz so gesellig wie das gemeine Nagetier: Aber er mag es auch in eiskalter Nahrungskette gern gesellig.
Man kann, wenn einem ein kleines Kuschelhaustier ablebt, im privaten Fachhandel für ein paar Wcohen ein Ersatztier mieten, damit das Überlebende Tierchen kein einsames Dasein fristen muss.

Montag, 12. November 2018

Den Zug ins Österreichische nehmen

Diese Sau ist hübsch gemustert. Wahrscheinlich ist sie genmanipuliert worden, aber glücklich.
Im Tagblatt der Stadt Zürich, das nur noch wöchentlich erscheint, sah er das Inserat, dass ein Stück Land mit Wald zum Verkauf stand. Offenbar war es kein Bauland, sondern in der Freihaltezone. Deshalb erschien ihm der Preis günstig und er schlug zu. Statt einem Segelflugzeug, das in der Pendenzenliste zurück gestellt wurde.