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Montag, 24. April 2017

Gruss vom Franz (19) Passage

Das Wasser dankte damals dafür, dass die Passage so gross angeschrieben war. Sozusagen wasserfest.
Liebste Su-Jo,

Es gibt in unserer Stadt hie und da Momente, wo man zu Signalen gelangt, die man nicht ignorieren kann.
Da gibt es nur eins: Umkehren, sonst geht man baden.

nicht wahr, oder?

dein Franz



 

Sonntag, 23. April 2017

Gruss vom Franz (18) Spaziergang

Und nun hat der Franz im Gejufel die Bildseite und den Gruss wieder vertauscht. Jänu. So ist er halt.
Liebes Vreneli,
Im Berner Oberland habe ich beim Glücksspiel im Casino den Jackpot geknackt. Ich gewann einen Spaziergang mit einem einheimischen Trachtendirndl. Wir knabberten zusammen an ein paar lustigen Fliegenpilzchen, die wir am Wegrand in einem Turm fanden. Ich fragte sie nicht, wie alt sie war.
Herzlich und froh,
dein Franz

Samstag, 22. April 2017

Gruss vom Franz (17) Wellenrauschen auf dem Marx-Platz

Das Bild, das zu dieser Legende passt, wurde leider nicht gefunden. Aber es ist schon irgendwo im Internet.
Meine Paula,
Die Hochzeitsvorbereitungen machen mich ganz verrückt. Da kam mir ein Herrenausflug mit dem Männerclub in die gute, alte DDR grad recht, um mich eine Weile abzusetzen. Die Firma, welche die Zeitreisen anbietet, heisst Interflug. Das passende Reise-Outfit musste ich mir aber selbst aussuchen.

Solidarisch mit den stillosen Pauschaltouristen der internationalen Billigjet-Epoche,

Genosse Franz

Montag, 10. April 2017

Gruss vom Franz (05) Das Seele-Fanten-Solo

Der Stempel mit der Mustermarke gehört zum Bild.
Góðan daginn Andrea,

Ein Besuch bei Hildi lohnt sich immer. Ihre Buben singen zwar kreuzfalsch, aber die Musikalität des Kalbs und der Hühner ist erstaunlich. Ganz ohne Üben stimmten sie subito ins Seele-Fanten-Lied ein. Schrecklöch traurög!

kveðjur

Franz

Sonntag, 9. April 2017

Gruss vom Franz (04) läppisch

Läppischerweise werden diese Trachten immer noch als Lappenlappen bezeichnet. Obwohl das falsch ist.
Meine Jona,

Auf meiner Reise habe ich den Norden Norwegens passiert, wo ein brutaler Dresscode herrscht. Wer sich nicht in läppischen bunten Lappen kleidet, darf sich nur im Zelt aufhalten. Besonders hart ist es für die Kinder. Sie werden dazu gezwungen, ihre Erinnerungen an Passanten zu verkaufen. Ich kaufte keine - habe ja meine eigenen.

Dein dich nie vergessender,

Franz

Samstag, 11. März 2017

Geboren am 11. März

Es ist vermessen, die Behauptungen auf diesem Coverfoto zu unterschreiben. Aber wahr ist es schon, trotz allem.

Askese ist easy. Man muss nur alle Töne weglassen, um mit Miles zu sprechen. Aber das Leben ganz ohne Musik wäre doch etwas gar fad. Und immer gleich nach Kuba jetten, nur für ein paar Cocktails und etwas dolce far niente, das wird auf die Länge auch zu teuer. Was also tun Jazzprofis, wenn sie mal ihren Spass haben wollen? Sie spielen, natürlich. Und wie! Leicht, fröhlich, unbeschwert, mit all ihrem Können, ohne Allüren, Cha-cha-cha halt. Ja, Cha-Cha-Cha, meinetwegen manisch, dass es dem verknorztesten Zürcher Knuschti das Füdli lüpft, seine Gemahlin ist eh schon ausgeflippt, denn ein Schuss Karibik haben alle im Blut. Also los, hip und hulahopp, aber wo gibt es in unseren Breitengraden einen Schuss Cha-Cha-Cha, wenn man ihn braucht? Hier zum Beispiel, viel Glück zum Geburtstag!