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Donnerstag, 11. März 2021

Ein Stück Wähen mit Speck

Der Mindestabstand war 1 Meter, vor allem gegenüber älteren Leuten. Für Bob war das angesichts der Coronakrise noch nachvollziehbar. Wirr wurde es ihm aber im Kopf und ebenso stürmisch kamen ihm die Virenwirren aber vor, wenn er ans Pendeln dachte und an die Panik im öffentlichen Verkehr. Denn eigentlich braucht er alle halbe Stunde eine Zigarette, um zufrieden und gesund zu bleiben. Weil seine Fahrt aber deutlich länger dauerte, musste Bob in Zug auf halber Strecke aus dem Zug aussteigen und im Rauchbereich, wo wiederum ein Maximalabstand von 2 Metern galt, eine Zigarette geniessen. Selten reichte es ihm, nach wenigen Minuten Nikotinaufnahme, noch in den gleichen Zug wieder einzusteigen, so dass er jeden Tag eine halbe Stunde Zeit verlor. Und alles nur wegen einem kleinen, unscheinbaren Virus, seiner Nikotinsucht und seinem sturen Kopf.



Samstag, 6. Juni 2020

Kollateralnutzen

Paradox: In diesem Block fand Kurt ein Fahrradgeschäft, das seine Renaultmütze im Schaufenster führte. Doch es war zu.
Weil Klaus in einem Anfall von Kochwut schon die Pizza und das Porridge und den Kaffee gemacht hatte, während das ganze Haus noch schlief, hatte er still und heimlich die Wäsche seines Mitbewohners in den Trockner getan. Ohne viel Aufhebens. Wahrscheinlich war diese Wäsche nach dem Mitternachtstanz und der Gutenachtgeschichte gestern in die Maschine gewandert. Es war das Mindeste, was Klaus tun konnte.