Donnerstag, 7. September 2017

Velofinder möchte man meinen

Follow Friday ist zwar erst morgen wieder. Trotzdem hat sich diese Spielplatzszene an einem Freitag erreignet.
Man kann es nicht oft genug wiederholen: Bitte spenden Sie gegen Krebs und für das Gute in der Welt. Das wäre dann eine Velorution, also eine sanfte Umwälzung zu mehr Gesundheit für alle.

Mittwoch, 6. September 2017

Darf mich mein Kind krank machen?

Das quadratische Format ist Geschackssache: Aber das kann man ja auch von den Texten des Herrn Zedmic sagen.

Es ist zum Kotzen: Meine Tochter Lina (5) ist zwar lieb, aber ständig krank. Wenn sie
nicht erkältet ist, verstaucht sie sich etwas. Haben Sie ein Mittel dagegen?
Grete H. aus B.

Paolo Zedmic: Natürlich. Das meine ich im wahrsten Sinne desWortes. Also ohne Chemie.
Mit der Pharma ist es ja wie mit der Polizei: Niemand liebt sie, aber wenn man sie mal braucht, ist sie nie da. Also brauche ich nur Naturheilmittel. Und ich halte mich an die Gesetze der Natur: Es gilt das Recht des Stärkeren, und zwar auch im Kampf gegen Viren. Deshalb musst du dein Kind anstecken,
bevor es dich erwischt. Denn nur der Fitteste überlebt!
Krankhafte Logik
Ich weiss ja, wiedas ist. Mein jüngstes Herzamöbchen Feliz (3) hat auch immer den Schnupfen. Sie leidet dazu auchunter einem sturen Kopf. Den hat sie allerdings nicht von irgendwelchen Viren, sondern von ihrer Mutter. Und diese Sturheit ist unheilbar!
Ausserdem kann sie bereits jetzt den Sommer kaum erwarten. Kurzundgut: Die Kleine hat so viele Gebrechen in ihrem zarten Alter, dass es mir doch wirklich fast den Herzknochen bricht. Wenn ich also mit Fiebermesser und Essigwickeln an ihrem Bettrandsitze, sage ich ihr zärtlich ‹Feliz, mein Hypochondrinchen›. Fremde Wörter sind eines der wenigen Gebiete, wo ich bei ihr noch punkten kann. Ich sage also ‹Feliz, mein Glücksbakterium, du kannst jetzt nicht baden gehen, wo du so krank bist.›. Doch sie will raus, um jeden Preis, am liebsten nur in der Badehose.
Leider kann sie schon argumentieren, und etwas Tobkraft hat sie stets übrig, selbst im Fiebertraum. Ach, diese Altklugheit, noch so eine chronische Kinderkrankheit. Bleich wie ein Leintuch hüstelt also mein kleines Alles: ‹Ich bin ja schon krank, dann kann ich nichts mehr kriegen.› Als ich mich anschliessend bei meinem Freund Basil ausweine, tröstet er mich. Die Logik sei eine der schlimmsten Epidemien der Menschheit.
Das hilft (kein Witz)
Gute Ratschläge sind noch günstiger als Generika, nämlich gratis. Ich verrate darum mein Mittel gegen alles,was weh tut: Scherze! Lachen ist die beste Grippenprophylaxe. Meine Grossmutter konnte sogar Cholerabazillen und Pesterreger verscheuchen, wenn sie nur mit ihren Zähnen blitzte. Sie hatte eben einen Goldzahn und mehrere schwarze Zahnlücken. Geheimrezept! Deshalb bin ich bis heute so robust.
Funktioniert das Vorbeugen aber nicht, musst du dich an den schönen Nebeneffekten freuen: Ist dein Kind immer krank, musst du nie arbeiten! Wer nimmt es einer Mutter mit krankem Kind übel, einen Tag blauzumachen? Niemand! Pass aber auf, dass du dich nicht gewöhnst an das Schwänzen mit gutem Gewissen. Als mein Sebastian klein war, ging seine Mutter Yvonne sogar soweit, ihm ab und zu etwas ins Essen zumischen, damit sie bei ihm zu Hause bleiben durfte.
Verstehenwir uns richtig: Ich war das nicht. Sie tat es auch nur einmal. Und Yvonne ist sowieso eine höchst zweifelhafte Person, aber das gehört nicht hierher. In meinen vier Scheidungskämpfen habe ich das Wichtigste gelernt: Zeige nie eine Schwäche. Sonst wird das nur ausgenutzt. Egal, ob vom Scheidungsanwalt der verflossenen Frau oder vom Schnupfenbazillus. Beide kennen keine Gnade. Sei also lieber auf der Hut und sei froh, solange nur Lina krank ist, und du noch nicht, Grete. Denn das Domino des Teufels lacht am Schluss immer.
Das ist einfach so. In diesem Sinne: gute Besserung!

Paolo Zedmic (42) ist als Frohnatur gegen viele Übel der Welt immun. Nur gegen die Arbeit kennt er kein Rezept.

Dienstag, 5. September 2017

Abenteuer im Niemandsland

Naja: Das ist eine der dooferen Werbungen einer sehr kreativen Kirche, die ihren Aushang wöchentlich ändert. Amen!
Gestern war ich in einer ehemaligen Grossraumdisco, die so riesig war, dass sie leider konkurs ging. Zu gross für dieses Jahrtausend: Die Investoren hatten damals aber grosse Träume gehabt und es nicht versäumt, auf dem Dach der Disco einen Helikopterlandeplatz einzurichten.

Montag, 4. September 2017

Chilli con Fisch

Dieses Bild wurde der Redaktion ungefragt zugestellt. Deshalb weiss auch niemand, wie die Bubenblicke einzuordnen sind.
Heute las ich in einem Blog über das Thema von gestern, den schönen Satz, dass man die Leistung hinter einem Menschen sehen solle. Seither versuche ich das zu tun und es geht mir sehr gut.

Sonntag, 3. September 2017

Eins, zwei oder drei mal um die Lunge Berns

Das kuriose Ensemble ist reich an Details: Zwei Tipis aus Kaffeesäcken, zwei Pickelhauben, eine Lady und ein Sofa.
Heute sind wir früh aufgestanden, um für einen guten Zweck die Lunge zu strapazieren. Hier gehts langm rundherum und hundrerum, und auf dem Velo den Berg hinauf krebsend auch. Allez hopp!

Samstag, 2. September 2017

Influenzer imitieren intuitiv und intensiv

Professor Z ist auch ein Sammler: Überraschend ist weniger die Zigarre, die nicht brennt, sondern das grosse Playmobil.
Heute ist Flohmarkt und da denkt man natürlich sofort auch an Paris, an Koreana und an Samsung.

Freitag, 1. September 2017

Unterhaltung aus der Dose

Es wäre eventuell noch lässig, diesen lässigen Hund und das Mädchen anzutreffen.
Neulich lag der Sonntagszeitung ein dickes Heft eines Produzenten von Zuckersäften bei, der bekanntlich im Geld schwimmt. Das Werbeheft trug den sinnigen Titel Red Bulletin. Darin waren Abenteuerreportagen aus aller Welt, zumeist von extrem harten Männern. Sie alle mögen offenbar Geld. Sie könnten aber auch für Toyotabusse oder Westfalia Werbung machen, ohne ihr Gesicht zu verlieren.