Dienstag, 12. September 2017

Die Nacht der langen Rossschwänze

Das heisst soviel wie in der Höhle des Löwen. Könnte aber auch heissen in media res. Jedenfalls ist es dort wohlig.
Unter einem Rossschwanz kann man sich sehr vieles vorstellen, was hier aber nicht hinpasst.

Montag, 11. September 2017

Alpwandern ins Blaue

Diese gehörnten Tiere sind nicht etwa wild. Nein, sie werden von einem Geisshirten gehütet, der aber kaum deutsch kann.
Wer weiss denn heute noch, 16 Jahre danach, was für ein Wochentag 9/11 war. Nun, man kann es anhand von Erinnerungen versuchen, zu berechnen. Denn wo man war, als dies und das passierte? Eben, damals, als noch nicht jedes Wochenende irgendwo ein Terroranschlag stattfand. Tempi passati.

Sonntag, 10. September 2017

Wenn alle warten, bis der Steuermann die Zähne fertig geputzt hat.

Es gibt Momente, die sind unscharf noch viel schärfer als ohne Filter. Aber das muss ich ja niemandem da draussen erzählen.
Der Hund ist in diesem Fall eine willkommene Ablenkung, um nicht zu sagen eine gehörige Abwechslung. Können wir bald losrudern? Ich möchte noch meiner Frau einen Antrag machen.

Samstag, 9. September 2017

Wenn der Seehund dreimal trötet

Man müsste jetzt ausprobieren, ob man mittels Abfotografieren dieses QR-Codes am Bildschirm auch einen Preis gewinnt.
AAA Batterien sollte man nur im Interdiscount kaufen. Denn dort sind sie am teuersten und ergo auch am besten. Qualität hat ihren Preis. Und wenn man an einer Umfrage teilnimmt, winkt was!

Freitag, 8. September 2017

Ein Kiosk ist alles

Neulich am Fernsehen: Ein Kapuzenmann greift die nichtsahnende Reporterin an, während sie live auf Sendung ist.
Es geht da so ein Video um, das einer gewissen Kantonsregierung peinlich sein sollte. Doch man hört, dass gewisse Regierungsräte auch gern mal Freizeit haben und nicht gern behelligt werden vom Volk. Sie sind nämlich auch nur Menschen. Äxcusi, in diesem speziellen Fall natürlich Männer.

Donnerstag, 7. September 2017

Velofinder möchte man meinen

Follow Friday ist zwar erst morgen wieder. Trotzdem hat sich diese Spielplatzszene an einem Freitag erreignet.
Man kann es nicht oft genug wiederholen: Bitte spenden Sie gegen Krebs und für das Gute in der Welt. Das wäre dann eine Velorution, also eine sanfte Umwälzung zu mehr Gesundheit für alle.

Mittwoch, 6. September 2017

Darf mich mein Kind krank machen?

Das quadratische Format ist Geschackssache: Aber das kann man ja auch von den Texten des Herrn Zedmic sagen.

Es ist zum Kotzen: Meine Tochter Lina (5) ist zwar lieb, aber ständig krank. Wenn sie
nicht erkältet ist, verstaucht sie sich etwas. Haben Sie ein Mittel dagegen?
Grete H. aus B.

Paolo Zedmic: Natürlich. Das meine ich im wahrsten Sinne desWortes. Also ohne Chemie.
Mit der Pharma ist es ja wie mit der Polizei: Niemand liebt sie, aber wenn man sie mal braucht, ist sie nie da. Also brauche ich nur Naturheilmittel. Und ich halte mich an die Gesetze der Natur: Es gilt das Recht des Stärkeren, und zwar auch im Kampf gegen Viren. Deshalb musst du dein Kind anstecken,
bevor es dich erwischt. Denn nur der Fitteste überlebt!
Krankhafte Logik
Ich weiss ja, wiedas ist. Mein jüngstes Herzamöbchen Feliz (3) hat auch immer den Schnupfen. Sie leidet dazu auchunter einem sturen Kopf. Den hat sie allerdings nicht von irgendwelchen Viren, sondern von ihrer Mutter. Und diese Sturheit ist unheilbar!
Ausserdem kann sie bereits jetzt den Sommer kaum erwarten. Kurzundgut: Die Kleine hat so viele Gebrechen in ihrem zarten Alter, dass es mir doch wirklich fast den Herzknochen bricht. Wenn ich also mit Fiebermesser und Essigwickeln an ihrem Bettrandsitze, sage ich ihr zärtlich ‹Feliz, mein Hypochondrinchen›. Fremde Wörter sind eines der wenigen Gebiete, wo ich bei ihr noch punkten kann. Ich sage also ‹Feliz, mein Glücksbakterium, du kannst jetzt nicht baden gehen, wo du so krank bist.›. Doch sie will raus, um jeden Preis, am liebsten nur in der Badehose.
Leider kann sie schon argumentieren, und etwas Tobkraft hat sie stets übrig, selbst im Fiebertraum. Ach, diese Altklugheit, noch so eine chronische Kinderkrankheit. Bleich wie ein Leintuch hüstelt also mein kleines Alles: ‹Ich bin ja schon krank, dann kann ich nichts mehr kriegen.› Als ich mich anschliessend bei meinem Freund Basil ausweine, tröstet er mich. Die Logik sei eine der schlimmsten Epidemien der Menschheit.
Das hilft (kein Witz)
Gute Ratschläge sind noch günstiger als Generika, nämlich gratis. Ich verrate darum mein Mittel gegen alles,was weh tut: Scherze! Lachen ist die beste Grippenprophylaxe. Meine Grossmutter konnte sogar Cholerabazillen und Pesterreger verscheuchen, wenn sie nur mit ihren Zähnen blitzte. Sie hatte eben einen Goldzahn und mehrere schwarze Zahnlücken. Geheimrezept! Deshalb bin ich bis heute so robust.
Funktioniert das Vorbeugen aber nicht, musst du dich an den schönen Nebeneffekten freuen: Ist dein Kind immer krank, musst du nie arbeiten! Wer nimmt es einer Mutter mit krankem Kind übel, einen Tag blauzumachen? Niemand! Pass aber auf, dass du dich nicht gewöhnst an das Schwänzen mit gutem Gewissen. Als mein Sebastian klein war, ging seine Mutter Yvonne sogar soweit, ihm ab und zu etwas ins Essen zumischen, damit sie bei ihm zu Hause bleiben durfte.
Verstehenwir uns richtig: Ich war das nicht. Sie tat es auch nur einmal. Und Yvonne ist sowieso eine höchst zweifelhafte Person, aber das gehört nicht hierher. In meinen vier Scheidungskämpfen habe ich das Wichtigste gelernt: Zeige nie eine Schwäche. Sonst wird das nur ausgenutzt. Egal, ob vom Scheidungsanwalt der verflossenen Frau oder vom Schnupfenbazillus. Beide kennen keine Gnade. Sei also lieber auf der Hut und sei froh, solange nur Lina krank ist, und du noch nicht, Grete. Denn das Domino des Teufels lacht am Schluss immer.
Das ist einfach so. In diesem Sinne: gute Besserung!

Paolo Zedmic (42) ist als Frohnatur gegen viele Übel der Welt immun. Nur gegen die Arbeit kennt er kein Rezept.