Donnerstag, 28. Februar 2019

Der Bot des Jahres ist ein lustiger Punk

Das Bild gemahnt an einen automatisch erstellten Wortwolkenbruch. Der Fluchomat aber ist sich des Akkusativs sicher.
Auf Twitter gibt es seit ein paar Monaten eine lustige Demokratiekanone. Sie jagt täglich eine irre Volksinitiative ins Universum. Gestaltet ist es sehr hübsch, da könnte sich manche Spasspartei eine Scheibe davon abschneiden. Auch auf einer Metaebene der soziale Medien verhebt dieser bot vollkommen. Er ist sozusagen nicht nur bibelfest, sondern auch tubelisicher: Voilà, le @volktoday.

Mittwoch, 27. Februar 2019

Die Sache mit dem Urknall

Diese Gruppe könnte man so heute in Luzern antreffen, obwohl die Lichtverhältnisse leicht varieren können.
Urknälle habe ich schon mehrere erlebt. Einmal ging ich mit dem blauen Wunder hin und ein ander Mal landete eine Schriftstellerin bei mir an der Grabenstrasse. Am Lustigsten aber war es damals, als wir zu zweit als Putzfrauen von Davos her am Schwanenplatz herumalberten, ganz in rosa und froh.

Dienstag, 26. Februar 2019

Bad Titles

Es ist die Harmonie: Im Wagenrennsport ist es manchmal schwierig zu sagen, ob Tier oder Fahrer spektakulärer gucken.
Es gibt einen Ort, wo ich genau zwei Freunde habe. Trotzdem habe ich nie die Zeit, alle Bücher zu lesen, die es wert wären. Viele haben den schlechten Titel «bad news». Doch das will nichts heissen.

Montag, 25. Februar 2019

Den Relotius dislozieren

Nun, diese Karte zeigt nicht so viel und doch sagt sie Einiges: Das Tal der Esel ist auch jenes jener anderen Pflanzenart.
Claas war ein Reporter, von dem derzeit unklar ist, ob er noch in den Spiegel schaut und wenn ja, wie. Tom Kummer aber ist eine andere Geschichte. Er ist meiner Meinung nach ein Künstler, kein Journalist. Und das ist leider das grosse Missverständnis der Besteller von sagenhaften Stories.

Sonntag, 24. Februar 2019

Sind Grosseltern sichere «Gaumer»?

Der Pfeifenraucher ist gleichzeitig Opa und erziehungsberechtigt: Sein Lächeln scheint gequält, mit einer Note Stolz.
«Meine Töchter (2 und 4 ) sind herzige Engel. Zwei Tage pro Woche werden sie von meinen Eltern gehütet. Alle Beteiligten sind danach leider nervlich am Ende. Wie weiter?» Ida C. aus E.

Paulo Zedmic: Meine Antwort ist simpel: Selber machen macht feiss. Erziehung kann man nicht delegieren. Deswegen sollte man es auch nicht tun. Nimm deine Töchter selber an die kurze Leine, solange du ihnen körperlich noch überlegen bist.
Es ist vielleicht hart, der Versuchung zu widerstehen, wenn Grosseltern sich aufdrängen. Manche Rentner haben ja mitunter nichts anderes zu tun und haben jahrelang auf Enkelkinder gewartet, nur um wieder jemanden herumkommandieren zu dürfen, der sich auch nicht beschwert, wenn sie rauchen.
Meine eigene Mutter lebte zum Glück nie gleich nebenan, sie war mir überhaupt über weite Strecken sehr fern. Der Kontakt zu meinen vielen Schwiegereltern ist leider nicht weniger schwierig: Alle fünf haben diametral abweichende Erziehungsgrundsätze.
Geduld bringt Schonung
Tja, Deine Eltern sind aber selber schuld, wenn sie sich den ganzen Stress nochmal antun. Vielleicht haben sie beim ersten Mal etwas falsch gemacht. Andererseits sparen sie sich durch die körperliche Aktivität Fitnessabo und Altersturnen. Finanziell ist also vielleicht ein willkommener Zustupf zur AHV. Und es gibt auch für Aussenstehende kein schöneres Bild als ein kleiner Fratz, der einem hinkenden Rentner mit fuchtelndem Stock davonrennt.
Natürlich ist es hierzulande besonders weitverbreitet, Kinder in die Obhut von Grosseltern zu parkieren. Wenn ich es genau überlege, ist das eine der wenigen Gemeinsamkeiten aller Mütter meiner Kinder.
Sämtliche haben Erziehungspflichten so rasch wie möglich outgesourct. Ich sehe ja auch die Vorteile des Abgebens: Man schont die eigenen Nerven. Vielleicht ist es auch, je nach Temperament der Gaumenden, für die Kinder besser, wenn sie nach Strich und Faden verwöhnt werden, als wenn sie zu Hause ständig die harte Hand und die laute Stimme ihres Erziehers spüren.
Kindische Kapriolen
Aber die Nachteile sind ebenso krass. Als Achim mal von Inges Mutter gehütet wurde, tat er immer extra blöd. Zertrat absichtlich ihre Brille, mixte sich in der Küche Cocktails aus allerlei Lebensmitteln und fütterte sogar ihrem armen Hund extra eckige Nüsse, dass er fast verschied. Ich weiss nicht, was in ihn gefahren war. Denn Achim ist zu Hause der Unproblematischste von allen. Man muss ihn von Natur aus zu nichts antreiben und nie bremsen: Ein Sack Chips auf den Tisch, eine Playstation ON, und er ist zufrieden.
Ich glaube, es gibt ein Muster: Grosseltern holen gern das Schlechteste aus Kindern heraus. Veros Papa hat den Louis auch nur ein einziges Mal zu sich genommen. Kaum war der kleine Dachs abgegeben, konnte Louis nicht mehr laufen. Grosspapa schwang ihn zuerst voller Enthusiasmus auf den Rücken – und holte sich prompt einen Hexenschuss. Nachher wollte er ihn dann nie mehr hüten.
On the job training
Mein Rat lautet: Nehmen Sie Kinder wenn immer möglich zur Arbeit mit! Gibt es einen Job, wo das nicht geht? Gerade Kleinkinder sind unauffällig, man kann sie gut in einem Rucksack oder einem Reiserollkoffer verstecken.
Auf engem Raum lernen sie auch gleich, stillzusitzen. Im Vorschulalter lernen sie ja überhaupt so viel! Alle meine Sprösslinge lernten wie von selbst Ordnung halten und schwimmen, weil ich sie Tag und Nacht an alle meine Arbeitsstellen mitschmuggelte. Natürlich nur so lange, bis sie auf eigenen Füssen stehen. Aber mit meiner Methode ist das zwischen 3 und 4 Jahren der Fall.

Paulo Zedmic (43) hat sechs Kinder von sechs verschiedenen Müttern in seiner Obhut. Um die Münder zu stopfen, arbeitet er u. a. im Hallenbad und pokert nachts.

Samstag, 23. Februar 2019

Ein Tunnel voller blühender Rosengärten

Zena lebte hier, in diesem Haus, wie aus einem nach ihr benannten Kunstwebsite hervorgeht, die eine ihrer Ahnen betreibt.
Die Fotografie stammt aus dem Jahr 1923. Meggen litt in diesem Winter unter der Rosengartenblüte. Damals kam man auf die Idee, sämtliche Plastiksäckli zu untertunneln und direkt ins Meer zu leiten. Es hätte wohl auch ein einfaches Verbot zum Ziel geführt, doch das war politisch nicht opportun.

Freitag, 22. Februar 2019

Die Erstbesteigung des Hundschopfs für Anfänger

Mein Hirn lokalisiert diesen Screenshot irgendwo im Luzerner Bruchquartier. Wahrscheinlich ging es um Lokalpolitik.
Am Tag des Lauberhornrennens war die Familie getrennt. Der Vater war für die 4-jährige verantwortlich. Sie gingen zusammen zum Entsorgen. Die 9-jährige ging derweil zusammen mit der Mutter in die Reitstunde. Sie wäre wohl auch alt genug gewesen für die Erstbesteigung des Hundschopfs, wie sie Fabio vorgezeigt hat. Mental auf jeden Fall. Allerdings fand eben zeitgleich schon das Rennen statt. Da kann man nicht einfach so mit Kindern auf die Piste.