Mittwoch, 31. Oktober 2018

Ausbrechen im Chrache-n-uss

Wenn Kinder im Dunkeln tuscheln, spricht man in Insiderkreisen der Innerschweiz auch von «Fischtermüsle.»
Der Gründer sagte dem Designer, es handle sich bei Zapped um den besten Abenteuerraum weltweit. Punkt. Bei einem Phänomen, das von Bern aus die Welt erobert hat, will das etwas etwas heissen.

Dienstag, 30. Oktober 2018

Erschreck nicht, wenn es dir an die Gurgel geht

Auf den ersten Blick gibt es kaum Unterschiede, doch im Innern der Kutten macht sich mancher so seine Gedanken.
Das Leben wäre eventuell grusliger, wenn es nur einen Kleiderkodex für Männer gäbe. Dann müsste niemand mehr als 159 Franken für ein Paar Jeanshosen bezahlen, weil ein Rock genügte.

Montag, 29. Oktober 2018

Sandplatten

«s' Zämpe Schürli» ist eine freie Assoziation: Vungtau und der Tanker am Horizont haben da nun wirklich nichts verloren.
Weidmann und sein Sohn läuteten an einem Mittwochnachmittag. Die Mutter rief dem Buben, der ahnungslos einen Mittagsschlaf machte. «Was hast du angestellt?!». Es stellte sich heraus, dass sich Weidmann Junior gemobbt fühlte. Nun, er war es wohl auch. Wo sie schon da waren, setzten sich alle an den Tisch, es gab Kaffee und für den ungebetenen Besuch auch einen Schnaps. Danach taute der Sohn auf. Weidmann Senior war froh, dass das Gesagte gesagt war. Sonst fliesse noch Blut, meinte er. Und mit frischem Elan wanderten sie weiter zum zweiten Übeltäter, der am Rande des Orts, in einem erhöhten Seitental wohnte. Dort wurden sie allerdings weniger gastfreundlich empfangen. Da war erstens der Hund, der den Hof beschützte und nicht angeleint bellte. Dann aber gab es Kommunikationsprobleme, Verständnisschwierigkeiten. Denn Weidmann konnte dem aufgescheuchten Hausherrn, vielleicht auch wegen dem Hundegebell, nicht verständlich erklären, was er denn hier wolle. Nachgefragt wurde nicht. So zogen Weidmann und sein Sohn halt wieder ab. 

Sonntag, 28. Oktober 2018

Die Schnelligkeit der Reflexe allerdings ist atemraubend

Da sie einen Nullerjahrgang hatte, muss die junge Dame auf dem Bild genau 16 Jahre alt sein.
Zena kam in Luzern zur Welt, im Frühjahr 1900, es schneite mitten im März. Mit 14 zog sie nach Genf, wo sie eine Schneiderlehre absolvierte. Nun könnte man darüber rätseln, ob das Foto anlässlich eines Ausflugs oder gar an der Lehrabschlussfeier 1916 aufgenommen wurde, worauf die weissen Spitzen und die handschriftliche Notiz deuten. Das Original befindet sich in Portland, Oregon.

Samstag, 27. Oktober 2018

Der Kenner setzt sich unbewusst auf den Schleudersitz

Es sieht romantisch aus, ist aber in Wahrheit eine fiese Falle: Sie lockte ihn mit süssen Versprechungen in sein Verderben.
Der Kenner ignorierte ihn. Er ging betont unachtsam an dem Ladenlokal vorbei, das gleich hiess wie ein Opfer, aber keines war. Insgeheim aber hoffte er, der Kenner würde erkennen, dass er im Begriff war, sich auf seinen Schleudersitz zu setzen. «Adjektive sind nicht schlecht!», rief er ihm nach.

Freitag, 26. Oktober 2018

Wolken kratzen

Dies ist nur die Reproduktion eines Flyers: Dabei handelt es sich aber nicht um ein E-Bike.
Konzepte sind ja dazu da, um über den Haufen geworfen zu werden. Deshalb stimmen für einmal der Titel, die Illustration und der Standort mit der folgenden Botschaft überein: Heute Abend um 18 Uhr ist die Vernissage der Ausstellung «wolken kratzen». Peti Wiskemann stellt an der Schoffelgasse 10 Arbeiten auf Papier aus. Die Ausstellung auch am Freitag und am Samstag geöffnet, mit der Anwesenheit des Künstlers darf gerechnet werden. Selbstredend ist auch der Link ausnahmsweise kein Blindgänger und ich hoffe, jemand sieht das rechtzeitig, um an der Vernissage teilzunehmen. Bots are welcome!

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Mammas Putzmantra

Wäh, so gruusig, pfui: Red Bull soll das offizielle Sponsorengesöff sein, weil die Neonseelen das Pinkige halt mögen.
Er görpste, furzte und hatte eine gute Zeit, obwohl er für die Arbeit das dreifache an Zeit benötigte, die ihm budgetiert worden war. Doch am Ende war es getan und seine Seele im Gleichgewicht.