Sonntag, 11. November 2018

Steile These

Der Eindruck täuscht nicht: Wenn die Sonne scheint, ist es Draussen am schönsten.
Niemand hat dem Fussballer Marco Streller eine Träne nachgeweint, als er sich aus dem Schweizer Nationalteam zurück zog. Allerdings heisst das nicht, dass er keinen guten Job gemacht hat.

Samstag, 10. November 2018

Chaos ist ein wüstes Wort

Er weiss zwar immer noch nicht was «gitane» heisst, aber egal. Es ist spät.
Der Sohn war 6 Jahre alt und in einem Alter, wo er viele goldige Fragen stellte. Wie funktioniert ein Dynamo? Warum kommt kein Strom durch mein abgeschnittenes Kabel in die Leuchte an der Kartonrakete? Und was ist das überhaupt, Abstimmen?! (Das kann man erst mit 18 Jahren, es muss also interessant sein). Er war aber auch aufbrausend und streitsüchtig, wie es sich für sein Alter gehört. Und nach einem kurzen Gefecht mit der grossen Schwester am Familientisch teubelt er in der Stube, ruft «Blödi!» in der ganzen Wohnung umher und brummelt dann, nachdem er sich etwas beruhigt hat, bevor sein Teller kalt geworden ist, relativ cool, jedoch grimmig zum Erwachsenen am Tisch: «Du brauchst auch immer so wüste Worte wie Chaos.» Das war zwar keine Frage, aber gut. 

Freitag, 9. November 2018

Vollversorgt mit Freizügigkeit

Ein Flugzeug und ein Auto: In der Schweiz darf man ab 16 schon Flugkurse besuchen, aber erst ab 18 autofahren. OK?
Heute habe ich einen freien Halbtag genutzt, um alte Ordner im Archiv auszumisten. Dabei bin ich auf hochinteressante Dokumente gestossen, die ich nur zum Teil entsorgt habe. Im grossen und ganzen ist festzustellen, dass die Korrespondenz mit Freizügigkeitsstiftungen seit je gewissenhaft geführt wurde. Auch das Archiv ist, abgesehen von ein paar Doppelspurigkeiten, grosso modo ganz geordnet. Man darf auch mit einer gewissen Erleichterung feststellen, dass ein Sinn für eine gründliche Ordnung im Chaos für den interessierten Laien erkennbar ist.

Donnerstag, 8. November 2018

Die Kurzfilmtage kommen zu kurz

Was war das schon wieder mit dieser Telefonnummer?! Ich glaub, man konnte da anrufen und irgendeine Story erzählen.
Das Podium des Reporterforums zum eher trockenen Thema der Medienförderung hat mich heute auf Twitter an diesen grandiosen Text von Constantin Seibt erinnert, indem sich der Autor des Standardwerks Deadline über die Last der Verantwortung des weltfremden Oberbankiers Ospel mockierte. Bestimmt könnte man das nun googeln, aber der Witz war, dass Herr Ospel selbst splitternackt unter der Dusche unter der Last seiner ungerechtfertigt bezogenen Millionensaläre ächzte. Vielleicht tut er das ja immer noch, zehn Jahre nach der Rettung seiner Bank durch die Eidgenossenschaft. Constantin Film hat aber nichts mit Seibt zu tun, sie sind weder verschwägert noch verbrüdert.

Mittwoch, 7. November 2018

Er torkelte, aber er fiel nicht

Eieieieiei, unschön: Dieser Mann ist gerade dabei, ein rohes Ei zwecks Stärkung auszusaugen.
Später schrieb der Lehrer seiner damaligen Freundin Liebesbriefe, obwohl er 20 Jahre älter war als sie. Die beiden waren sich zwei- oder dreimal beim Joggen im Wald des Dorfs begegnet, wo man sich eh kannte. Danach hörten aber beide auf, sie mit dem Rennen auf seiner Strecke und er mit dem Briefeschreiben. Seither haftet in seinem Augen jedem Läufer etwas ältliches an, obwohl er mittlerweile selbst Ausdauersport betreibt und im entsprechenden Alter ist. 

Dienstag, 6. November 2018

Was wäre schöner als im Düsenjet nach Portugal zu fliegen?

«Holloway still» steht da , als Legende, das ist die einzige Bildinfo, die ich habe: Aber ist der Urheber gemeint oder der Ort?
Wird die Welt unserer Kinder grüner sein als die von heute? Warum fahren alle Auto und fliegen im Flugzeug in die Ferien, wenn wir doch wissen, dass die Abgase die Erde zerstören? Nur weil es so billig ist und Geiz geil? Nun, die letzte Frage war jetzt eine zu viel, typisch Erwachsene, aber die ersten zwei wurden mir so ähnlich gestern Abend gestellt, von einem 9-jährigen Mädchen, das keine billigen Antworten zulässt. Sonst kann sie nämlich nicht schlafen, aber sie muss und soll ja. 

Montag, 5. November 2018

Auf dem Sprung in die neue Schüssel

Strubel ist ein alter Freund: Das Häschen kommt immer wieder vorbei, sagt nichts, obwohl es gärne eine Gitarrensaite wäre.
In zehn Tagen ist ein Anlass, wo ich leider verhindert bin, weil ich arbeiten muss. Tja, der Anlass richtet sich an Journalistinnen und Journalisten und wäre genau mein Ding, denn es ist auch ein Faible für Lexikales gefragt. Nur der Name ist etwas sperrig: Edit-a-Thon. Mmh. Veranstalter sind der Boulevardverlag Ringier, das Farbfernsehen SRF und die Online-Enzyklopedie Wikipedia. Alles in allem also ein Erste Sahne-Anlass zum Netzwerken. Sandro Brotz von der Rundschau ist auch da!