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Donnerstag, 17. Juni 2021

Denken lernen mit der Bienenfabel


Es kam beim Räumen zum Vorschein: Mein Vater war Ingenieur und er tätigte dieses Foto meiner selbst mit Babyschritten.
Gewisse ewige Themen tauchen immer wieder auf. Das Denken lernen gehört für mich auch dazu. Wie die Frage, ob ich Lehrer werden soll oder Journalist bleiben. Und da ich mir vor einer Woche vorgenommen habe, vor dem nächsten Umzug (in gut 2 Monaten) ein paar Dinge geregelt zu haben, stosse ich beim Räumen auf Kinderfotos und gesammelte Absagen und jede Menge Papiere. Die wertlosesten darunter scheinen mir fast am teuersten. Einige habe ich nun aber entsorgt. Ob dies Platz schafft für neue Anläufe? Es ist an der Zeit, auch dieser Wahrheit in die Augen zu schauen. Blatt für Blatt kämpfe ich mich vorwärts, mit Babyschritten. Meine Befürchtungen sind der Widerstand.

Samstag, 3. Oktober 2020

Kunstasyl mit Schulden

Kunstasyl, Freiraum, Deck 13: Efeu wucherte allenthalben und die Töpfe mit wilden Pflanzen machten sich indoor gut.

Das Basislager ist näher als gedacht. Plötzlich ist es da, gleich nach dem Steintelefon der PTT rechter Hand. Fast wäre Erich vorbei geflogen. Dann wurde er dem Asylheim Gewahr. Er dachte an seine Frau in Südafrika, für die er ein Taxi organisieren musste. Als er Hunger hatte, rief er Uber eats an.

Dienstag, 8. September 2020

Summertime Abschied

Grosses Lasttier, kleines Lasttier: Der Esel zügelt zügig und trägt den Mann. Das grosse Vieh muss ein Kamel sein.

Alles doppelt
Flügeli Bikini Wohnung
Im Funkloch

Sonntag, 1. März 2020

Diax-Aktien kaufen für 72 Franken 50

Gestern war ja in Luzern wieder mal Urknall. Einige bezeichnen die Luzerner Fasnacht als eine Vorveranstaltung der Basler Fasnacht. Dort geht das Publikum in Zivil, lauscht den Schnitzelbänken und Firmen führen Kundenanlässe durch, mit Alkohol und Geselligkeit. In Luzern dagegen mag ich die Anarchie, das Chaos, der Streit, der möglich ist. Wo kann man sonst aus nichtigem Anlass einen Fight vom Zaun reissen? Eben. Aber es ist nicht mehr wie früher. Auch an der Fasnacht schaut die Polizei nach dem Rechten und versucht, den Urknall mittels Verkehrsregulierung in bürgerliche Bahnen zu lenken. Man sollte als Harry Potter aus dem Toggenburg gehen, zwölf Jahre nach Salt Lake City. Oder als blaues Wunder. Der Aktientipp des Tages aber ist nicht das zweite Brexit-Referendum, das ist wohl unterdessen vorbei und kann abgeschrieben werden. Nein, es ist die Sunrise-Aktie, die genau vor einem Jahr bei 72 Franken stand. Wieviel ist sie heute?

Sonntag, 23. Februar 2020

Beerebisser, Häppereschweller,...

Das wäre eine gute Verkleidung für einen Holländer oder einen Aargauer: Aber frei stehen könnte er nicht.
Das ganze Sprüchlein geht so: «Dagmerseller, Beerebisser, Häppereschweller, Hoseschisser». Das weiss da heute jedes Kind. Doch halt, ist es wirklich das ganze Sprüchlein? Dazu müsste man halt jetzt dort sein. Oder nächstes Jahr wieder, ätschipätschi.

Freitag, 26. Juli 2019

B. guckt in die Röhre

Am Samstag gab Rappi bekannt, dass Roger Federer das Zürichseeufer wechsle. Finde den Elefant!
Der Oligarch von Herrliberg zündete sich eine Zigarre an, zur Feier des Tages, obwohl er früher nur Pfeife geraucht hatte und seine Frau ihm auch dies schon vor Jahren ausgetrieben hatte. Er freute sich aber so sehr, dass es einfach sein musste. Er hustete und freute sich, dass er bis an sein Lebensende uneingeschränkt König seines Bergs bleiben würde. Keine Kinder, keine Weltstars in der Nachbarschaft. Alles gut.

Donnerstag, 23. Mai 2019

Wie ziehe ich stressfrei um?

Zerquetschte Finger, tobende Nachbarn, für immer verlorene Freunde. All das muss nicht sein, wenn man den Umzug richtig plant.
Gut, man kann auch alles eine Firma machen lassen. Aber erstens kostet das eine Menge. Und zweitens ist es dafür jetzt eh schon zu spät. A propos: Ein Umzug an den bekannten Zügelterminen hat einige Nachteile. Ausgebuchte Mietmöbelwagen, knappes Putzpersonal, Terminstress und vieles mehr. Unglaublich, woran man bei einer Zügelei alles rechtzeitig denken muss: Post, Telefon, Behörden, Sonderabfälle, Nachbarn ... Organisation heisst das Zauberwort, und dafür gibtes im Internet gute Listen, die man schon längst gelesen haben müsste. Doch noch ist nicht alles verloren. Als Stadtnomade mit reger Zügelerfahrung rate ich dazu, die Packerei als Spassevent zu betrachten. Wann kann man sonst ein so grosses Auto fahren? Und wie schön ist es, zuwissen, dass das Rückenweh nicht vom Bürostuhl kommt. Man hat Blasen wie ein Büezer und flauschige Staubfladen im Haar. Endlich bewegt sich was, und das ist ein Grund zum Feiern. Lade also möglichst viele Freunde zur Zügelparty ein. Je mehr Leute mit anpacken, desto freudiger wird das Kistentragen. Und je besser verklebt die Kartons, desto weniger fällt raus. Auch in billigen Einkaufstaschen lässt sich vieles verstauen uhd in kleineren Portionen ohne Mühsal tragen. Stellst du zudem genügend Essen bereit, werden die Freunde fröhlich schleppen und kaum murren. Alles frühzeitig bereitstellen. Aber Achtung: Um die gute Stimmung nicht zu gefährden, muss am Zügeltag alles bereit sein. Nichts ist stressiger, als noch Kisten zuschnüren, während das Zügelteam schon runterbuckelt. Unnötige Ramschtransporte könnten die Helfer verstimmen, deshalb entsorge Gerümpel im Voraus - vielleicht an einem Wohnungsflohmarkt? Zum Putzen brauchts dann wohl doch noch Profis, ausser du hast das Glück, dass deine alte Wohnung renoviert wird.

Montag, 11. März 2019

Mit den neurotischen Hunden goge gässle


There ar no dutch subtitles: Das ist jetzt wieder so eine Schmalfilmsache, wo verschiedene Lesarten möglich sind.
Früher gab es in Bern noch ein altes Ehepaar, dass Kodak Super-8-Filme speditiv entwickelte. Heute muss der Liebhaber ins Ausland gehen, wobei Holland schneller ist als Deutschland, aber auch teurer.

Mittwoch, 20. Februar 2019

Müllers Büro in den Medien

Das Tönder Taro wüsste also die Antwort: Finde ich in Zürich meine kinderfreundliche Traumloft für Schaffen und Wohnen?
Die Lokalzeitung berichtete neulich am Tag des Lauberhornrennens auf der Titelseite über «Müllers Büro». Da drin steckt eine gewisse Ironie, weil der Schreibgarten aus Müllers Büro ausziehen muss. Ein Zusammenhang besteht aber nicht.