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Mittwoch, 23. Dezember 2020

Echt oder wahr?


Der Defi hing dort und wurde nie gebraucht. Nur einmal im Jahr auf Herz und Nieren getestet, von einem Profi, der das tat.
Die Regeln für Lehrerinnen aus dem Vertrag von 1915 sind so unglaublich, dass das ganze Internetz seit Jahren immer wieder darüber spekuliert, ob sie echt sind oder gefälscht. Man weiss es nicht.

Donnerstag, 6. August 2020

Schlafende Löwen wecken

Der besondere Blick: Ein Stück Absperrband vom Central, als alles noch gut schien, auch die Kommunikation, ja, das wärs.
Die Mutter las ein Buch, das spannend tönte. Es war eine schwere Thematik, doch gerade das fand er interessant: «Löwen wecken!», hiess der Titel. Und das ist ja nun in der Tat ein vielversprechender Titel, in allen Sinnen des Worts.

Sonntag, 12. Juli 2020

Amadeus` Ausflüchte

Fotofix: Der Weinberg sah römisch aus und dieses Bild wurde - wie von einem 7-Jährigen - in vollem Lauf aufgenommen.
Amadeus wusste zuerst nicht recht, ob er die Tasse seines Mitbewohners auch abwaschen sollte oder nicht. Vor lauter Grübeln vergass er, die Kühlschranktüre zu schliessen. «Ist es dir ernst? Bist du dir sicher?», hörte er eine Stimme fragen. Und dann realisierte er, dass es für die Erdbeeren längst zu spät war. Oder aber höchste Eisenbahn. Die Tasse war immerhin abgewaschen - und das tat ihm gut.

Mittwoch, 20. Mai 2020

Die Pause ohne Ende ist das neue Normal

Beim Versuch, zu publizieren, trat ein Fehler auf. Das gesparte Zigarettengeld tat er für Ferien und Shrimps auf die Seite.
Die Zigarettenpause dauerte diesmal ohne Ende. Henry zog es einfach durch und behielt seinen Stuhl, auf dem er morgens sang und meditierte. Manchmal stellte er morgens auf dem Läubli mit Erstaunen fest, dass sein Mitbewohner heimlich in der Nacht geraucht hatte. Die Kippen waren Deko.

Dienstag, 3. Dezember 2019

Das von allen geahnte anständige Ende

Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Aber für eine öde Verdoppelung des gestrigen Flugversuchs würde ich nicht plädieren.
Die Tageswoche hat sich mir nicht aufgedrängt. Wenn ich aber im Baselbiet war, habe ich über die vielen zum Verkauf stehenden Printexemplare an den örtlichen Kiosken gestaunt. Das Ende kam nicht unerwartet, aber abrupt. Es ist schade, dass das gegen Blocher gegründete öffentliche Projekt nun, da sich Tamedia und Wanner den Tageszeitungsmarkt aufteilen, die Segel streicht. Eher lustig ist die Begründung, dass halt das Geld ausging, weil Blocher und andere Medienbarone gleich argumentieren. Als ob Journalismus ein Geschäft wäre. Da darf man schon ein paar Fragen stellen.

Dienstag, 4. Juni 2019

Wer beantwortet jetzt meine Fragen?

Dramatischer Sonnenuntergang mit Feliz Saionara: Zedmic kam noch einmal kurz zurück, um auf Wiedersehen zu winken.
«Ich habe schlechte Erfahrungen mit Erziehungstipps in Internetforen gemacht. Die Leute sind dort unecht, moralinsauer und alarmistisch. Gibt es entspannte Foren?» Klaus K. aus B.

Paulo Zedmic: Nein. Ich kann das Internet leider pauschal nicht empfehlen. Ich war ja früher im virtuellen Raum schon sehr zurückhaltend. Das Internet hat mir noch nie beim Rasenmähen geholfen, wenn du weisst, was ich meine. Und aufs Facebook-Freundesammeln kann ich auch verzichten, mir reicht einer: Basil, der Philosoph. Der hat auch einen Lastwagen, den man mal ausleihen kann. Seit ich den Familien-Computer zusammen mit Achim entsorgt habe – beziehungsweise Achim mit dem Computer bei seiner Mutter Inge installiert (siehe Folge 21), seitdem lebe ich ganz offline. Inge hat sich übrigens für den Computer bedankt. Achim habe ihr sogleich ein Parship-Login und ein paar vielversprechende Dates beschert.
Ich bin jedenfalls gern ein Ewiggestriger. Die eigene Erfahrung zählt! In der Erziehung wie im Hallenbad. Deswegen wäre es auch alles andere als seriös, würde ich weiter hier Erzieher spielen, wo ich doch nun nach erfolgreicher Liquidation meiner Grossfamilie allen akuten Aufgaben entbunden bin. Ich gebe mich sicher nicht hin, einen Internet-Chat zu moderieren. Hoch lebe die traditionelle Medienwirtschaft!
Ein Sack voller Fragen
Mein Ältester Sebastian hat mir letzthin ein Geständnis gemacht. Ich hatte ihn in einer Phase der Arbeitsüberlastung meinerseits und in einem Beschäftigungsvakuum seinerseits mit der internen Postzustellung beauftragt.
Ein typischer Tellerwäschereinstieg, fand ich. Und gerade für einen wie Seb eine Riesenchance. Nun kommt er aber mit einem Sack nie verteilter Korrespondenz. Darin finde ich Hunderte von Leserfragen verzweifelter Eltern, die sich an mich gewandt hatten. Meine Güte, so viele nicht beantwortete Fragen! Wenn ich diesen Fundus gehabt hätte, vielleicht hätte ich den Bettel nicht einfach hingeschmissen. Weitere Vorteile von Briefen gegenüber E-Mails: Sie bleiben länger erhalten. Und man braucht eine Arbeitskraft, um sie zu entsorgen. Ich habe ja mein Altpapier-Entsorgungs-Diplom nicht ohne Grund gemacht.
Moderner Teilzeitpapa
Seit ich die Zöglinge los bin, weiss ich weiss Gott Besseres, als zu surfen. Ich geniesse zum Beispiel meine wiedergefundene Freiheit in vollen Zügen. Ja, ich pendle, mit der S-Bahn. Seit Kurzem habe ich auch wieder Zeit für Makramee, lese Philosophiebücher und habe etwas zugenommen. Einsam bin ich nicht. Denn Feliz, meine Sonne, ist ja zurückgekommen!
Die Bäuerin im Säuliamt war gar nicht so nett. Sie dachte, mit dem Zustupf bei der Übergabe hätte sie auch Feliz’ Arbeitskraft entgolten. Sie liess die Kleine im Schweinestall Perlen suchen und solche Dinge. Aber Feliz ist doch nicht Aschenputtel. Kinderarbeit ist gut und recht, solange sie in der Familie bleibt.
Mit meinem Restpack bleibe ich in einem gesunden Mass in Kontakt, ohne mir neue Pflichten aufzubürden. Zufälligerweise bin ich im gleichen Kirchenverein mit dem Mann, dem das Fürsorgeamt meinen jüngsten Nils zugewiesen hat. Wir verstehen uns prächtig. Er nimmt Nils manchmal mit in die Chorprobe. Das ist dann wie Kidsharing. Die Kinder machen ja eh, was sie wollen, wie alle Regierungen. Den entscheidenden Vorteil meines Laissez-faire-Prinzips realisierte ich übrigens erst nach dem Abschluss des Erziehungskapitels: Man kann viel entspannter loslassen, weil es keine harte Abnabelung gibt. Im Grund hat sich also nichts geändert – und unbeantwortete Fragen wird es intern wie extern weiterhin viele geben.

Paulo Zedmic (43) hatte mal sechs Jobs und sechs Zöglinge in seiner Obhut, bevor er einen Punkt machte.

Freitag, 10. Mai 2019

Die Anarchie der Stille


Monsieur ist ein Mutant: Das Mosaik im Hintergrund aber wurde in mühseliger Kleinarbeit aus Kaugummiteilen bestückt.
Die gelassene Kassandra hat ihre Gedanken in einem Büchlein veröffentlicht. Kassiopeia wiederum zeigt es Momo auf ihrem leuchtenden Panzer an, wenn sie etwas wichtiges mitzuteilen hat.

Sonntag, 17. März 2019

Lernen mit dem TV-Programm

Die Gymiprüfung war damals für die meisten natürlich kein Thema. Dagegen wurden die Fotos ganz ordentlich abgelegt.
Wenn ich den Unterschied zwischen Jolly Roger, Roger Federer und Bad Boy Kummer erklären müsste, wüsste ich schon wie: Der eine spielt aus Prinzip nie mit, der andere hat das Talent und der dritte ist ein Profi und die Nummer eins. Aber im Grunde dreht sich alles nur um Kunst und Sport.

Sonntag, 27. Januar 2019

Alte Bäume, junge Menschen, Kopftücher

Dieses Paar macht den Tanz schon seit Jahrzehnten unter den gleichen Zedern. Man sieht ihnen das Alter gar nicht an.
Tanzen hält jung, keine Frage. Aber erinnert sich jemand noch an die Story, die der Franz zu diesem lieblich tanzenden Trachtenpaar im Schatten der Zedern schrieb? Irgendwo könnte man nachschauen.

Samstag, 5. Januar 2019

Wenn der Christbaum in der Stube strippt

Bei dieser Behauptung beginnt der Gipfel der Frechheit schon im Titel. Da kann man einfach nur den Kopf schütteln.
Der fliegende Baldrian ist eine Kurzgeschichte, die vor rund sieben Jahren in einer nicht ganz jugendfreien, dafür sündhaft teuren Sammlung von Weihnachtsgeschichten erschien. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass der Christbaum heute Abend abgeräumt wird. Beim allfälligen letzten feierlichen Anzünden ist besondere Vorsicht geboten, da nadelnde Bäume leicht brennen.

Donnerstag, 27. Dezember 2018

Entschuldigen Sie, aber ich habe nur 1 Minute Zeit

Vorsicht, Wiederholung: Dieses Mannsbild dürfte hier eigentlich gar nicht auftauchen, denn es war früher schon mal im TV.
Ein billiges, hübsches und treues Bahnhofsvelo, das geklaut wurde, steht eine Woche später wieder da. Mit Schloss, aber nicht abgeschlossen, Kette draussen, ätsch. Ob ein Gelegenheitsdieb ein schlechtes Gewissen hatte? Vermutlich ja. Eine richtige Rahmennummer hat die Lady aber nicht.

Freitag, 14. September 2018

Nur wegen dem Feeling über die Pavés hetzen


Angst ist ein schlecher Ratgeber. Aber die kleine Angst, die hat schon manchem Bock auf die Sprünge geholfen.
Er setzte den schwarzen Rahmen um den roten Audi. Und als er sich verirrte, hielt er an und fragte eine Frau um Rat. Diese hatte zwar eine Karte, aber sie zerkratzte ihm auch heimlich den Lack seines neuen Autos, aus purer Bösartigkeit. Mit Schotter hat das alles nichts zu tun. Aber es hat noch.

Dienstag, 11. September 2018

Ruinen anrempeln

Wo war die Bombe? Einen so schön gezimmerten Trabi mit Heimstolzwohnwagen hatte natürlich niemanden im Verdacht.
Der 11. September ging heuer vergleichsweise unblutig zu Ende. Da hatten wir früher ganz andere Dramatik. Gregoire spielte noch bis Mitternacht auf seiner Panflöte Cha-Cha-Cha. Dann läutete leicht enerviert Frau Elsener vom unteren Stock, weil sie nicht schlafen konnte. So gingen sie ins Bett.

Dienstag, 24. Juli 2018

Shakespeare nimmt dir das Denken ab

Der Supercompurter K in Kobe ist nicht zu sehen, denn das Bild stammt aus einer anderen Zeit und von einem anderen Ort.
Selbst wenn die bots bald die Weltherrschaft übernehmen, werden sie Shakespeares Spielfreude nie erreichen. Offen bleibt jedoch die Frage, ob Maschinen je an Jojo-Diäten Genuss empfinden werden.

Mittwoch, 27. Juni 2018

Wollen wir jetzt schon den Heimflug nehmen?

Es kommt immer darauf an, womit man sich vergleicht: Mit dem Velo wäre diese Route in drei Wochen zu schaffen.
Nischni Nowgorod wäre nur schon wegen dem Ortsnamen eine weite Reise wert. Vielleicht sollte man in einem Jahr ein paar Wochen frei nehmen, um an den Ort des denkwürdigen Spieles zu pilgern.

Mittwoch, 17. Januar 2018

Belgische Balkone biegen sich vor Lachen

Posen und Tiere: Es gibt immer dafür und zuwider, aber oft ist es ja dann auch schnell vorbei.
Früher sträubte ich mich enorm gegen fette Fotorahmen, weil sie ganz einfach nicht dem Beuteschema des Postkartenfranz entsprachen. Heute sehe ich das nicht mehr so eng.

Freitag, 5. Januar 2018

Die grünen Schnäbel vom Kap

Wenn der Donnerstag der Tag der Schrift ist, ist der Freitag vortan Feuerlöschfototag. Immer getaggt, selbstverständlich.
Lange haben wir nach einer Ferienwohnung ohne Feuerwehrvorschriften gesucht. Aber die Insel Sao Filipe ist nicht auf Tripadvisor verzeichnet. Deshalb waren wir froh, als Redmund sie uns zeigte.

Samstag, 23. Dezember 2017

Soll ich meinem Kind schon wieder etwas schenken?

Zedmic beweist: Entgegen anderslautenden Gerüchten ist der Reitsport eine saisonunabhängige Ganzjahresaktivität.
Mir wurde nie etwas geschenkt, ich habe mir alles selbst erarbeitet. Nun stresst mich das Weihnachtsfest: Bin ich zu Geschenken für meine Kinder verpflichtet? Sylvie C. aus K.

Paulo Zedmic*: Ja, liebe Sylvie. Schenken ist das grösste Geschenk für Eltern: Du kannst dein Kind wirklich glücklich machen. Wann gelingt das sonst? Sogar mein Teufelsbraten Louis kriegt zur Weihnacht immer ein Geschenk.
Obwohl er keins verdient hätte, nie im Leben. Aber er hat so gern Tiere. Und ich habe im Keller Überfluss an Ratten. Ich fange eine ein, male sie hübsch an und verpacke sie schön. Fertig ist ein Kinderglück. Für meinen Sonnenschein Feliz könnte ich viel mehr Geld ausgeben. Sie wünscht sich seit Jahren ein Pony. Aber ich bin nicht blöd. So ein Tier frisst nur und stinkt. Und was ein Pony kann, kann ich schon lange. Deshalb darf sie auf mir reiten. Ich bin das Pony, verstehst du? Ich bin das glücklichste Geschenk, das es gibt.
Schenken tut nicht weh
Warum magst du überhaupt keine Geschenke machen? Du darfst nicht denken, so wie du denkst! Basil, der Philosoph, hats mir erklärt: Beim Schenken ist alles umgekehrt wie sonst immer. Du zahlst nichts. Du gibst nicht zurück, was du gekriegt hast. Sondern du musst zuerst schenken. Aber nichts dafür erwarten, das ist der Witz! Dann bekommst du vielleicht auch einmal ein Geschenk. Aber nur, wenn du keins willst, sagt Basil. Das ist schwierig, ich weiss. schwierig zum Verstehen und zum Denken. Aber du solltest es ausprobieren. Dann wird dein Leben sicher weniger schlimm.
Überraschung für alle
Oder weisst du nicht, was schenken? Im Karl Josef Wagner-Katalog hat es ganz viele Ideen. Ich mach das immer so: Ich nehme die Bestellkarte heraus und lege sie auf die Seite. Dann werfe ich den Katalog so lange an die Wand, bis ein paar Seiten herausflattern. Wenn zu lange nichts kaputt reisst, kannst du den Katalog auf den Tisch hauen, bis die Zettel flattern.
Schmerzfrei bestellen
Dann nimmst du so viele Fötzel vom kaputten Katalog, wie du Geschenke brauchst. Mindestens eins pro Kind. Wie viele Kinder hast du überhaupt, Sylvie? Sagst du es nicht oder weisst du es nicht genau? Man kann schon die Übersicht verlieren, gell. Guck jetzt nur auf die Bestellnummer, nicht auf das Bild, nicht auf den Preis. Dann schreibst du die Nummer blind auf die Bestellkarte. Gut. Du hast keine Schmerzen, oder? Und das Beste am Trick ist: Du wirst selber eine Überraschung erleben, weil du ja gar nicht weisst, was du bestellt hast. Kommt ein Plüschelefant, ein ferngesteuerter Heli oder eine Puppe im Tarnanzug? Freue dich!
Der Trick der Danäer
Hast du etwa Stress, weil du arbeiten musst über die Festtage? Mein Chef beim Hallenbad Blumenwies hat uns immer freigegeben. Das war das schönste Geschenk! Einmal war ich aber auf dem Dienstplan. Da habe ich dem Chef eine Reise geschenkt, ganz weit weg, last minute, Abflug am 23. Dezember. Das tat meinem Portemonnaie weh, aber dafür war er dann nicht da, wo ich auch nicht da war. Capito?
Lieb und teuer
Und meine Linda, die wollte immer ein Handy. Da hab ich ihr gesagt: Gut! Ich hole ihr so ein Gratis-Handy beim Shop. Das kostet nichts, ich mache Linda eine Freude. Und sie muss dann gucken, wie sie die Rechnung bezahlt. Das ist nicht mein Problem, ausser wenn sie mir das Geld aus dem Portemonnaie klaut. Aber das ist eine andere Geschichte. Am Fest der Liebe ist alles gut. Also auch jedes Geschenk. Ich wünsche dir, liebe Sylvie, ein frohes Fest!

*) Paulo Zedmic (42) ist Teilzeit-Abwart und Hausmann. Er ist auch auf Facebook.

Dienstag, 11. Juli 2017

Muss mein Sohn Schuhe binden können?

Das Bild spricht eigentlich für sich: Aber wie ging das schon wieder? Eben!
«Mein Sohn ist 15. Bisher hat er nie Schuhe mit Schnürsenkeln getragen und ich vermute, dass er sie gar nicht binden kann. Im Herbst beginnt er eine kaufmännische Lehre. Muss man da nicht Schuhbändel knüpfen können?» Eva R. aus P.

Paulo Zedmic: Nein. Das spielt heute keine Rolle mehr. Abgesehen davon, dass Schuhknöpfe an keiner Schule geprüft werden, gibt es genug Schuhwerk mit alternativen Verschlüssen. Ihr Sohn sollte einfach darauf achten, keine Damenstiefel mit Reissverschluss zu tragen. Oder abgelatschte Joggingschuhe mit Klett, was ja oft ein Synonym für Billigware ist. Mein Ältester, Sebastian, musste das erfahren. Er wurde vor ein paar Jahren von einem Arbeitgeber nach Hause geschickt, weil er nach der Basketballfreinacht direkt und ungewaschen im Sporttenü am Arbeitsplatz auftauchte. Er servierte damals in einem Café, wo es solche Ausfälle einfach nicht verträgt, wegen des Kundenkontaktes. Seither gebe ich ihm immer, egal wohin er geht, frische Wäsche mit auf den Weg. Seb hat ja inzwischen eine eigene Wohnung, aber die Wäsche wasche ich ihm gerne, damit er sich hin und wieder zu Hause zeigt.
Kein Kulturverlust
Selbst wenn Ihr Sohn modische Schuhe vermag, die oft Schnürsenkel haben, braucht er sich keine Sorgen zu machen. Die Jugendlichen wissen sich zu helfen. Sie schnüren ihre Schuhe unter dem Fuss hindurch, so dass das mühsame knüpferische Genöpper hinfällig wird. Dass die Kunst des Schuhbindens verloren geht, ist kein Kulturverlust. Nur Fischer oder Ferientechniker brauchen heute noch das Knopfwissen der Seefahrer. Selbst wenn Ihr Sohn als Model für eine Luxusuhrenmarke auf einem Segelschiff posieren sollte, werden die dekorativen Knoten auf dem Set in der Regel von einer professionellen Ausstattung besorgt.
Kontrolle lohnt sich
Problematischer ist ein anderer Aspekt: Es darf nicht so weit kommen, dass Kinder vor
der Volljährigkeit bestimmen, was sie anziehen sollen. Ich halte es für unabdingbar,
dass Eltern die Kleider ihres Nachwuchses bis zum vollendeten 16. Altersjahr kontrollieren.
Dieser Kampf kann mitunter hart sein, aber er lohnt sich. Korrekt angezogene
Kinder sind erfolgreicher. Viel zu viele Kinder laufen in schrecklich kitschigen, viel zu bunten und mit unsäglichen Motiven versehenen Lumpen herum. Eltern mit Stil aber bezahlen keine Textilien, ohne selbst auszuwählen.

Donnerstag, 9. Februar 2017

Das ist nur ein Blindgängertext


Dieser Blog befindet sich in Planung.
Tja, ich bin noch nicht ganz fertig. Aber das ist nichts neues. Hier könnte dann in Zukunft irgendmal ein Link stehen.